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Mittwoch 12.07.17 11:10 Uhr|Autor: csv2.540
Uli Karmann geht mit einer völlig neuformierten Truppe an den Start F: Becherer

Karmann: »Wir haben die Meßlatte sehr hoch gelegt«

Nach Platz sechs in der Vorsaison und namhaften Neuzugängen: DJK Vilzing muss mit einer gestiegenen Erwartungshaltung zurechtkommen
Nach Platz sechs in der Vorsaison und einigen namhaften Neuzugängen wird die DJK Vilzing in der Bayernliga Süd zum Favoritenkreis gezählt. Am Sonntag startet die Spielzeit 2017/2018 für Kapitän Christoph Schwander und seine Kameraden mit einem Heimspiel gegen die U21 des TSV 1860 München. Coach Uli Karmann lässt die Vorbereitung Revue passieren und gibt einen Einblick, mit welcher Erwartungshaltung er in die neue Saison geht.

Uli, die vierwöchige Vorbereitung ist zu Ende. Welchen Eindruck hast du von deiner neuformierten Truppe gewonnen?
Uli Karmann (51): Der Umbruch bei uns war enorm. Viele Spieler, die zum Teil langjährige Stammspieler waren, haben den Verein verlassen, im Gegenzug sind zehn Spieler gekommen. Im Offensivbereich wurde die Qualität zweifellos erhöht, aber es ist klar, dass sich eine völlig neu zusammengestellte Mannschaft nicht auf ein paar Wochen finden kann. Die Vorbereitung war nicht schlecht, aber wir haben schon noch einige Baustellen.

Wo liegen deiner Meinung nach noch die größten Defizite?
Wir haben in der Vorsaison viele Spiele gehabt, an denen wir am Limit spielten. Mit einer extrem hohen Aggressivität und Laufbereitschaft haben wir einen tollen sechsten Tabellenplatz erreicht, den uns vor der Saison niemand zugetraut hätte. Einige unserer neuen Spieler müssen unsere Spielphilosophie erst verinnerlichen, was aber normal ist. Jeder Trainer hat andere Vorstellungen und Schwerpunkte. Auch in der Gruppe muss sich eine Mannschaft entwickeln, jeder Spieler muss sich einfügen und bestimmte Aufgabe übernehmen. Das sind Prozesse, die nicht von heute auf morgen funktionieren. Außerdem haben wir mit Sebastian Niebauer einen Spieler verloren, der eine überragende Frühjahrsrunde spielte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass unsere Defensive sehr stabil stand.

Karmann: »Wir werden nur Erfolg haben, wenn jeder Spieler bereit ist, auf dem Platz Vollgas zu geben. Die Arbeit gegen den Ball ist die Basis für unser Spiel.«



Dennoch ist die Erwartungshaltung mit Verpflichtungen von Spielern wie André Luge und Michael Faber enorm. Wohin geht die Vilzinger Reise?
Wir haben die Meßlatte sehr hoch gelegt. Durch den sechsten Platz in der letzten Saison ist es logisch, dass die Erwartungshaltung gestiegen ist. Wir werden aber nur Erfolg haben, wenn jeder Spieler bereit ist, auf dem Platz Vollgas zu geben. Die Arbeit gegen den Ball ist die Basis für unser Spiel. Spieler wie Andre Luge und Michael Faber haben natürlich großes Potenzial und können uns definitiv weiterhelfen. Beide Spieler haben aber speziell nach der Winterpause beim Jahn wenig Einsatzzeiten gehabt und ihnen fehlt deshalb die notwendige Spielpraxis. Das macht sich bemerkbar und beide sind noch nicht bei 100 Prozent.

Hankofens Manager Walter Brunner hat die DJK Vilzing kürzlich in einem Zeitungsinterview zum Topfavoriten der Bayernliga Süd auserkoren, der durch die Liga marschieren wird. Kannst du die Meinung des SpVgg-Urgesteins teilen?
Es freut mich, dass Walter so eine hohe Meinung von uns hat. Aber er hat scheinbar vergessen, dass die Vereine aus dem Münchener Raum kadermäßig nochmal auf einem ganz anderen Level sind. Auch Schwabmünchen hat mittlerweile eine richtig tolle Truppe, zudem kommt mit Neumarkt ein Team in die Liga, das in der Bayernliga Nord ganz vorne mitgespielt hat. Auch die Aufsteiger werden die Liga bereichern, vor allem Schwaben Augsburg soll eine ganz starke Mannschaft haben. Ich denke, dass zehn bis zwölf Mannschaften das Zeug haben, vorne mitzuspielen. Wir gehören zu diesem Kreis und werden alles daran setzen, eine gute Rolle zu spielen.


Am Wochenende kommt der TSV 1860 München II ins Manfred-Zollner-Stadion. Ein schwer einzuschätzender Gegner, oder?
Definitiv. Die Junglöwen sind momentan eine Wundertüte, zumal man bei zweiten Mannschaften nie weiß, wieviel Spieler von oben dabei sein werden. Wenn die Sechziger ihre Reserve wirklich mit so einer blutjungen Truppe wie angekündigt besetzen, fehlt diesen Spielern natürlich etwas die Erfahrung. Aber man darf nicht vergessen, dass bei 1860 kein Spieler dabei ist, der nicht in der Jugend-Bundesliga ausgebildet wurde. Wir stellen uns auf eine kniffelige Aufgabe ein. Aber wir haben ein Heimspiel und möchten natürlich mit einem Sieg starten.

 
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