
Wolfratshausen schlägt Gaißach/Wackersberg verdient mit 3:1. Im Testspiel stimmten zwar die Ansätze, Luft nach oben gibt es aber auf beiden Seiten.
Mit einem 3:1 über die SG Gaißach/Wackersberg entscheidet der BCF Wolfratshausen binnen 50 Stunden das zweite Kräftemessen zwischen Bezirksliga und Kreisklasse für sich. Auf Seiten der Farcheter waren Fortschritte zum Match gegen Penzberg erkennbar. Die Isarwinkler traten ohne eine Reihe von Stammkräften zu mutlos auf.
Für Florian Ächter war nach zwei Partien eines von eminentem Belang: „Keine Verletzten.“ Verständlich, angesichts des quantitativ überschaubaren Kaders mit offenen Qualitätsfragen. Ebenfalls wichtig ist dem neuen BCF-Coach eine „gute Belastungssteuerung“. Überdies tragen die beiden Siege zu einer hohen Moral bei. Ächter sah im ESV Penzberg die „wesentlich bessere Mannschaft“, aber auch eine „bessere Ordnung“ bei seinen Mannen. Im Vordergrund der kommenden Einheiten steht das „individuelle Verhalten“ stehen. „Wann verhalte ich mich wie, und im Verbund mit einem zweiten oder dritten Spieler.“
Ächter sieht Ansätze, noch keine Abläufe. Gegen Kreisligist TuS Geretsried II am kommenden Sonntag geht Ächter von einem „rassigeren Spiel“ aus, in dem seine Mannen „mehr gefordert“ werden, demnach auch „mehr zeigen“ müssen. Im Anschluss wird Landesligist SV Aubing sämtliche BCF-Schwachstellen aufzeigen, ehe man mit Forstinning auf einen Gegner der gleichen Liga-Güteklasse trifft.
Was man den Farchetern keinesfalls absprechen kann, ist das Bemühen, als Mannschaft aufzutreten. Juri Falch brachte sie in Führung. Sebastian Sedlmaier glich nach Hereingabe von Lorenz Hartl aus. Szenen, wie sie Demir öfter erwarten würde. Das Erkennen und Nutzen von Räumen entpuppte sich als Manko der ansonsten wackeren Gäste. Der Begriff „Bezirksliga“ war in den Köpfen seiner Spieler omnipräsent. „Das habe ich nicht rausgebracht“, hält Demir fest. „Sie hätten sich mehr trauen sollen.“ Oft wurde der Ball lieber flugs ohne Zielkoordinaten weggeschlagen, anstatt ihn in den eigenen Reihen zu halten. „Keiner wollte einen Fehler machen.“
Öffnende Bälle wie der zum Gleichstand müsse man in einigen Wochen „acht bis zehn pro Halbzeit“ anlegen. „Dann bist du viel gefährlicher.“ So aber gehörten die beiden entscheidenden Momente im zweiten Abschnitt den Gastgebern. Thomas Hammerl verlor im Mittelfeld den Ball an Lukas Hintermeier, infolgedessen Argjent Veliqi nach Steckpass gekonnt über den Innenpfosten ins lange Eck abschloss. Und bei Patriot Laiqis Einzelaktion inklusive Abschluss auf 18 Metern fehlte es SG-Keeper Matthias Hundegger ein wenig an Reichweite. Weiter geht’s für die Demir-Truppe am Samstag (15 Uhr) gegen Aufsteiger SG Oberau/Farchant.