2025-08-28T05:22:00.927Z

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Nico Karger (M.) hat gegen Landsberg den Ausgleich auf dem Fuß, aber Landsbergs Leimeister (nicht im Bild) hält überragend.
Nico Karger (M.) hat gegen Landsberg den Ausgleich auf dem Fuß, aber Landsbergs Leimeister (nicht im Bild) hält überragend. – Foto: Bruno Haelke

🗣: Landsberg nach Achtungssieg gewarnt – Romert lobt nach 1860-Remis

3. Spieltag der Bayernliga Süd

Freude beim TuS über den ersten Bayernliga-Sieg: Gegen Kottern verteidigten die Geretsrieder exzellent. Schwaig siegt erneut dank einer konzentrierten Leistung. Bei 1860 München II ist Alper Kayabunar zwar mit dem Einsatz seiner Mannschaft zufrieden, macht aber ein Manko aus, woran jetzt gearbeitet werden muss. Josef Steinberger lobt seiner Mannschaft trotz der 2:3-Pleite, bei der ein Bettrich-Geistesblitz und Landsbergs Leimeister mehr verhindern. Siegertrainer Alexander Schmidt warnt nach dem starken Spiel vor Türkgücü. Trotz des gebrauchten Tags für die Münchner sah der TSV-Trainer im kommenden Gegner, eine starke Mannschaft. Die Stimmen und Reaktionen zum 3. Spieltag der Bayernliga Süd.

"Gebrauchter Tag" für Türkgücü München – Kirchanschöring gibt "Antwort auf dem Platz"

Slaven Skeledzic, Trainer von Türkgücü München: »Es war ein absolut gebrauchter Tag. Wir haben gut angefangen und hatten die erste Chance durch einen Fernschuss von Saglam, mussten aber im Gegenzug schon beim ersten Konter von Kirchanschöring, das 0:1 hinnehmen. Nach dem unser Mittelfeldstratege Redzic verletzungsbedingt ausfiel (21. Spielminute) und wir direkt das 0:2 durch den zweiten Angriff des Gegners bekommen haben, lies das 0:3 nicht lange auf sich warten und somit nahm das Unheil seinen Lauf.

In der zweiten Halbzeit haben wir taktisch und personell zwar vieles probiert, haben versucht, das Spiel zu drehen bzw. erstmal zu verkürzen, aber das 0:4 hat uns endgültig den Stecker gezogen. Glückwunsch an Kirchanschöring für ein sehr engagiertes Auswärtsspiel. Wir müssen uns jetzt kurz schütteln und haben mit dem Auswärtsspiel am kommenden Freitag beim TSV Landsberg den nächsten Kracher vor der Brust. Dass da eine Wiedergutmachung stattfinden muss, ist selbstredend.«

Thomas Leberfinger, Trainer des SV Kirchanschöring: »Es war hochverdienter Sieg für uns, der auch in der Höhe in Ordnung ist. Vorab war es etwas turbulent bezüglich der Spielstätte, aber meine Mannschaft hat die richtige Antwort auf dem Platz gegeben.«

Geretsried feiert ersten Bayernliga-Sieg – Einwechselspieler mit »starken Impulsen«

Daniel Dittmann, Trainer des TuS Geretsried: »Wir haben uns auf das Spiel in Kottern sehr gut vorbereitet, da uns bewusst war, dass wir auf eine erfahrene Bayernligamannschaft mit gestandenen Spielern treffen. Unser Ziel war es, dem frech entgegenzutreten. Wir wussten um die Stärke von Kottern bei langen Bällen und ihren vielen Tiefenläufen sowie gegengleichen Bewegungen, darauf waren wir eingestellt. Die Jungs haben das defensiv exzellent gelöst, eine gute Höhe in der Kette gehalten und so aus dem Ballbesitz heraus kaum Chancen zugelassen. In den ersten 15 Minuten gab es allerdings zwei individuelle Fehler im Aufbauspiel, wodurch Kottern zu zwei sehr guten Gelegenheiten kam – da hat uns unser starker Keeper im Spiel gehalten. Ab der 15. oder 20. Minute haben wir dann keine Chance mehr zugelassen, uns stabilisiert und auch im Spielaufbau verbessert. Nach einem gut getretenen Freistoß aus dem Halbfeld entstand etwas Unruhe im Sechzehner, und Rosina war hellwach und hat den Ball zur Führung für uns über die Linie gedrückt. In der zweiten Halbzeit wollten wir genauso weitermachen, haben engagiert und leidenschaftlich verteidigt – der Platz wurde immer holpriger, was für uns ein weiteres Zeichen war, alles reinzuwerfen. Unsere Einwechselspieler haben starke Impulse gesetzt und für Entlastung gesorgt. Wir haben dann im richtigen Moment das 2:0 nachgelegt und das Spiel damit entschieden. Ich freue mich sehr, dass wir auswärts zu null gespielt haben und über unseren ersten Bayernliga-Sieg. Jetzt richten wir den Fokus akribisch auf das kommende Spiel gegen Heimstetten

Schwaig holt »konzentriert« die nächsten drei Punkte – Sonderlob für den Schiedsrichter

Christian Donbeck, Trainer des FC Sportfreunde Schwaig: »Ein rassiges Bayernligaspiel mit einem sehr guten Schiedsrichtergespann. Zur Halbzeit hätten wir, bei besserer Chancenauswertung, mit 3:0 führen können. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir sehr konzentriert gespielt und schlussendlich verdient gewonnen.«

Bettrich-Sensationstor für Landsberg – Schmidt warnt nach Achtungserfolg vor Türkücü München

Alexander Schmidt, Trainer des TSV Landsberg: »Wir waren gegen Pipinsried über weite Strecken die bessere Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und hätten eigentlich mit 2:0 in Führung gehen müssen. Natürlich hatte Pipinsried auch Chancen, aber insgesamt waren wir überlegen und haben die langen Bälle sehr gut verteidigt, mit denen sie uns überraschen wollten. In der zweiten Halbzeit bekommen wir dann einen etwas unglücklichen Ausgleich durch einen abgefälschten Schuss, aber kurz darauf erzielt Bettrich ein Sensationstor mit einem Vollspannschuss, weil er gesehen hat, dass der Torwart zu weit vor dem Tor steht. Damit krönt er seine Leistung. Danach war es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden weit vor dem Tor steht. Hinten raus hat Pipinsried dann alles nach vorne geworfen, wodurch es immer schwierig wird, die zweiten Bälle im Sechzehner zu verteidigen. Da hat uns Leo Leimeister im Tor mit starken Paraden die drei Punkte gesichert. Das 3:1 von Maxi Berwein war am Ende natürlich auch sehr wichtig für uns.

Insgesamt: Ein verdienter Sieg, die Mannschaft hat vieles gut umgesetzt, auch wenn wir nicht alles zu 100 Prozent verteidigt haben. Daran müssen wir arbeiten und unser Ziel bleibt, in Zukunft auch mal die Null zu halten. Vorne treffen wir regelmäßig, aber hinten dürfen wir keine Gegentore mehr zulassen. Jetzt stehen mit Schwaben Augsburg und am Freitag mit Türkgücü München schwere Aufgaben bevor. Türkgücü habe ich beobachtet, sie machen das mit ihrer jungen Mannschaft eigentlich nicht schlecht. Die sind brandgefährlich.«

Pipinsried belohnt sich gegen Landsberg nicht – Bettrich-Geistesblitz »spielentscheidend«

Josef Steinberger, Trainer des FC Pipinsried: »Landsberg war der erwartet schwere Gegner. Es war ein Spiel auf hohem Niveau mit viel Tempo. Die ersten 15 Minuten waren relativ ausgeglichen, dann hatte Landsberg etwa 20 Minuten Übergewicht und wir haben wenig Zugriff bekommen. Landsberg macht dann das 1:0 und hätte sogar auf 2:0 erhöhen können, aber Maxi Engel hält uns mit einer sensationellen Parade im Spiel. Gegen Ende der ersten Halbzeit sind wir wieder besser ins Spiel gekommen, besonders über die Außen haben wir uns einige Möglichkeiten erspielt, die wir aber nicht genutzt haben. Nach der Pause machen wir postwendend den Ausgleich, haben das Momentum eigentlich auf unserer Seite, doch nur eine Minute später hat Lukas Bettrich einen Geistesblitz, handelt schnell und trifft mit einer technisch brutalen Qualität von der Mittellinie – das war natürlich eine spielentscheidende Szene.

Trotzdem ein Kompliment an meine Mannschaft: Wir haben konsequent nach vorne gespielt und waren danach die Mannschaft, die am Drücker war. Wir erspielen uns drei, vier gute Möglichkeiten, nutzen sie aber nicht oder der Torwart hält gut. Dann macht Berwein mit seiner individuellen Qualität das 3:1, wobei wir da nicht konsequent genug verteidigen. Trotzdem haben wir nie aufgegeben, machen noch den Anschlusstreffer und haben durch Karger die Riesenchance zum Ausgleich, aber der Torwart hält erneut überragend und nimmt uns so den verdienten Lohn. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir den Punkt verdient gehabt, das wäre auch ein gerechteres Ergebnis gewesen. Nichtsdestotrotz Glückwunsch an Landsberg. Wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn es bitter ist, nach zwei Spielen nur einen Punkt zu haben. Aber wir wissen um unsere Qualitäten und werden unsere Punkte holen.«

1860 München II hadert mit Remis gegen Heimstetten – Alper Kayabunar mit Leistung zufrieden

Sarah Romert, Trainerin des SV Heimstetten: »Wir sind in den ersten Minuten gut ins Spiel gekommen und waren gegen den Ball sehr präsent, auch mit Ball ordentlich. Die spielerischen Lösungen, die wir uns erhofft hatten, haben wir noch nicht ganz gefunden, aber wir waren voll da und gehen insgesamt verdient mit 1:0 in Führung. Wir hätten noch das 2:0 machen können, kassieren dann aber das 1:1, was fair war, weil 1860 in den letzten 20, 25 Minuten am Drücker war und uns das Leben schwer gemacht hat. Da waren wir nicht mehr so mutig und präsent in den Zweikämpfen und Sechzig einfach präsenter. Die rote Karte war aus unserer Sicht keine; wir haben es im Video nochmal angeschaut. Das war in so einem Spiel natürlich extrem bitter. Umso größer das Lob an die Jungs: Sie haben mit einem Mann weniger großartig verteidigt und unglaubliche Energie auf den Platz gebracht. Aus unserer Sicht hätten wir nach der roten Karte auch noch einen Elfmeter bekommen müssen, der aber ausgeblieben ist. Insgesamt geht das 1:1 in Ordnung, gerade weil 1860 in Überzahl nochmal vor unser Tor gekommen ist. Wir haben aber bis zum Schluss in letzter Konsequenz gut verteidigt und sind mit dem Punkt, angesichts des Spielverlaufs, absolut zufrieden.«

Alper Kayabunar, Trainer des TSV 1860 München II: »Am Ende ist das für uns ein enttäuschendes Ergebnis. Wir hätten die drei Punkte gerne mitgenommen, aber mit der Art und Weise bin ich zufrieden. Beide Teams sind schwer ins Spiel gekommen, es war gerade in der Anfangsphase sehr kampfbetont, auch wegen des starken Regens. Genau in dieser Phase kassieren wir das Gegentor, reagieren aber super darauf und erzwingen noch vor der Halbzeit den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit ging es meiner Meinung nach nur in eine Richtung – Heimstetten hatte im gesamten Spiel zwei Torchancen. Wir waren sehr oft im Strafraum, hatten viele Möglichkeiten und nach der roten Karte, die aus meiner Sicht absolut berechtigt war, waren wir in Überzahl. Heimstetten stand dann sehr tief, aber wir kamen trotzdem häufig zu Abschlüssen, einer wurde sogar auf der Linie geklärt. Ich denke, wir waren dem Sieg sehr nah, haben es aber leider nicht geschafft, das 2:1 zu machen. Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden, einzig die Chancenverwertung – bei einem Verhältnis von etwa 12:2 – müssen wir klar bemängeln. Daran werden wir arbeiten, aber insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg.«

Neuer Bayernliga-Spitzenreiter Erlbach zeigt „absolut souveräne“ Leistung in Augsburg

Lukas Lechner, Trainer des SV Erlbach: »Eine absolut souveräne Leistung von unserer Mannschaft heute. Wir konnten unseren überzeugenden Auftritt mit drei verdienten Punkten belohnen. Wir haben es über 90 Minuten geschafft, eine konzentrierte und gute Leistung gegen einen schwer zu bespielenden Gegner zu zeigen und zu den richtigen Zeiten, kurz vor und nach Halbzeit, die Tore zu erzielen.«

Aufrufe: 04.8.2025, 15:18 Uhr
Boris ManzAutor