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Donnerstag 16.03.17 19:30 Uhr|Autor: Badische Zeitung808
Im Hinspiel siegte der FC 08 Villingen mit 4:0 | Foto: Patrick Seeger

Zweiter gegen Erster: Spitzenspiel in Villingen

FC Waldkirch braucht die drei Punkte +++ FC Auggen muss die Konzentration hochhalten
„Big Points“ im Meisterschaftskampf werden im  Friedengrund verteilt, wo der virtuelle Tabellenführer FC 08 Villingen (zwei Spiele weniger) auf den tatsächlichen Tabellenführer FC Denzlingen trifft. Beim 4:0 im Hinspiel haben die Nullachter dem Gegner eine Lektion erteilt. Gelingt das wieder, sind die Villinger  der Topfavorit auf den Titel.

FC 08 Villingen - FC Denzlingen (Sa 15:00)
„Die Freude ist groß, Teil eines Spitzenspiels zu sein“, sagt FCD-Trainer Karsten Bickel vor dem Gipfeltreffen im Villinger Friedengrund. Natürlich wolle man die Gunst der Stunde nutzen und versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. „Unser Minimalziel ist ein Punkt“, sagt Bickel, der zusammen mit Armin Jungkeit die Denzlinger trainiert. Bickels leise Hoffnung: „Vielleicht erwischen wir einen Sahnetag und die Villinger nur einen normalen.“ Allerdings sei man sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst. Zum einen haben die Villinger zu Hause nur einmal remis gespielt, zum anderen bislang auch nur ein Gegentor kassiert. Und zudem das Hinspiel klar mit 4:0 für sich entscheiden können. Personell sieht es indes gut aus. Bilal Dirani kehrt zurück, während Luca Micelli (Rückschlag nach Muskelfaserriss) ausfälltZweiter gegen Erster – bestes Heim- gegen bestes Auswärtsteam – mehr geht nicht. Das Topspiel im Friedengrund elektrisiert. Sehr zur Freude der Villinger Vereinsverantwortlichen um Sportvorstand Martin Braun, der sich wie Geschäftsführer Gaetano Cristilli eine Kulisse  um die 1000 Zuschauer bei  herrlichem Frühlingswetter wünscht. Allerdings sind die Wetterprognosen eher schlecht: Kalt und regnerisch soll werden.
Die Fakten: Villingen hat 56 Punkte, der FC Denzlingen 60 – die Nullachter haben allerdings zwei Spiele weniger absolviert, weil sie schon zweimal spielfrei waren. Villingen hat keines seiner elf Heimspiele verloren, kommt auf 38:1-Tore, blieb zehnmal in Folge und  984 Minuten ohne Gegentor. Denzlingen dagegen hat auswärts keines der 13 Spiele (sieben Siege, sechs Remis) verloren. Das Torverhältnis beider Teams ist beeindruckend:  71:11 (08) gegenüber 73:40. 144 geschossene Tore – was will man als Fan mehr? Tore scheinen vorprogrammiert, zumal die Elf von Villingens Coach Jago Maric das Hinspiel mit 4:0 gewonnen hat. „Da waren wir klar besser und haben verdient gewonnen“, so Maric rückblickend.
Villingen ist seit dem zweiten Spieltag in  21 Begegnungen ohne Niederlage geblieben, die Denzlinger verloren nur gegen den FC 08 und verloren danach keines der 17 Spiele.  An Selbstvertrauen fehlt es keinem der beiden Teams. Maric hat einen breiten Kader, bei dem nur die drei Kreuzbandoperierten Damian Kaminski, Manuel Stark und Gianluca Reho fehlen.  Zu spüren bekam dies der Freiburger FC beim 6:1-Kantersieg. Aufsteiger Denzlingen bleibt davon unbeeindruckt. Trainer Armin Jungkeit und sein Team kommen als Tabellenführer, Denzlingen ist Aufsteiger und die  Überraschungsmannschaft. Deshalb sieht Jungkeit die Nullachter in der Favoritenrolle, die das mit Fassung registrieren. „Wir haben ein erfahrenes Team, da weiß jeder genau, was zu tun ist“, sagt Ali Günes. „In unserer Mannschaft stimmt es. Jeder kämpft für jeden. Die verletzten Spieler sind genauso wichtig wie die, die spielen oder die, die von der Bank kommen. Jeder wird gebraucht“, sagt Teyfik Ceylan. Das Eigengewächs identifiziert sich mit seinem Club. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen zurück in die Oberliga. Jeder weiß, dass es ein langer Weg ist, der eine ganze Saison dauert und wir Woche für Woche in jedem Spiel alles geben müssen“, sagt Villingens  Kapitän Benedikt Haibt..


 

SV Linx - FC Bad Dürrheim (Sa 15:00)
„Wir wollten gewinnen und haben es geschafft“, sagt Reiner Scheu über den 2:0-Erfolg seiner Bad Dürrheimer gegen den Tabellenletzten Solvay Freiburg. Dieser erste Sieg in der Frühjahrsrunde nach drei Niederlagen sei wichtig gewesen, auch für die Moral der Mannschaft. Ein gutes Spiel war’s allerdings nicht, schränkt der FC-Trainer ein. Was ihn gegenwärtig noch viel mehr beschäftigt und keinen Optimismus aufkommen lässt, sind neue „Hiobsbotschaften“ aus der Mannschaft: Detta und Woelke sind krank, beim verletzten Tadic, der wieder mit Lauftraining begonnen hat, reicht’s mit großer Wahrscheinlichkeit morgen noch nicht zu einem Einsatz und Schwer fällt mit angebrochenem Mittelfußknochen voraussichtlich mehrere Wochen aus.  „Das Pech rennt uns hinterher“, kommentiert Scheu die aktuelle Situation des Tabellenachten. Das trübe natürlich auch die Stimmung im Team. Auf zehn, elf Spieler aus seinem Kader kann der Fußballlehrer aktuell bauen,  für die Bank muss er wieder auf die zweite Mannschaft zurückgreifen, doch es fehle in Bad Dürrheim am Unterbau. Unter diesen Voraussetzungen kann Scheu sich schwer vorstellen, „wie man da auch nur einen Punkt holen kann“ in Linx. Im Hinspiel gelang das den Kurstädtern gegen einen starken Gegner, das 2:2 nach 2:0-Führung sei verdient gewesen.  Die Bad Dürrheimer trainieren intensiv und man werde „alles probieren“ beim heimstarken Tabellenfünften.


 

SC Pfullendorf - Freiburger FC (Sa 15:00)
Das Schlimmste, was man aus Freiburger Sicht machen könnte, wäre, die Pfullendorfer am Leistungsvermögen und dem Hinspielergebnis (8:0 für den FFC) zu messen. Das Team der Linzgauer, von vielen bereits in der Vorrunde vorschnell abgeschrieben, wurde dank kräftiger Investitionen verstärkt, die Mannschaft nahezu völlig umgekrempelt. So wurde beispielsweise vom SSV Ulm 1846 Verteidiger Benjamin Sturm verpflichtet. Der 28-Jährige bringt die Erfahrung aus 106 Regionalligaspielen für Ulm, Wilhelmshaven, Oberhausen und Memmingen mit. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass der SCP mittlerweile die zweitbeste Rückrundenmannschaft stellt, noch vor den Villingern. Fünf Spiele wurden gewonnen, eins endete unentschieden. Demnach steht der FFC vor einer hohen Hürde. „Wir wissen nicht genau, wo wir stehen“, gibt Trainer Ralf Eckert zu, der froh ist, wenn dieses Spiel hoffentlich positiv überstanden ist. Denn am kommenden Spieltag ist sein Team spielfrei. Eine willkommene Pause, um kleinere Blessuren zu heilen und den Akku wieder aufzuladen.


 

SV Solvay Freiburg - SV Bühlertal (So 15:00)
Das Hinspiel auf dem Mittelberg verloren seine Kicker Mitte September vergangenen Jahres mit 0:2. Gleichwohl ist Solvay-Trainer Boris Darvich in Erinnerung geblieben, „dass die Bühlertäler der spielerisch bislang schwächste Gegner waren, ohne ihnen zu nahe treten zu wollen.“ Was im logischen Umkehrschluss natürlich nur eines bedeuten könne. „Wir wollen drei Punkte. Wenn nicht gegen Bühlertal, gegen wen dann?“ Auf alle Fälle werde sich seine bis auf Jason Aquiayi komplette Mannschaft voll reinhängen, verspricht der Coach.

 

FC Waldkirch - SV Stadelhofen (So 15:00)
Die Niederlage in Kuppenheim in der letzten Minute war der angesichts der Tabellensituation noch ganz guten Stimmung im Waldkircher Lager nicht unbedingt zuträglich. „Zumal wir uns spielerisch deutlich mehr verdient hatten“, wie Trainer Beni Pfahler sagt. Dieses neuerliche Negativerlebnis müsse nunmehr raus aus den Köpfen, um dann voller Elan in die Partie gegen den Tabellenzehnten gehen zu können. „Wir sind gewarnt vor dem SVS, der mit sieben Punkten gut aus der Winterpause gekommen ist“, sagt Pfahler, der jedoch „unbedingt drei Punkte erspielen“ will. Normen Armbruster, Kristian Disch und Sandro Rautenberg, die Langhzeitverletzten, fallen weiterhin aus, fraglich ist, ob Dennis Kaltenbach und Dersim Karakurt (beide muskuläre Probleme) spielen können. Jetmir Qorraj ist nach privater Auszeit mittlerweile wieder ins Training zurückgekehrt.


 

FC Auggen - FC Neustadt (So 15:00)
Mit 40 Punkten ist die Saison für die Markgräfler so gut wie gelaufen. Nach oben gibt es keine Hoffnungen, nach unten keine Ängste. Und das bei neun noch ausstehenden Spielen. Daher sieht FCA-Trainer Enzo Minardi seine Mannschaft in der Pflicht, die Konzentration weiterhin hoch zu halten, weniger Aussetzer zuzulassen als zuletzt in einigen Spielen, oder, ganz simpel formuliert, einfach mit Spielfreude den vierten Platz zu verteidigen. Die Neustädter, bei denen im Hinspiel dank eines Treffers in der Nachspielzeit ein knapper 1:0-Sieg gelang, charakterisiert Minardi als Team, das unabhängig von der Höhe eines eventuellen Rückstands niemals aufgibt. „Da müssen wir Unkonzentriertheiten auf alle Fälle vermeiden“, so der Coach, der sicher auf Sebastian Wettengel (Urlaub) und möglicherweise auch auf seinen Routinier Bastian Bischoff (Handbruch) verzichten muss. Kerim Cifdalöz stellt dagegen wieder eine Alternative dar.

Der Kreis aus Spielern, Trainern und Betreuern dauerte nach der schmerzvollen 2:5-Heimniederlage gegen den SC Lahr besonders lange. Ja, es bestand Redebedarf nach  diesen 90 Minuten des FC Neustadt. Trainer Klaus Gallmann redete leidenschaftlich und gestenreich, in so Momenten gibt er alles. Er  ist der 100-Prozent-Mann, wenn es um Fußball geht oder  seinen Beruf. Sie gingen anschließend auseinander und trafen sich am Montagabend wieder. Und redeten erneut. Es war nicht die Niederlage gegen Lahr an sich, die Klaus Gallmann schwer im Magen lag, sondern „dass wir sehenden Auges da reingeschliddert sind“, sagt der 27-Jährige und fährt fort: „Wir haben eine unfassbar schlechte Vorbereitung hinter uns und wir haben uns lange hinter dem Schnee, der auf dem Platz lag, und dem Winter  versteckt. Wir haben in den vergangenen Wochen nie richtig den Schalter umgelegt.“ Der 4:3-Heimerfolg gegen Bad Dürrheim und das 0:0 in Bühlertal hätten vieles schöner scheinen lassen, als es ist.  „Wir müssen jetzt aufwachen und wieder mehr trainieren als andere. Nur so werden wir Erfolg haben.“
Die Trainingssituation ist derzeit unbefriedigend für das Trainergespann Klaus und Benjamin Gallmann. Früher waren 16 bis 18 Spieler im Training, derzeit sind es acht bis zwölf. Zu den  Studenten Ralf und Peter Schubnell sowie Stefan Ketterer kommt nun auch Torwart Simon Gantert, der aus Studiengründen nicht mehr am Training teilnehmen kann, ebenso wie die derzeit beruflich verhinderten Manuel Werner und Niklas Eckert. „Wir haben aktuell ein schwaches Niveau im Training“, sagt Klaus Gallmann, „die Niederlage gegen Lahr war die logische Folge und es war ein Signal. Ich hoffe, das haben alle verstanden.“
Grund zur Panik besteht jedoch nicht. Der FC Neustadt hat ein Spiel verloren und zehn weitere Endspiele  vor sich. Am Sonntag bekommen es die Blauen mit dem FC Auggen zu tun, der das Hinspiel im Jahnstadion in der Nachspielzeit mit 1:0 gewonnen hat. „Der Gegner war damals eine Klasse besser und wir haben gespielt, wie wir es eigentlich nicht tun: Wir standen hinten drin. Ich hoffe, dass wir dieses Mal ein anderes Bild abgeben“, sagt Klaus Gallmann. Aufgrund des Fehlens von Stefan Ketterer und Peter Schubnell wäre ein Punkt im Weindorf – Gallmann: „Wir sind krasser Außenseiter“ –  ein gefühlter Neustädter Sieg.

 
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