FuPa-Shop Vereinsverwaltung
Suche
Mittwoch 19.04.17 15:00 Uhr|Autor: Stephan Neumann1.184
3
"Das einstimmige Ergebnis kann man nur zusammenfassen unter: ,Sie wissen nicht, was sie tun'", kritisiert der Kreischef die Entscheidung. F: Rinke

Elsenbast: Beschluss sorgt für Chaos

Kreischef reagiert mit Brief an Vereine auf In-Konkurrenz-Entscheidung des Verbands-Präsidiums

Wiesbaden . Der Wiesbadener Kreisfußallwart Dieter Elsenbast hat in einem Brief an alle Wiesbadener Amateurfußball-Vereine seine persönliche Reaktion auf den Beschluss des Verbands-Präsidiums zum Ausdruck gebracht, in dem sechs Clubs bis 2019 das Recht eingeräumt wird, mit der zweiten Garnitur weiter in offiziellen Klassen zu spielen. Völlig unklar ist nun, welche Liga-Konstellationen sich für 2017/18 ergeben und ob rechtzeitig ein tragfähiges Konzept entwickelt wird. „Wir warten noch auf die Begründung und werden uns dann rechtliche Schritte überlegen. Das ist im Gesamten eine verfahrene Situation, die die Vereine auszubaden haben. Der Präsidiumsbeschluss hat Chaos erzeugt“, sagt Elsenbast mit Blick auf die Zusammenkunft des Kreisfußballausschusses am Dienstag. Danach werde man eine Erklärung abgeben.



Der Elsenbast-Brief in Auszügen: „Werte Sportfreunde, nach langen Wochen und Monaten der Diskussion hat sich das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbands in der Causa Reserven in Konkurrenz zu einer Entscheidung bequemt. Das einstimmige Ergebnis kann man nur zusammenfassen unter: ,Sie wissen nicht, was sie tun.’

Unabhängig von der rechtlichen Bewertung führt diese Entscheidung zu einem Chaos in der Spielgestaltung für die kommende Spielzeit. Es obliegt nun der Weisheit und Kompetenz des Verbandsfußballwarts und seines ,Ghostwriters’, für die Wiesbadener Vereine ein annehmbares Konzept zu entwickeln.

Der Kreisfußballausschuss hatte dieses 2016 entwickelt, was letztlich vom Verbandsausschuss bestätigt und veröffentlicht wurde. Der Kreisfußballausschuss ist immer davon ausgegangen, dass dieses verabschiedete Spielgeschehen Bestand hat. Aber in diesem Verband ist ganz augenscheinlich nichts unmöglich.

So schauen wir, was nun auf den Weg gebracht wird. Leidtragende dieser unsäglichen Entscheidung sind alle Wiesbadener Vereine der unteren Klassen, die vielen Ehrenamtlichen dieser Vereine, die sich um den Bestand Sorgen machen müssen. Aber auch die, denen der Glaube an ein demokratisches Verfahren und insbesondere die immer wieder als Banner von den Entscheidungsträgern vorangetragene Maxime der ,Basisnähe’ in diesem Verband verloren gegangen ist. Leider ist festzustellen, ganz dem Zeitgeist entsprechend, dass die Durchsetzung der eigenen Interessen ohne Rücksicht auf die Gesamtheit mit Unterstützung der Entscheidungsträger dieses Verbandes von Erfolg gekrönt ist.“



 
3 Kommentare4 Mitleser |
Du möchtest mitdiskutieren? Jetzt hier anmelden.