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Mittwoch 15.02.17 10:18 Uhr|Autor: Werner Schaupert517
Christoph Hegenbart (rechts) erzielte in der Schlußphase den hochverdienten Ausgleich für die SpVgg SV Weiden beim Testspiel gegen die SpVgg Bayern Hof. F: Wiedel
Schwarz-Blaue trotzen höherklassigen Gelb-Schwarzen
SpVgg SV Weiden holt beachtliches 2:2 beim Regionalligisten SpVgg Bayern Hof +++ Oberpfälzer über die gesamte Distanz spielbestimmend +++ Nur mangelhafte Chancenverwertung verhindert eigentlich verdienten Gästeerfolg

„Eigentlich müssen wir dieses Spiel für uns entscheiden. Unsere Chancenverwertung ist noch nicht so, wie sie sein sollte, da gilt es noch den Hebel anzusetzen“, meinte Weidens neuer Trainer Franz Koller nach dem Schlußpfiff auf der Hofer „Grünen Au“ und fügte noch hinzu: „In Sachen Effektivität konnten wir uns heute abend von den Bayern etwas abschauen.“

Mit seinem Statement traf er den Nagel auf den Kopf, denn eigentlich hätte der Sieger in diesem Testspiel nur SpVgg SV Weiden heißen dürfen. Der Bayernligist war über die gesamte Distanz das spielbestimmende Team und besaß die Mehrzahl der klaren Einschussmöglichkeiten, lag aber nach bereits vier Minuten in Rückstand. Ein individueller Fehler brachte den Ex-Weidener Eduard Root in Position, der zum 1:0 einlochte. Weiden blieb unbeeindruckt, erspielte sich beispielsweise für Josef Rodler und Lukas Hudec beste Chancen, bekam für seine mangelhafte Verwertung aber prompt die Quittung: Nach einer Standardsituation war der tschechische Torjäger Martin Holek zur Stelle und stellte mit dem 2:0 den Spielverlauf quasi auf den Kopf.

Die Schwarz-Blauen steckten den Kopf aber nicht in den Sand, waren im weiteren Verlauf engagiert und mit hohem Aufwand um eine Resultatsverbesserung bemüht und holten sich am Ende durch Treffer von Benjamin Werner und Christoph Hegenbart ein noch mehr als verdientes Unentschieden. „Positiv ist, dass wir uns von Rückschlägen wie heute nicht umwerfen lassen und auch die Kraft und Ausdauer haben, um zurück zu kommen“, bemerkte Franz Koller zur unter dem Strich starken Vorstellung seiner Mannen in Oberfranken.

Dass sein Team nach dem 2:1 gegen den SV Seligenporten nun auch dem zweiten Regionalligisten Paroli geboten hat, bewertet der Weidener Übungsleiter schon aus dem Grund sehr hoch, da er mit einem dezimierten Kader die Reise nach Hof antreten musste. Neben Thomas Schneider (leichte Zerrung) fehlten auch der beruflich verhinderte Andreas Wendl und die beiden Kranken Florian Reich und Stefan Graf. „Hut ab vor den Jungs. Wir haben 90 Minuten wieder alles rausgeholt, obwohl uns erneut mehrere Spieler gefehlt haben“, sagte ein von der Leistung sichtlich angetaner Coach.

Ob die Formkurve nun weiter nach oben zeigt, kann die SpVgg SV nun am kommenden Samstag um 17 Uhr gegen einen weiteren Regionalligisten unter Beweis stellen. Beim SV Schalding-Heining hängen die Trauben hoch, doch die bisher gegen höherklassige Mannschaften erzielten Ergebnisse lassen den Weidener Troß sicherlich optimistisch nach Passau fahren.

 



 
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