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Donnerstag 06.04.17 21:10 Uhr|Autor: Matthias Konzok (BZ)1.519
Künftig häufiger in der Weiler Landesliga-Mannschaft zu sehen? Vincent Knab | Foto: Markus Schächtele

SV Weil setzt verstärkt auf Identifikation mit dem Verein

Landesligist forciert Planungen für die kommende Saison +++ Kapitän Fabian Kluge künftig in der Reserve?
Der SV Weil liegt im tabellarischen Niemandsland der Fußball-Landesliga. Doch beim Tabellenneunten richtet sich der Blick ohnehin schon längst in die Zukunft. Das Ziel: eine höhere Identifikation mit dem Verein.

Ein bisschen kam er aus dem Nichts. Sowohl gegen den FC Freiburg-St. Georgen, als auch beim FC Emmendingen stand Vincent Knab zuletzt in der Weiler Startelf. Ungewöhnlich ist dies deshalb, weil der 24-jährige Mittelfeldspieler in den drei Spielzeiten zuvor genau einen Einsatz in der ersten Mannschaft verzeichnet hatte. In der laufenden Runde hingegen liegt Knab bereits bei vier Partien. Und es dürften noch weitere folgen, möglicherweise bereits am Samstag, wenn der SV Weil auf den Tabellenvorletzten SV 08 Laufenburg trifft.

Denn die Beförderung Knabs, Stammkraft der Reserve in der Bezirksliga, in die erste Mannschaft ist ein Vorzeichen des Trainerwechsels zur neuen Saison. Dann übernimmt bekanntlich Tobias Bächle den SVW. Der neue Coach kennt Knab noch aus seiner Zeit als Weiler U-19-Trainer.  Knab zählte wie Sascha Strazzeri und Yannik Weber zu jenem Team, das 2011 in die Verbandsliga aufstieg. Reservespieler wie Vincent Knab und Sandro Samardzic „bekommen nächste Saison die Chance, sich zu beweisen“, sagt der sportliche Leiter Perseus Knab.

Kapitän Fabian Kluge nur noch in der Reserve?

Die Planungen für die neue Runde sind weit gediehen, in die Beratungen und Entscheidungen ist Bächle stets involviert. „Es sieht so aus, dass die Mannschaft zusammenbleibt“, benennt Knab den aktuellen Stand. Doch heißt das im Umkehrschluss nicht, dass jeder Spieler weiterhin in der „Ersten“ kickt. So liebäugelt Kapitän Fabian Kluge damit, kürzerzutreten. Zwar  hat er noch keine Entscheidung getroffen, aber „er tendiert zur zweiten Mannschaft“, sagt Knab. Dort sind inzwischen viele Weggefährten des 33-Jährigen aktiv. „Mit einigen Spielern  geht es schon weit über Freundschaft hinaus“, hatte Kluge einmal gesagt.

Liegt beim Kapitän Eigenantrieb zugrunde, gibt es Kandidaten, bei denen sich aus sportlichen Aspekten eine Versetzung in die Reserve andeutet. Auch weil „wir einen Überhang an Spielern haben werden“, erläutert Knab. Im Sommer rücken elf A-Jugendliche zu den Aktiven auf, möglichst viele wollen die Verantwortlichen in die Landesliga-Mannschaft einbauen. Welche Nachwuchskräfte den Sprung schaffen, muss die Vorbereitung  zeigen. Ziel ist, den Kader „auf eine Größe zu bringen, mit der Tobias Bächle arbeiten kann“. Sprich: 22 Mann.

Darunter sollen sich auch externe Neuzugänge befinden. „Wir suchen einen Neuner, einen klassischen Mittelstürmer“, sagt Knab. Als interne Lösung bietet sich Samardzic an, doch sucht der SVW auch außerhalb des Nonnenholzes nach einem geeigneten Kandidaten. Außerdem auf dem Weiler Suchschirm: „Ein schneller Sechser“.

Doch der Zuwachs von außerhalb wird überschaubar sein. Nachdem der SV Weil in den vergangenen Jahren kaum Nachwuchskräfte in die erste Mannschaft hochziehen konnte, deuten sich wieder bessere Zeiten an. „Die Talsohle ist durchschritten“, sagt Knab. Nicht nur in diesem Jahr drängen viele Talente nach oben, auch für 2018 erwartet er eine zweistellige Anzahl. Ohnehin gilt es, das Niveau im Nachwuchsbereich anzuheben. Mit den A-, B- und C-Junioren – aktuell alle in der Landesliga aktiv – wollen die Weiler zumindest in der Verbandsliga spielen. Die U19 und die U15  liegen auch  auf Aufstiegskurs, die Arbeit des  Jugendleiters Rolf Sutter trägt Früchte.

Der Zufluss an Eigengewächsen soll künftig einen Kader garantieren, „der sich mehr mit dem SV Weil identifiziert“, sagt Knab. „In der Vergangenheit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht.“ Daraus haben die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen, die  Identifikation mit dem Verein ist die oberste Prämisse. „Auch wenn es auf Kosten des Erfolges geht“, sagt der sportliche Leiter. Doch erhöht sich die Identifikation mit dem SV Weil, „dann folgt der Erfolg automatisch“, ist sich Knab sicher.
 
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