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Mittwoch 12.07.17 10:20 Uhr|Autor: Miesbacher Merkur: Hans Spiegler und Julia Pawoovs931
Ein Teil der Neuzugänge: (v.l.) Abteilungsleiter Adrian Saft begrüßt Christopher Korkor, Emin Kaya, Maximilian Biegel und Franz Fischer an der Haidstra- ße. Zudem verstärken Burhan Bahadir, Enes Kiran, Nicolas Röhrle und Stefan Zimmerhakl das Bayernliga-Team des TuS Holzkirchen. FOTO: THOMAS PLETTENBERG

TuS-Coach Sugzda: „Was wir haben, ist Kampfgeist und Wille“

Holzkirchens Trainer Gediminas Sugzda über das Abenteuer Bayernliga Süd

Trainer Gediminas Sugzda spricht im Interview über die Vorbereitung, die Neuzugänge und das Abenteuer Bayernliga Süd



Holzkirchen – Historische Monate, eine perfekte Saison und Wochen voller Feierlaune liegen hinter den Fußballern des TuS Holzkirchen. Nach dem Aufstieg startet die Mannschaft von Trainer Gediminas Sugzda (48) am Samstag in ihre erste Spielzeit in der Bayernliga Süd. Vor einer der letzten Trainingseinheiten sprach Holzkirchens Coach über den Verlauf der Vorbereitung, die Chancen, die Liga zu halten und die Veränderungen im Kader.

Herr Sugzda, eine unglaublich erfolgreiche Saison liegt hinter Ihnen und Ihrer Mannschaft. Wie wichtig ist es, diese Euphorie mit in die Bayernliga zu nehmen?

Es ist sehr wichtig, diese gute Laune nach den Top-Ergebnissen weiterzutragen. Gerade die knappen Siege haben uns immer besser und souveräner gemacht. Auch jetzt wollen wir wieder gut starten und starke Leistungen bringen, sodass die Jungs merken, dass sie auch in der Bayernliga gewinnen können. Dann wird auch diese besondere Stimmung bleiben.

-In der doch sehr intensiven Landesliga-Saison sind einige Spieler über sich hinausgewachsen. Lässt sich so etwas nochmals über eine gesamte Spielzeit wiederholen?

Ja, warum nicht? Ich denke, wir haben ein Team, das auch in der Bayernliga spielen kann – wenngleich wir natürlich nicht so oft wie letztes Jahr gewinnen werden. Ich will aber, dass wir unser Spiel wieder durchziehen, attraktiven Fußball zeigen und dann die nötigen Punkte sammeln. Klar sind die Gegner von einem anderen Kaliber, besonders im physischen Bereich. Aber es wird super spannend, und ich traue meiner Mannschaft einiges zu.

Gibt es neben dem Klassenerhalt auch andere Ziele, die Sie erreichen wollen? Möglicherweise etwas, was spielerische Aspekte betrifft?

An unserer Spielweise werden wir nicht viel ändern. Es kann nur sein, dass der Gegner uns dazu zwingt. Wir haben beispielsweise jetzt in den vergangenen Jahren zwei Mal gegen Pullach gespielt, und bei so einer starken Truppe konnten wir uns nicht entfalten, da sie uns ihr Spiel aufgedrückt haben. Da müssen wir uns dann anpassen.

Inwiefern?

Hier gilt es dann, sich auf defensive Aufgaben zu konzentrieren und bei Gelegenheit schnell nach vorne umzuschalten. Außerdem müssen wir bei Ballverlusten hinten schnell wieder Ordnung herstellen, was in der vergangenen Saison teilweise mangelhaft war. Auch unsere Standards müssen wir noch besser verwerten, da dies eine sehr gute alternative Waffe sein kann, wenn es spielerisch nicht läuft.

Wie schlägt sich das alles momentan auf dem Trainingsplatz nieder?

Wir trainieren gerade sehr intensiv und müssen uns eine höhere Physis, die in dieser Liga viele Spiele gewinnen kann, aneignen. Wir werden das Programm stetig steigern und dann unsere notwendige Fitness erreichen.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?

Sehr. Wichtig ist, dass wir unser Pensum, das wir uns selbst als Maßstab gesetzt haben, erreicht haben und das auch fortführen. Wir haben auch einige Verletzte wieder integrieren können, wie etwa Basti Hahn, der schon einige Minuten gespielt hat. Oder auch Marco Höferth, der demnächst wieder anfangen wird.

Es gab vergleichsweise wenige Abgänge zu verkraften. Trotzdem hinterlässt Ljeotrim Sekiraqa eine große Lücke auf der Linksverteidiger-Position. Wie lässt sich diese schließen?

Bis auf Lionel Messi und Cristiano Ronaldo ist so gut wie jeder Spieler zu ersetzen. Natürlich hat Leo auf seiner Position hervorragend gespielt, brillant verteidigt und auch einige wichtige Tore erzielt. Klar vermissen wir sein Spiel und auch sein Verhalten neben dem Platz. Solche Spieler kann jede Mannschaft gut brauchen, aber wir müssen seine Entscheidung, dass er ein bisschen weniger machen wollte, akzeptieren. Wir haben genug Alternativen, um ihn zu ersetzen, wobei der eine Kandidat noch nicht feststeht.

Sind Sie mit den bisherigen Neuzugängen Franz Fischer, Max Biegel, Enis Kieran, Emin Kaya, Christopher Korkor und Burhan Bahadir zufrieden, oder wollen Sie auf dem Transfermarkt noch nachlegen?

Ich denke, dass wir im Extremfall noch den ein oder anderen Spieler ansehen und dann vielleicht nochmals zuschlagen. Es ist aber auch so, dass wir in letzter Zeit sehr viele Anrufe von Spielern und deren Beratern bekommen haben, wobei hier meistens zu wenig Qualität im Spiel ist, wir aber weiterhin homogen trainieren wollen. Mit den bisherigen Neuen sind wir aber rundherum zufrieden. Diese Jungs können unser Spiel bereichern und haben Perspektive.

Eine weitere Neuverpflichtung ist ja – wenn man so will – Sebastian Pummer als zweiter Co- Trainer. Wird er der Mannschaft trotzdem in vollem Umfang als Spieler erhalten bleiben?

Definitiv. Er wird uns voll erhalten bleiben, und ich zähle auf ihn. Wir hoffen, dass er fit bleibt und uns noch mehr weiterhelfen kann.

Haben auch Spieler aus der Zweiten Mannschaft noch die Chance, den Sprung in das Bayernliga-Team zu schaffen?

Die Zweite Mannschaft hat sich den Klassenerhalt in der Kreisliga stark und komplett aus eigener Kraft erarbeitet. Wir sind total glücklich mit der Entwicklung des Teams. Es gibt bei uns sowieso keine Stammplätze. Einige Spieler, wie etwa Florian Mayer oder Riccardo Ferraro, haben dabei auch richtig auf sich aufmerksam gemacht und engagierte Leistungen gezeigt.

Wie ist die Lage bei den A-Junioren?

Auch da haben wir zwei derzeit besonders im Auge: Einmal Dimitri Wilms – er wird aber noch eine Zeit lang verletzt fehlen und Zeit brauchen. Der andere ist Marco Stadlbauer, den wir gleich integrieren wollen. Auch wenn er Zeit brauchen wird, halte ich viel von ihm, weil er eine gute Einstellung hat.

Wie sieht es mit den jährlichen Urlaubern aus?

Das hält sich in diesem Jahr wirklich in Grenzen. So, wie es momentan aussieht, steht nur Josef Sontheim ein Spiel nicht zur Verfügung. Und Max Preuhs könnte uns studiumsbedingt eine Zeit lang fehlen. Jedenfalls gibt es kein zweites Geretsried (Holzkirchen spielte lediglich mit einer Handvoll Stammspieler und kam mit 0:5 unter die Räder, Anm. d. Red.), bei dem wir auf der letzten Rille daherkommen (lacht).

Was ändert sich in diesem Jahr bezüglich der Gegneranalyse? Sind die meisten Kontrahenten bekannt oder der Großteil doch eher Neuland?

Wir werden die Gegner schon ein wenig besser analysieren müssen, da wir in der Landesliga die meisten gekannt haben. Jetzt können wir zum Beispiel teilweise einen Stream verfolgen und Live-Momente ansehen, sodass wir einige Erkenntnisse gewinnen können. Letztendlich wird es mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber wir wollen weiterhin hauptsächlich bei unserem Spiel selbst bleiben.

Ist es ein Vorteil für Ihre Mannschaft, dass Ihr in der Bayernliga noch unbekannt seid?

Das ist mit Sicherheit ein Vorteil – das lässt sich auch statistisch belegen, dass es Aufsteiger im ersten Jahr einfacher haben. Wobei wir darüber nicht viel reden sollten, da die Aufgabe immer noch schwer genug sein wird (lacht). Andererseits muss man auch festhalten, dass wir eigentlich keine Bayernliga-Strukturen haben. Was wir aber haben, ist Kampfgeist und Wille. Und das ist entscheidend.

Pure Vorfreude auf die Bayernliga also?

Absolut. Wir freuen uns darauf, neue Teams, neue Leute und neue Stadien kennenzulernen. Wir wollen uns von unserer besten Seite präsentieren und auch unser Image, welches wir uns mit dieser eng zusammenstehenden Truppe und attraktivem Fußball ein wenig erarbeitet haben, weiter pflegen und Werbung für Holzkirchen machen.

 
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