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Montag 17.04.17 21:59 Uhr|Autor: Uwe Rogowski (BZ)827
Sportredakteur Uwe Rogowski | Foto: Thomas Kunz
Der FV Lörrach-Brombach hat den Weg nie verlassen
Ein Kommentar von Uwe Rogowski zum Aufstieg des FV Lörrach-Brombach
Es ist vollbracht: Der FV Lörrach-Brombach ist fünf Spieltage vor Saisonende Meister in der Landesliga, Staffel II. Sportredakteur Uwe Rogowski kommentiert den Aufstieg des FV Lörrach-Brombach in die Verbandsliga.

Fußballweisheiten gibt es fast so viele, wie Grashalme auf einem Sportplatz. Eine lautet: Wer in einer Liga oben mitspielt, wäre auch eine Etage höher konkurrenzfähig, sofern es sie gibt. Mit Blick auf die Saison des FV Lörrach-Brombach ist so gesehen eines zu bedauern: Dass die Lörracher nicht schon längst in der Verbandsliga spielen und dort, auf höchster Verbandsebene, den ersten Schritt im Etablierungsprozess angehen konnten. Sie hätten ihn wahrscheinlich mit Sternchen gemeistert. Wer weiß, was sie in den vergangenen Monaten mit Clubs wie dem Freiburger FC angestellt hätten? Das Lörracher Spiel in dieser Saison wirkte unverwundbar. Jugendlich und reif. Innovativ nach vorne, wehrhaft nach hinten. Die Lörracher waren grotesk überlegen,an der Tabellenspitze war die Landesliga so spannend wie ein Steuerformular.

Als Jugend-Magnet ist der Club die Nummer eins am Hochrhein, nicht zuletzt dank der Strahlkraft des Kooperationspartners SC Freiburg. Nun ist der FVLB aber auch bei den Aktiven führend, und angesichts der gelegten Basis und der Rahmenbedingungen, ist nicht anzunehmen, dass dies eine Blase ist, die bald platzt. Vielleicht wird es in der Nachschau einmal heißen: In diesen Jahren damals fing alles an. Denn auch wenn der Verein die leisen Töne pflegt, die Ziele trotz bester Voraussetzungen vorsichtig formuliert, sodass manche Konkurrenten tiefste Tiefstapelei vorwerfen, so sind die Macher  hochgradig ehrgeizig. Und es stehen auch  die nötigen Mittel zur Verfügung, um Spieler zu überzeugen, dass die Luft in Lörrach einfach die beste ist.

Doch es geht um mehr. Vor zwei Jahren, nach der zweiten erfolglosen Relegation, sah es düster aus: Wehrle ging, Erdogan auch. Und andere. Die spielen gegen den Abstieg, wurde geraunzt. Auch in dieser Sportredaktion. Und sage niemand aus dem inneren Zirkel, dass nicht auch intern Veränderungen diskutiert wurden. Aus heutiger Sicht lässt sich sagen: Gut, dass sich die Moser-Fraktion durchgesetzt hat. Anschließend machte der Cheftrainer aus einem Umbruch einen federleichten Übergang. Insbesondere Moser hat in den vergangenen Jahren seinen Weg nie verlassen, dabei vor allem eines beherzigt: die im Verein aus- oder weitergebildeten Jung-Fußballer wie Mayer, Glaser, Böhler, Lismann… gestärkt. Auch deshalb war sechs Jahre nach der Fusion des FVL mit dem FVB diese famose Meisterschaft möglich. Denn der Kader zeichnete sich durch eines der bedeutendsten Elemente im  Mannschaftssport aus: Teamspirit.
 
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