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Sonntag 27.11.16 19:00 Uhr|Autor: Reiner Philipp Koch237
Coach Norbert Hess bringt es auf den Punkt: „Für viel Ballbesitz bekommt man leider keine Punkte.“ Archivbild: C.Germann

Für viel Ballbesitz gibt es keine Punkte

TSG Pfeddersheim leistet sich anfangs zwei dicke Fehler und verliert 1:3 in Hauenstein

Hauenstein. Der Genosse Trend ist kein Freund der TSG Pfeddersheim. Der Fußball-Oberligist unterlag am Samstag mit 1:3 (0:2) auch beim SC Hauenstein. Für das Team von Norbert Hess war das bereits die vierte Niederlage in Serie – die Tendenz zeigt also klar nach unten. Noch lebt die Mannschaft von der Punktesubstanz. Noch. Aber in den beiden Heimspielen am Mittwoch (Nachholpartie gegen Karbach) und am kommenden Samstag gegen Völklingen sind die TSGler gefordert; der Negativlauf muss gestoppt werden. Das weiß auch der Coach: „Wir müssen auch nach unten gucken. Es wird Zeit, dass wir wieder was holen.“



In der Westpfalz bei den Hauensteinern leisteten sich die Pfeddersheimer in der Anfangsphase individuelle Fehler, die auf Oberliganiveau halt bitter bestraft werden. Das Spiel war praktisch nach 13 Minuten verloren. Warum? Weil beispielsweise Simon Bundenthal aus der Fünfer-Abwehrreihe anstatt den Ball wegzuschlagen sich auf einen Zweikampf einließ, foulte und einen Freistoß verursachte. Der landete bei Maximilian Albrecht, der wenig Federlesens machte und einlochte (8.). SC-Trainer Peter Rubeck hatte übrigens interessanterweise in diesem ersten Rückrundenspiel auf Goalgetter Yanick Haag (neun Saisontreffer) verzichtet. Der saß – aus welchen Gründen auch immer – nur auf der Bank.

Fünf Minuten später war Albrecht beim 2:0 wieder zur Stelle. Diesmal leistete sich TSG-Keeper Bakary Sanyang einen dicken Patzer beim Abschlag. Der Ball landete direkt vor den Füßen von Albrecht, der das Runde ins leere Eckige zirkelte. Da war Norbert Hess doch baff und ziemlich angesäuert. „Beide Tore waren extrem ärgerlich und absolut unnötig“, haderte der Trainer. Aber es gab natürlich auch die positiven Seiten bei der TSG. Angefangen hatte das schon damit, dass sich Stürmer Andreas Buch und Abwehrrecke Steffen Litzel trotz noch nicht auskurierter Blessuren voll ins Getümmel stürzten. „Die wollten der Mannschaft helfen, denn wir laufen auf dem Zahnfleisch. Das ist toll“, lobte der Übungsleiter.

Überzeugend war auch die offensive Spielweise des ganzen Teams. Denn die Dreier-Angriffsreihe mit Matthias Tillschneider, Buch und Abdullah Köse kreierte beste Chancen. Tillschneider, der sich wegen seiner Vorstellung in der Offensive später ein Gesamtlob des Trainers redlich verdient hatte, scheiterte in der 25. und 35. Minute jeweils in aussichtsreicher Position.

Die Großchance schlechthin zum Anschlusstreffer hatten die Gäste nach 44 Minuten, als Nico Scherer flankte und Tobias Bräuner in Höhe des Elfmeterpunktes am Tor vorbei schoss. Es sollte nicht sein. „Wir haben eine gute Einstellung und ein gutes Spiel gezeigt. Auch das System hat gestimmt“, so Hess. Dennoch: „Für viel Ballbesitz bekommt man leider keine Punkte.“

Pfeddersheim hatte in der zweiten Hälfte bis auf den Kopfball von Buch (53.) weniger torgefährliche Szenen, auch weil die TSG zuvor viel investiert hatte. In 1:1-Situationen bewährte sich Keeper Sanyang in der Schlussphase mehrfach, bevor dann doch durch einen Konter (Alexander Biedermann, 81.) das viel zu hohe 3:0 fiel. Buch verkürzte nach 85 Minuten noch zum 1:3-Endstand aus Sicht der Gäste. Fazit von Norbert Hess: „Hauenstein war nicht besser, hat aber gewonnen. Entscheidend waren die Fehler am Anfang.“

TSG Pfeddersheim: Sanyang Scherer (64. Wörzler), Ludwig, Litzel, Bundenthal, Krist – Klotz, Bräuner – Tillschneider, Buch, Köse.



 
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