2025-12-17T10:26:01.779Z

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Spannung pur beim Hallenmasters. Auch bei diesem Neunmeterschießen der U15-Juniorinnen um Platz fünf zwischen Eintracht Frankfurt und der SpVg. Aurich.
Spannung pur beim Hallenmasters. Auch bei diesem Neunmeterschießen der U15-Juniorinnen um Platz fünf zwischen Eintracht Frankfurt und der SpVg. Aurich. – Foto: Jörg Halisch

Zweitgrößtes U15-Juniorinnen-Event hierzulande

1500 Zuschauer erleben beim zweitägigen Hallenmasters in Wiesbaden gelungene zehnte Auflage +++ Drama im Endspiel

Wiesbaden. Kollektive Stille in der Horst-Bundschuh-Halle am Elsässer Platz: Eda Yalcin von der SGS Essen tritt zum Neunmeter an. Mit einem Treffer hätte sie für ihre Mannschaft ausgleichen können. Doch der Ball zischt deutlich am Gehäuse vorbei. Beim Gegner, dem FC Carl-Zeiss Jena, brechen alle Jubel-Dämme, während bei den Essener U15-Juniorinnen die Köpfe nach unten gehen. Mehr Dramatik ging kaum im Finale der zehnten Auflage der Wiesbadener Hallenmasters.

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Turnierorganisator Rainer Wagner strahlt

Dabei war dieses Endspiel nur eine von vielen hochklassigen Partien von der Vorrunde bis zu den Platzierungsspielen. „Das waren zwei wundervolle Tage, an denen die Organisation von A bis Z hervorragend funktioniert hat“, strahlte Turnierinitiator Rainer Wagner. Die „Masters“ gelten als zweitgrößtes deutsches Hallenturnier der C-Juniorinnen – nur der Girls-Snow-Cup in Lübbecke ist noch größer. Entsprechend freute sich Wagner über den Besuch von Snow-Cup-Veranstalter Ingo Seidel, dessen Turnier in wenigen Wochen ansteht. Das zehnjährige Jubiläum wurde an beiden Tagen von rund 1500 Zuschauern in einer angenehmen und fairen Atmosphäre begleitet. Auch Carsten Müller, Vorsitzender des erstmals ausrichtenden SV Schierstein 13, zeigte sich zufrieden: „Wir sind sehr glücklich mit dem Verlauf, bei dem alles gestimmt hat.“ Wagner schloss sich an und lobte besonders das rund 40-köpfige Helferteam.

Unter das Publikum mischte sich zudem Ex-Mainz-05-Profi Shawn Parker, der mit seiner Fußballschule als einer von vielen Sponsoren das Turnier unterstützte. Auch Annett Moschner, Verbandsmädchenreferentin des Hessischen Fußball Verbands (HFV), schaute bei der Jubiläumsauflage vorbei.

Auf dem Parkett sorgte die Auswahl der TSG Hoffenheim, darunter sechs deutsche U15-Nationalspielerinnen, für Aufsehen und spazierte makellos durch die Gruppenphase. In Gruppe A überraschte Turnierdebütant Karlsruher SC, der im Halbfinale gegen den späteren Sieger aus Jena dramatisch im Neunmeterschießen scheiterte. KSC-Wirbelwind Kiana Urich, die gemeinsam mit Zwillingsschwester Malia ein kongeniales Duo bildete, erntete als beste Torschützin (sieben Treffer) und beste Spielerin des Turniers bei der Siegerehrung Applaus.

Im anderen Halbfinale zwischen Hoffenheim, dessen Torhüterin Laura Novacek zur besten Keeperin des Turniers gewählt wurde, und Essen (im vergangenen Jahr die Finalkonstellation) ging es ähnlich eng zu, mit dem besseren Ende für die SGS, die mit 2:1 ins Finale einzog. Dort war der Ausgang lange offen, vom Punkt waren die Thüringerinnen aus Jena die Glücklicheren. Auch die Talentförderung Wiesbaden hatte etwas zu feiern, so schlugen die Wiesbadenerinnen im letzten Gruppenspiel Borussia Mönchengladbach mit 2:1.

Für „Die Clown Doktoren“ 1100 Euro gesammelt

Begleitet wurden beide Turniertage von der „Nosa Rap Crew“ und der U18-Tanzgruppe „Närrische Garde“. Für die Sicherheit in der Halle sorgte eine Security Firma, für die Bewirtung auch ein Pizzawagen vor der Halle. Für „Die Clown Doktoren“, die sich in Medizin und Pflege für Kinder, Jugendliche und Senioren engagieren, kamen 1.100 Euro zusammen. Einen besonderen Dank sprach Rainer Wagner dem Organisatorenteam um Thomas Engert, Sven Göttel, Günther Friederichs, Benjamin Wagner, Nicole Wagner, Herbert Cartus, Carsten Müller, Jesco Bonello, Patrick Cuttaia, Mirlinda Kurteshi, Pokalmacher Werner Rinn sowie den Schiedsrichtern Franziska Knoll, Nils Karl, Karl Ohnesorge und Florian Ziegler aus, „ohne die das Ganze nicht möglich wäre.“



Aufrufe: 05.1.2026, 20:00 Uhr
Lauris OmmertAutor