Die Club-Damen bekommen einen neuen Trainer
Montag 05.12.16 10:09 Uhr|Autor: Wieland Peter (NN)1.983
Alexander Zeltner übernimmt den 1. FC nürnberg in der Regionalliga Süd. F: Zink

Die Club-Damen bekommen einen neuen Trainer

Alexander Zeltner wird die Geschicke der Regionalliga-Mannschaft aber der Rückrunde leiten +++ Anja Ströver kommt zurück
Der 1. FC Nürnberg hat einen neuen Trainer. Nur die Ruhe. Die erste Mann­schaft des 1. FC Nürnberg Frauen- und Mädchenfußball hat einen neuen Trainer. Auf den erfolgreichen und jun­gen Osman Cankaya folgt der noch jüngere Alexander Zeltner.


Zu Weihnachtsfeiern gehören ge­meinhin Gänsebraten, Stollen, Leb­kuchen und die unterschiedlichsten Geschenke, erwünscht oder auch nicht. Eine eher ungewöhnliche Gabe bekamen die Fußballfrauen des 1. FC Nürnberg, nach furioser Aufholjagd in der Regionalliga Süd als Tabellen­dritter so gut wie noch nie platziert, bei ihrem vorweihnachtlichen Zusam­mentreffen vom Vereinsvorsitzenden Andreas Exner präsentiert: Alexan­der Zeltner stellte sich der Mann­schaft als neuer Trainer und Nachfol­ger von Interimscoach Osman Canka­ya ab der Rückrunde vor.

Dass Zeltner, im Hauptberuf Notar­fachangestellter, erst 25 Jahre jung und als Trainer ein eher unbeschrie­benes Blatt ist, passt irgendwie zur neuen Philosophie beim Frauen- und Mädchenclub. „Wir haben mit unse­rer jungen Trainergruppe in der Ver­gangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Exner, hat er doch in den Gesprächen mit ihm festgestellt, „dass er Gas geben will auf seiner neuen Position und unseren sportli­chen Anforderungen und Vorstellun­gen entspricht.“ Wunschtrainer sei er, gut beurteilt vom sportlichen Lei­ter Cankaya, der ihn aus seiner Zeit in Lauf kennt und seinen Werdegang verfolgt hat.

Vorerst bis Ende der Saison ist der Vertrag befristet, in beiderseitiger Übereinstimmung übrigens, räumt Zeltner doch ein, dass die neue Her­ausforderung „einen großen Karriere­sprung für mich darstellt“. Läuft es wie geplant und abgesprochen - „und dafür sind nicht irgendwelche Platzierungen als Ziele vorgegeben, sondern die Fortsetzung der positi­ven Entwicklung der Mannschaft“, so Exner - wird die Zusammenarbeit verlängert. Die ersten persönlichen Eindrücke des Neuen von seinen Spie­lerinnen jedenfalls waren positiv, die von den Strukturen beim Club ohne­hin, „ermöglichen sie doch ein Arbei­ten für den Trainer unter nahezu pro­fessionellen Bedingungen“.

Als er von Cankaya auf die vakante Trainerstelle beim Club angespro­chen wurde, sei er „im ersten Moment schon überrascht“ gewesen. Verfügt er doch im Frauenfußball über keinerlei Erfahrung, hat zuletzt die männliche B-Jugend der SpVgg Mögeldorf in der Bezirksoberliga betreut, nachdem diverse Verletzun­gen die eigene Karriere als Stürmer beim SK Lauf - „unter dem Nürnber­ger Ex-Profi Thomas Ziemer als Trai­ner“ - und beim ASV Herpersdorf früh beendet hatten. Aber das Interes­se des B-Lizenz-Inhabers war schnell geweckt, dass vorgesehene spieleri­sche Konzept passt „super zu meinen eigenen Vorstellungen“ und die Freu­de darüber, dass es mit dem Engage­ment geklappt hat, „ist bei mir rie­sig“. Am 11. Januar beginnt die Vor­bereitung auf die Rückrunde, die gleich eine Nagelprobe für Trainer und Mannschaft bereithält: Der Club als Dritter ist am 12. März Gastgeber für den Tabellenzweiten FV Löch­gau, Spitzenspiel ist also angesagt. Bedenken, dass die beiderseitige Zusammenarbeit nicht zufriedenstel­lend verlaufen könnte, haben weder die Verantwortlichen des Vereins noch Zeltner. Ein Umtausch, der nicht wenigen Geschenken nach der Weihnachtszeit bevorsteht, ist jeden­falls nicht vorgesehen.

Ströver kommt zurück

Bis dahin sollte sich auch eine Rückkehrerin wieder eingelebt haben, von der Cankaya überzeugt ist, dass sie den Kader weiter verstär­ken wird: Mittelfeldspielerin Anja Ströver, 18, beim Club ausgebildet und als Jugendspielerin zum FC Bay­ern nach München und erst vor die­ser Saison zum Regionalliga-Konkur­renten FC Ingolstadt gewechselt, kommt wegen ihres Studiums in Erlangen zum 1. FCN zurück.


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Tabelle
1. SC Freiburg II (Auf) 2234 50
2. Frauenbiburg 2230 45
3. FV Löchgau 2221 39
4. Nürnberg 222 35
5. SC Regensb. (Auf) 22-1 33
6. Wack.München 22-9 31
7. Ingolstadt 224 31
8. Schw. Augsb. 22-1 26
9. ETSVWürzburg (Ab) 22-9 26
10. Jahn Calden 22-17 20
11. Hegau 22-28 14
12. Hess.Wetzlar II (Auf) 22-26 14
Wertung gemäß Direkter Vergleich
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