2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Zwischen Meisterfeier und letztem Ringen um Platz drei

Regionalliga Südwest: Die Übersicht aller Partien des 33. Spieltags

von Timo Babic · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Am 33. Spieltag der Regionalliga Südwest ist die ganz große Entscheidung bereits gefallen: SG Sonnenhof Großaspach steht als Meister und Aufsteiger in die 3. Liga fest, SGV Freiberg als sicherer Vizemeister. Auch am Tabellenende herrscht Gewissheit, denn Bayern Alzenau, TSV Schott Mainz, TSG Balingen und Bahlinger SC stehen bereits als Absteiger fest, eine Relegation wird es nicht geben. Und doch ist dieser Spieltag alles andere als bedeutungslos. Es geht um Platzierungen, um Rhythmus, um ein würdiges letztes Heimspiel – und bei einigen Mannschaften auch darum, eine starke Saison nicht mit einem fahlen Gefühl ausklingen zu lassen.

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SGV Freiberg geht als gesicherter Tabellenzweiter in dieses Heimspiel und kann die Vizemeisterschaft in Ruhe tragen. Der 2:0-Erfolg in Fulda-Lehnerz war noch einmal ein sauberer Beleg für die Stabilität dieser Saison. SV Sandhausen dagegen hat sich mit der überraschenden 0:1-Heimniederlage gegen den bereits abgestiegenen TSV Schott Mainz keinen Gefallen getan und steht nur noch auf Rang sechs. Der Abstand zu den Teams davor ist klein genug, um aus einem ordentlichen Endspurt noch etwas zu machen.

Für Freiberg ist es ein Spiel ohne existenziellen Druck, aber keines ohne Anspruch. Die Mannschaft will sich vor eigenem Publikum als klarer Zweiter zeigen. Sandhausen wiederum braucht nach dem Rückschlag ein Zeichen, dass die Saison nicht ausfranst. Gerade weil die Tabelle hinter Rang zwei dicht gestaffelt ist, hat diese Partie noch immer spürbare Bedeutung.

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Dieses Duell trägt die Spannung der oberen Tabellenhälfte in sich. FSV Frankfurt hat mit dem 3:1 in Alzenau den dritten Platz verteidigt und steht nun punktgleich mit TSV Steinbach Haiger bei 53 Zählern. FSV Mainz 05 II nahm dem Meister Großaspach zuletzt beim 0:0 einen Punkt ab und liegt mit 52 Punkten direkt dahinter. Viel enger kann ein Rennen um die beste Verfolgerrolle kaum sein.

Gerade deshalb hat dieses Spiel beinahe den Charakter eines kleinen Endspiels. Frankfurt kann mit einem Heimsieg einen direkten Konkurrenten distanzieren und Rang drei festigen. Mainz 05 II dagegen könnte mit einem Auswärtssieg vorbeiziehen und einen starken Endspurt vergolden. Zwei Mannschaften, die nicht mehr um den ganz großen Wurf spielen, aber noch immer um eine Menge Prestige und um eine hervorragende Schlussposition ringen.

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SC Freiburg II hat mit dem 1:3 in Steinbach zwar verloren, aber über weite Strecken gezeigt, dass diese junge Mannschaft weiter gefährlich bleibt. Mit 45 Punkten steht sie im gesicherten Mittelfeld. Kickers Offenbach musste sich beim 1:1 gegen Walldorf mit einem Remis begnügen und bleibt bei 40 Punkten auf Rang 14. Der Druck des Tabellenendes ist bei den Gästen spürbarer als bei den Gastgebern, auch wenn die Absteiger bereits feststehen.

Für Freiburg II ist das Heimspiel die Chance, eine wechselhafte Saison mit Energie zu beschließen und den Abstand nach unten groß zu halten. Offenbach braucht Punkte, um nicht noch weiter abzurutschen und wenigstens im Finish Haltung zu bewahren. Das ist kein Spiel um Titel oder Rettung mehr – aber sehr wohl eines um Selbstachtung, Tonlage und den Eindruck der letzten Wochen.

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FC 08 Homburg hat beim 0:2 auf der Waldau einen Dämpfer kassiert und steht nun nur noch auf Rang sieben. Nach oben ist die Lücke nicht unüberwindbar, nach unten aber auch nichts völlig beruhigend abgeschlossen. Bayern Alzenau ist bereits abgestiegen, verlor zuletzt 1:3 gegen FSV Frankfurt und wird die letzten Spiele nur noch mit dem Wunsch bestreiten, sich ordentlich zu verabschieden.

Gerade solche Konstellationen sind heikel. Homburg ist Favorit, muss das Spiel aber auch gestalten und die Enttäuschung des vergangenen Wochenendes abschütteln. Alzenau kann freier auftreten, weil die Entscheidung gefallen ist. Für die Gastgeber geht es darum, die Saison nicht in ein graues Mittelfeld trudeln zu lassen. Für die Gäste darum, zu zeigen, dass sie auch nach dem besiegelten Abstieg noch Widerstand und Haltung besitzen.

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Dieses Spiel riecht nach Spannung und Schärfe. KSV Hessen Kassel hat mit dem 2:0 in Trier einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren und sich auf 48 Punkte verbessert. TSV Steinbach Haiger wiederum setzte mit dem 3:1 gegen SC Freiburg II ein weiteres Zeichen und steht mit 53 Punkten auf Rang drei. Für die Gäste ist die Ausgangslage klar: Sie wollen den Podestplatz behaupten. Kassel kann mit einem Heimsieg die Lücke nach oben plötzlich spürbar verkürzen.

Gerade im Saisonendspurt sind solche direkten Duelle oft von besonderer Wucht. Steinbach reist mit Rückenwind an, weiß aber auch, dass in Kassel ein unangenehmer Abend wartet. Die Gastgeber haben wieder Tritt aufgenommen und können mit einem weiteren Erfolg das Feld hinter der Spitzengruppe noch enger machen. Es ist ein Spiel um Position, Form und die Frage, wer das bessere Finish hat.

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FC-Astoria Walldorf holte zuletzt ein 1:1 in Offenbach und bleibt damit bei 44 Punkten. SV Stuttgarter Kickers haben nach dem überzeugenden 2:0 gegen Homburg 48 Punkte auf dem Konto und dürfen noch darauf hoffen, die Saison in der oberen Tabellenhälfte zu schließen. Walldorf steht nur knapp dahinter, was aus diesem Duell ein bemerkenswert offenes Spiel macht.

Für Walldorf ist es die Chance, vor eigenem Publikum einen direkten Konkurrenten einzuholen und ein starkes Zeichen zu setzen. Die Kickers dagegen haben auf der Waldau zuletzt genau den Ton gefunden, der ihnen in manchen Saisonphasen fehlte: klar, zielstrebig, reif. Wer hier gewinnt, kann sich im Tableau noch einmal sichtbar verbessern. Es ist eines jener Spiele, die zwar keine existenzielle Last mehr tragen, aber dennoch voller sportlicher Schärfe stecken.

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Die Ausgangslage ist eindeutig und doch unerquicklich. Bahlinger SC steht trotz des 2:1-Erfolgs in Balingen als Absteiger fest; die fehlende Lizenz hat jede Hoffnung längst erstickt. SV Eintracht Trier 05 verlor zuletzt zu Hause 0:2 gegen Kassel und steht mit 43 Punkten auf Rang 13. Sportlich ist Trier damit zwar gerettet genug, aber die Niederlage war ein Rückschlag für das eigene Selbstverständnis.

Für Bahlingen geht es nur noch darum, sich in den letzten Spielen mit Anstand und Kampfgeist zu zeigen. Der Sieg in Balingen hat bewiesen, dass die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat. Trier wiederum will die Saison stabil und sauber zu Ende bringen und sich nicht noch weiter nach hinten drücken lassen. Solche Spiele sind oft unerquicklich, manchmal zäh – aber selten emotionslos. Dafür steht bei beiden Klubs noch zu viel auf dem Spiel: Würde, Schlussbild, Haltung.

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Ein Duell zweier bereits abgestiegener Mannschaften – und gerade deshalb keines ohne innere Spannung. TSV Schott Mainz hat mit dem überraschenden 1:0 in Sandhausen bewiesen, dass selbst nach dem besiegelten Abstieg noch Energie vorhanden ist. TSG Balingen verlor zuletzt 1:2 gegen Bahlingen und musste damit den nächsten bitteren Rückschlag hinnehmen. Beide Teams stehen unten fest, doch keiner will als bloßer Statist im Saisonfinale erscheinen.

Schott Mainz kann mit einem weiteren Erfolg zeigen, dass die Mannschaft in den letzten Wochen zumindest sportlich Widerstand leistet. Balingen dagegen braucht nach der erneuten Niederlage ein kleines Gegengewicht, um diese schwere Saison nicht völlig trostlos auslaufen zu lassen. Große tabellarische Folgen hat diese Partie nicht mehr, aber sie erzählt trotzdem viel über Mentalität, Restkraft und die Art, wie ein Team mit einem bereits besiegelten Absturz umgeht.

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Das sportliche Zentrum dieses Spieltags liegt in Großaspach, auch wenn die Meisterfrage längst beantwortet ist. SG Sonnenhof Großaspach hat mit dem 0:0 in Mainz den entscheidenden letzten Schritt zur gesicherten Meisterschaft gemacht und steht nun als Aufsteiger fest. Im letzten Heimspiel der Saison dürfte sich vieles um diesen Triumph drehen. SG Barockstadt Fulda Lehnerz reist nach dem 0:2 gegen Freiberg als Tabellenzehnter an und steht vor einer schwierigen Aufgabe.

Für Großaspach ist dieses Spiel mehr als nur eine weitere Ligapartie. Es ist der sportliche Rahmen für eine Meisterfeier, für Dankbarkeit und für den Beweis, dass der Titel nicht nur errungen, sondern auch würdig getragen wird. Barockstadt dagegen kann ohne großen Druck auftreten, muss sich aber auf einen Gegner einstellen, der den eigenen Abend nicht verderben lassen will. Viel spricht dafür, dass in Großaspach diesmal nicht nur Fußball, sondern auch Aufbruchsstimmung zu sehen sein wird.

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