2026-01-09T09:36:09.492Z

Transfers
Nader in Aktion bei BAK 07
Nader in Aktion bei BAK 07 – Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress

Zweites Glied statt LA-Galaxy: Jindaoui nur im Farmteam

Gefeierter Amerika Wechsel zu LA Galaxy wirft Fragen auf – Einreise seiner Familie steht immer noch auf der Kippe

Am Sonntag sorgt Nader Jindaoui für große Aufregung, als er stolz einen Vertrag mit dem LA Galaxy-Logo auf seinem Instagram Account in die Kamera zeigt (FuPa Berlin berichtet) und verkündet: "Wir ziehen nach L.A.". Die Millionen Fans des Influencers und Fußballers jubeln, der Traum von einem Wechsel zum Verein von Ex-Nationalspieler Marco Reus zum Greifen nah. Die Realität sieht anders aus. Das berichten mehrere Medien.

Statt zum MLS-Champion geht es für den Berliner Nader Jindaoui lediglich zum Farmteam Ventura County FC, das in der Nachwuchsliga MLS Next Pro spielt. Darüber berichtet unter anderem T-Online.

Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem die Familie Jindaoui kämpft. Die Einreise in die USA steht auf der Kippe. Der Grund: Nader und seine Frau Louisa sind zwar islamisch verheiratet, jedoch nicht standesamtlich – ein bürokratisches Hindernis, das dazu führt, dass Louisa und die Kinder Imani und Nidal kein Visum erhalten. Nur Nader selbst darf mit seinem Arbeitsvisum einreisen.

Die Familie hat bereits verzweifelt nach Lösungen gesucht. Eine Blitzaktion könnte die einzige Möglichkeit sein, das Problem schnell zu lösen, da die benötigten Dokumente nach einer standesamtlichen Trauung innerhalb von 48 Stunden ausgestellt werden könnten. "Wer kann uns schnell trauen?", fragt das Paar in einem Video und setzt alles auf eine schnelle Lösung.

Und auch die Bestätigung seines Transfers sorgt für Irritationen: Weder LA Galaxy noch deren Social-Media-Kanäle haben den Wechsel offiziell bestätigt. Stattdessen wird bekannt, dass Jindaoui lediglich beim Ventura County FC unterschrieben hat, der in Thousand Oaks, rund 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, seine Heimspiele austrägt. Der Glanz der MLS bleibt so weit entfernt. (Quelle T-Online)

Nader in Aktion für BAK gegen den BFC Dynamo
Nader in Aktion für BAK gegen den BFC Dynamo – Foto: Mehmet Dedeoglu

Der 28-jährige Jindaoui, der 2024 von Hertha BSC ging und vor allem durch seine Social-Media-Präsenz Bekanntheit erlangte, sieht sich nun mit unvorhergesehenen Hürden konfrontiert. Die Familie ist weltweit bekannt, aber die Unklarheit über den Transfer und die Visa-Probleme werfen einen Schatten auf die Erfolgsgeschichte des Influencer-Paares. Ob sie ihren Traum von einem neuen Leben in Los Angeles trotzdem verwirklichen können, bleibt abzuwarten.

Rückblick: Jindaouis Karriere zwischen Fußball und Social Media

Jindaoui, der als offensiver Mittelfeldspieler ausgebildet wurde, sorgte zuletzt im Dezember 2023 für Schlagzeilen, als er für die Profimannschaft von Hertha BSC im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV debütierte. Der emotionale Krimi endete mit einem 8:6-Erfolg nach Elfmeterschießen. Ein weiterer Kurzeinsatz in der 2. Liga gegen den VfL Osnabrück folgte wenige Tage später. Doch der große Durchbruch bei den Berlinern blieb aus, und sein Vertrag wurde im Sommer 2024 nicht verlängert.

Seitdem sucht der gebürtige Berliner einen neuen Verein, bleibt jedoch auch abseits des Spielfelds ein gefragter Name. Im Oktober 2024 absolvierte er ein Probetraining bei Los Angeles Galaxy, was Spekulationen über einen Wechsel in die MLS anheizte. Mit der Einladung eines Klubs aus Abu Dhabi kam eine weitere potenzielle Station ins Gespräch. Fest steht: Jindaoui wird jede Vertragsentscheidung mit Sicherheit über seine Social-Media-Kanäle publik machen – ein Vorteil, der potenziellen Vereinen auch medialen Mehrwert bietet.

Bei Energie Cottbus fing alles an

Nader Jindaoui wurde in der Jugend von Energie Cottbus ausgebildet und hat in seiner Karriere bereits bei mehreren Vereinen in Deutschland gespielt. Neben seiner Fußballlaufbahn ist er vor allem durch seine Präsenz auf Social Media bekannt, wo er Einblicke in sein Leben mit Frau und Kindern gibt. Diese Kombination aus sportlichem Potenzial und medialer Strahlkraft macht ihn zu einem begehrten Akteur – sowohl auf als auch neben dem Platz.

Aufrufe: 024.1.2025, 13:50 Uhr
Redaktion BerlinAutor