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Montag 06.02.17 08:55 Uhr|Autor: Ulrike Schwahn313
Bartosz Barandowski. F: Bock

Prenzlauer donnern sich früh in den Rückrunden-Modus

SC Blau-Weiß Energie gewinnt das Testspiel gegen den VfB Pommern aus Löcknitz deutlich
Zweiter Test - zweiter deutlicher Sieg. Die Landesliga-Elf vom SC Blau-Weiß Energie Prenzlau beweist in der Vorbereitung eine gute Frühform und bezwang am Samstag den VfB Pommern aus Löcknitz klar mit 5:0. Die Uckermärker scheinen schon gut gerüstet zu sein für den anstehenden Kampf in der Rückrunde.



Genau genommen läuft derzeit noch die Hinrunde in Brandenburgs Landesliga-Nord – es fehlt nämlich noch genau eine Partie fürs komplette Winterklassement. Erst wenn der aktuell Dritte aus Prenzlau in zwei Wochen zu den abstiegsbedrohten „74gern“ nach Babelsberg reisen wird, schließt sich der Hinrundenkreis. Diese Partie musste am 3. Dezember nach langem Warten und einigem Durcheinander letztlich aus Witterungsgründen abgesetzt und zum 18. Februar (14:00 Uhr) neu angesetzt werden. Bis dahin bleiben den Prenzlauern noch glatt zwei Wochen, die sie nach den Worten von Chef-Trainer Heiko Stäck äußerst intensiv nutzen wollen: „Dieser Test ist wichtig, um uns auch spielerisch intensiv auf die kommende Rückrunde vorbereiten zu können.“, lies der Erfolgscoach am Freitagabend gegenüber der heimischen Presse wissen. Schon die Mannschaftsaufstellung beeindruckte – nahezu alle Athleten des Kernkaders scheinen pünktlich zurück an Deck. Abermals beeindruckte Prenzlaus Ex-Kapitän, Stephan Bethke. Der nicht nur mit Abstand beste SC-Schütze führt auch in der Torjägerliste der Liga: mit bislang 14 Treffern rangiert der 30-Jährige on-top, gemeinsam mit Bernaus Ümit Ejder. Mit langem Abtasten und reichlich viel „taktischem Einrichten“ suchten beide Teams aufwendig nach Geschlossenheit und eigenen Spielsystemen – kaum ungewöhnlich nach langer Pause ohne Pflichtspiel-Rhythmus.

Prenzlau fand sich nach rund zwanzig Minuten, in denen wenig geschah. Abermals sorgte Bartosz Barandowski immer mehr für kräftig viel Vorwärtsdrang und leitete  nach der Anlaufphase die SC-Führung ein. Stephan Bethke vollstreckte sehenswert und eröffnete nach knapp einer halben Stunde den Torreigen – 1:0 (28.). Sodann richteten sich die Blau-Weißen einen reichlich exakten fünfeinhalb-Minuten-Takt ein: nach toller Kombination fand sich Mittelfeld-Allrounder Marcel Blume halblinks an der Strafraumgrenze wieder, allerdings mit dem Ball am für gewöhnlich gänzlich ignorierten rechten Fuß. Was soll´s, dachte sich der „Kleine“, zog aus zwölf Metern ab und traf mit rechts unten links ins Eck – 2:0, bereits eine erste Vorentscheidung (34.). Und wieder lief der Timer ab, pünktlich nach erneuten fünfeinhalb Minuten konterte Barandowski unglaublich kraftvoll über rechts und ließ mal eben zwei Gegenspieler stehen. Uneigennützig kam die flache Flanke und damit der nächste Assistpoint, denn in der Mitte lief Stephan Bethke pünktlich ein und schob unbedrängt zum 3:0 ein (39.)

Der Pausenstand klang sehr beruhigend, auch für die SC-Trainer, die von ihrem üppigen Wechselkontingent gleich dreifach Gebrauch machten. In der Viererkette machte Abwehrchef Michael Kraft Platz für Pawel Wojtalak und übergab seine Kapitänsbinde an Bartosz Barandowski. Denny Zabel wurde von Andy Schwarz ersetzt, der bislang noch keinen Pflichtspieleinsatz in der „Ersten“ auf dem Konto hat. Und auch die beiden Youngsters tauschten – für Eric Ziese kam der gleichaltrige Ricardo Ludwig auf den Plastikplatz. Auch VfB-Coach Marek Zuk griff kräftig zu seinen Wechseloptionen und brachte gleich vier „Neue“ zum zweiten Durchgang ins Spiel.

Kaum hatte der gänzlich unterbeschäftigte Referee Tobias Collin aus Templin den zweiten Durchgang freigegeben, das machten die Uckermärker genau da weiter, wo sie vor dem Pausentee aufgehört hatten. Mit doppeltem Doppelpass für die Galerie kombinierten sich Robert Sikorski und Marcel Blume bis heran an die ‚Box‘. Diesmal war´s dann doch der geliebte linke Fuß, mit dem Blume akrobatisch ins lange rechte Eck traf und auf 4:0 erhöhte (47.). Dann war etwas die Luft ´raus, beide Teams nahmen sich deutlich zurück – verständlich in dieser frühen Vorbereitungsphase. Einer aber ging dann doch noch: nach einem katastrophalen Rückpass musste VfB-Schlussmann René Grützmacher aus seinem Kasten heraus. Prenzlaus Bartosz Barandowski bewies ein gutes Näschen und ahnte den Fehler. Im Dribbling verhakten sich beide kräftig ineinander, wobei die Hose des 28-jährigen Offensivakteurs (bereits 4 Ligatore) den üblen Textil-Test fast schadlos überstand. Der Ball aber war frei, ein gefundenes Fressen für den mit weitem Abstand jüngsten Kicker auf dem Platz – Ricardo Ludwig schob unbedrängt zum finalen 5:0 ein (89.). Das war sein überhaupt erst erster Treffer Männer-Team der „Ersten“, da werden gewiss alsbald auch Pflichtspieltreffer dazukommen.

Insgesamt ein durchaus zufriedenstellender Test für die Prenzlauer Trainer-Crew Heiko Stäck und Jörg Scharein. In zwei Tests lautet die Bilanz nun 13:1 Tore, so könnte ein kraftvoller Pflichtspielstart in dieses Fußballjahr gelingen. Am Mittwoch (8. Februar) folgt Teil drei der Vorbereitung. Diesmal reisen Keeper Marcin Markiewicz und seine Kollegen nach Pasewalk, wo der heimische PFV (wie Löcknitz in der II. Landesklasse Mecklenburg-Vorpommerns aktiv) zu 19 Uhr auf deren Kunstrasen eingeladen hat. Den Abschluss bildet am nächsten Samstag ein Gastspiel beim befreundeten Dritten der Uckermarkliga SV Eintracht Göritz. Da die gesamte Uckermark noch immer über keinen einzigen Kunstrasenplatz verfügt, findet auch diese Partie wieder in Woldegk statt. Anstoß am 11. Februar wird wieder um 10 Uhr sein.

 
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