2025-08-28T05:22:00.927Z

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Lukas Bettrich erzielte sein erstes Tor im Dress des TSV Landsberg.
Lukas Bettrich erzielte sein erstes Tor im Dress des TSV Landsberg. – Foto: Thomas Ernstberger

Bettrich gelingt "Sensationstor": TSV Landsberg gewinnt Top-Spiel

TSV feiert Auswärtserfolg

Der TSV Landsberg übernimmt nach dem 3:2-Erfolg beim FC Pipinsried vorübergehend die Tabellenführung der Bayernliga Süd – punktgleich mit dem SV Erlbach. Und feiert dabei einen Traumtorschützen, dem sein erstes Tor für den TSV gelang.

Landsberg – Es sollte das Duell der Top-Torjäger werden. Doch bei Landsbergs 3:2 am Freitagabend beim FC Pipinsried, gingen in einem richtig guten und spannenden Bayernligaspiel im Dachauer Hinterland sowohl Jeton Abazi als auch Nico Karger, der Ex-Löwe und -Bayernliga-Torschützenkönig im FC-Trikot, leer aus. Dabei hatte TSV-Mittelstürmer Abazi eine Torchance, die er normalerweise mit geschlossenen Augen reinmacht.

„Das war die größte Chance des ganzen Spiels“, so Trainer Alex Schmidt über die Szene in der 31. Minute, die das beruhigende 2:0 hätte sein müssen. Auf der anderen Seite konnte sich der frühere Landsberger Karger nie richtig in Szene setzen. TSV-Kapitän Maxi Holdenrieder, der nach Verletzungspause seine Saisonpremiere feierte, meldete seinen Ex-Kollegen komplett ab.

Neuzugang gibt gleich sein Startelf-Debüt – Bettrich gelingt Traumtor

Apropos Saisonpremiere: Schmidt ließ Neuzugang Levin Schaber, der gerade erst verpflichtet wurde, gleich als linker „Schienenspieler“ in der Startelf ran – bis zur Auswechselung in der Pause (weil mit Gelb belastet) eine starke Vorstellung des Ex-Heidenheimers. „Er hat sich gleich super eingefügt, ist eine richtige Verstärkung für uns“, lobte der Coach den 21-Jährigen.

Weil das „Duell der Top-Torjäger“ eine Nullnummer wurde, mussten andere in die Bresche springen. Daniele Sgodzaj, dessen 1:0 (18.) bereits sein zweites Saisontor (plus eine Vorlage) war, Maxi Berwein, dessen 3:1 (78.) die Tor-Premiere und Tor-Beteiligung Nummer fünf im dritten Spiel war. Und vor allem der Mann mit der Rückennummer 6, der schon in der Vorbereitung dreimal getroffen hatte und dem in Pipinsried im 34. Einsatz endlich sein erstes Bayernliga-Tor im TSV-Dress gelang.

Es war aber kein gewöhnlicher Treffer, den Lukas Bettrich da auf den Pipinsrieder Fußballplatz zauberte. Unmittelbar nach dem Ausgleich der Gastgeber (49.) durch den Stürmer mit dem wohlklingenden Namen Pablo Rodriguez-Benitez (besitzt die kolumbianische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft) sah die Landberger „Kampfmaschine“, dass FC-Torwart Maxi Engl (früher 1860 München) zu weit vor seinem Kasten steht.

„Bette“ zog noch hinter der Mittellinie mit Links ab und machte über den Keeper hinweg ein Tor Marke „Tor des Monats“. Das war „ein Sensationstor, bezeichnend für die großartige Entwicklung, die Bettrich bei uns genommen hat. Er ist aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken“, freute sich Trainer Schmidt. Sein Kunstschütze, längst absoluter Leistungsträger und einer der wichtigsten Spieler beim TSV, blieb gewohnt bescheiden: „Den Ball hab‘ ich gut getroffen“, lautete sein Kommentar zum „Coup von Pipinsried“.

Leimeister hält Auswärtssieg fest – Auf Landsberg warten zwei Highlight-Spiele in vier Tagen

Zweiter Saisonsieg im Duell von zwei starken Mannschaften eingefahren – auch weil Keeper Leo Leimeister in der Nachspielzeit noch einen Knaller sensationell aus dem Kreuzeck fischte. Dazu beste Offensive der Liga (zehn Tore) und mit sieben Punkten erst mal ein Tabellenplatz unter den Top-Teams – das macht Mut für die beiden Kracher-Heimspiele, die jetzt anstehen.

Am Dienstag kommt Regionalligist Schwaben Augsburg (am Samstag 1:4 gegen Eichstätt) zum Toto-Pokal-Hit in den 3C-Sportpark, dann bereits am Freitag Regionalliga-Absteiger Türkgücü München, beides Ex-Vereine von Alex Schmidt. Anpfiff jeweils um 19 Uhr. An diese Anstoßzeit müssen sich die Landsberger Fans jetzt vorerst gewöhnen: Bis Ende September tritt der TSV zuhause fünfmal am Abend an. „Die Spieler haben so am Wochenende frei und wir haben weniger Konkurrenz durch andere, gleichzeitig stattfindende Spiele, auch aus den Profiligen“, so Abteilungsleiter Nico Held. Er meint: „Samstag, 14 Uhr, ist für viele Zuschauer ein schwieriger Termin.“

Aufrufe: 03.8.2025, 17:53 Uhr
Thomas ErnstbergerAutor