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Spielvorbericht

Zwischen Spitzenmannschaft und Personalsorgen

Am kommenden Wochenende treffen mit dem 1. FC Greiz und dem VfR Bad Lobenstein zwei Mannschaften aufeinander, die aus den ersten beiden Rückrundenspielen die maximale Punktausbeute geholt haben.

von Fabian Göb · 05.03.2026, 23:00 Uhr · 0 Leser
Cheftrainer Kevin Brettfeld (Bildmitte) und sein 1. FC Greiz sind aktuell die Mannschaft der Stunde in der Landesklasse 1.
Cheftrainer Kevin Brettfeld (Bildmitte) und sein 1. FC Greiz sind aktuell die Mannschaft der Stunde in der Landesklasse 1.

Der 1. FC Greiz ist stark aus der Winterpause gekommen. Zwei Siege nach der Unterbrechung, insgesamt fünf Erfolge in Serie und nur drei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze – die Formkurve zeigt klar nach oben. Vor dem Heimspiel gegen den VfR Bad Lobenstein spricht Trainer Kevin Brettfeld über Gründe für den Lauf, defensive Stabilität, realistische Ziele und die schwierige Personalsituation.

FuPa Thüringen: Hi Kevin, der 1. FC Greiz ist mit zwei Siegen perfekt aus der Winterpause gekommen. Liegt das an einer guten Vorbereitung oder gibt es dafür noch weitere Gründe?

Kevin Brettfeld: Das liegt einzig und allein an der Qualität der Mannschaft. Unsere Vorbereitung war alles andere als optimal – schlechte Platzbedingungen, ein extrem kleiner Trainingskader aufgrund zahlreicher Verletzungen und Erkrankungen. Aktuell profitieren wir von der individuellen Klasse einzelner Spieler und haben zudem das nötige Spielglück auf unserer Seite.

FuPa Thüringen: Besonders auffällig ist, dass in den letzten drei Spielen in der Liga hinten immer die Null stand. Lag zuletzt und auch in der Vorbereitung ein besonderer Fokus auf der Defensivarbeit?

Kevin Brettfeld: Nicht speziell. Natürlich wollen wir defensiv diszipliniert verteidigen, aber wir haben keinen außergewöhnlichen Schwerpunkt darauf gelegt. Ich denke, dass wir durch eine leichte Systemumstellung mehr Stabilität gewonnen haben. Außerdem ist Nils Ole Petersen im Tor mit einer starken Verfassung ein echter Gewinn für uns. Auch beim Spiel gegen den FC Thüringen Jena war er derjenige, der drei Großchancen stark pariert hat und uns somit den Sieg festhielt.

FuPa Thüringen: Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Ligaspielen habt ihr euch nun mit in die Verfolgerrolle der Tabellenspitze eingereiht und lauert mit nur drei Punkten dahinter. Was geht da noch in dieser Saison bzw. was sind die internen Ziele?

Kevin Brettfeld: Wir hoffen zunächst, dass wir die kommenden zwei bis drei Wochen gut überstehen. Wir haben zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen und freuen uns über jeden Spieler, der ins Team zurückkehrt. Auch unsere zweite Mannschaft unterstützt uns derzeit, damit wir am Wochenende genügend Spieler zur Verfügung haben. Es ist eine tolle Momentaufnahme, wieder oben angreifen zu können, aber wir träumen nicht. Wir wissen, was wir können – wenn alle fit sind und wir keine Ausfälle haben, gehören wir sicherlich zu den Spitzenmannschaften der Liga.

FuPa Thüringen: Am Wochenende gastiert mit Lobenstein eine Mannschaft bei euch, die ebenfalls mit breiter Brust und starker Form daherkommt. Wie siehst du den Gegner und was braucht es für den nächsten Dreier?

Kevin Brettfeld: Das Hinspiel war bereits sehr schwer und wir haben dort knapp mit 1:0 gewonnen. Ein ähnliches Spiel erwarte ich auch diesmal am Tempelwald: viel Kampf, viele Zweikämpfe und viele hohe Bälle auf Seiten Lobensteins. Das gilt es gut zu verteidigen. Offensiv müssen wir versuchen, sauber Fußball zu spielen, geduldig zu bleiben und Hölzel sowie Scholz weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Das wird alles andere als einfach. Am Wochenende müssen wir auf etliche Stammkräfte verzichten und die Mannschaft stellt sich aktuell fast von selbst auf. Mit Nahr, Küstner, Schwarz, Klatt, Förster und Schmeißner fallen gleich sechs Stammspieler aus – das ist in dieser Form natürlich kaum zu kompensieren. Umso mehr sind jetzt die verbliebenen Spieler gefordert, als Einheit aufzutreten und die Ausfälle gemeinsam aufzufangen.