
Im Heimspiel gegen den Kirchheimer SC machte der VfB Forstinning lange Zeit eine gute Partie. In der Schlussphase ging man dann doch deutlich unter.
Mit einer doch am Ende entmutigenden 1:5-Pleite endete die Landesligapartie des VfB Forstinning gegen den Bayernliga-Absteiger Kirchheimer SC. Der Landkreisvertreter führte zwar nach einer halben Stunde Spielzeit, verlor aber mit dem Ausgleich kurz vor und dem Rückstand kurz nach dem Seitenwechsel völlig den Faden und ließ die hohe Niederlage zu widerstandslos am Freitagabend über sich ergehen.
Einige Gedanken musste sich Ismail Sahmurat als Vertreter von Cheftrainer Ivica Coric (Urlaub) vor der Partie über die Besetzung der Innenverteidigung machen, nach den Ausfällen von Nico Weismor und Mathias Hirt. Seine Überlegungen rückten dann Mohamad Awata und Neuzugang Michael Appiah ins Abwehrzentrum, flankiert von Dimitar Kirchev und Korbinian Hollerieth. Diese Maßnahme funktionierte zunächst ganz ordentlich.
Bei tristem Regenwetter auf dem Forstinninger Kunstrasenfeld neutralisierten sich die beiden Mannschaften, jeweils mit einem nicht optimalen Saisonstart im Rücken, weitestgehend ohne zwingende Tormöglichkeiten. Und dann führte Forstinning plötzlich ein wenig aus dem Nichts: Aleksandar Novakovic, erstmals in der Startelf, fand mit seinem Vertikalzuspiel Said Magomedov, der den Ball an Kirchheims zu zögerlich herauslaufenden Schlussmann Moritz Knauf zum 1:0 (33.) vorbei spitzelte.
Nun folgte eine beherrschende Phase der Heimelf. „Die erste Halbzeit war insgesamt sehr gut. Wir haben den Ball gut laufen lassen“, lobte auch Ismail Sahmurat die erste Hälfte, die trotzdem mit einem Rückschlag für den VfB endete. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte segelte ein Flankenball durch den Forstinninger Strafraum und Roman Prokoph köpfte den nicht ganz einfachen Ball zum Ausgleich ein (43.).
Forstinning wollte natürlich im zweiten Abschnitt weiterhin Gas geben, der Co-Trainer forderte „120 Prozent.“ Doch anstelle eines engagierten Sturmlaufs der Platzherren führte eine schnelle Umschaltkombination der Gäste über Thomas Branco de Brito und Korbinian Vollmann auf Prokoph zum 1:2 (53.).
„Dann gingen die Köpfe nach unten. Die zweite Halbzeit war enttäuschend“, musste dann auch Sahmurat feststellen. Forstinning fand keinen Zugriff mehr ins Spiel und ließ in den letzten zwanzig Spielminuten weitere drei Gegentreffer durch Luis Sako (72.), Marco Flohrs (86.) und Fabian Czech (90.) zu.
Auf den VfB wartet nun vor der nächsten Aufgabe in Unterföhring einiges an Aufbauarbeit, während Kirchheims Trainer Steven Toy jubeln durfte: „Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. Von daher bin ich natürlich megahappy, dass wir das Duell gewonnen haben.“
VfB Forstinning: Marko Susac, Michael Appiah, Dogukan Mumcu, Dimitar Kirchev, Korbinian Hollerieth, Emir Yildirim (85. Ivan Petrovic), Mohamad Awata, Dzemo Sefidanoski (76. Valentin Bamberger), Said Magomedov, Leo Gabelunke (62. Mike Opara), Aleksandar Novakovic (62. Cihan Öztürk).
Kirchheimer SC: Moritz Knauf, Luka Topic, Tomislav Bagaric, Sebastian Zielke, Matthias Ecker (46. Thomas Branco De Brito), Luis Sako (82, Fabian Czech), Roman Prokoph, Korbinian Vollmann (76. Andrii Hert), Niklas Karlin (87. Fedja Huskic), Nuyan Karsak, Peter Schmöller (71. Marco Flohrs).
Tore: 1:0 Magomedov (33.), 1:1 Prokoph (43.), 1:2 Prokoph (53.), 1:3 Sako (72.), 1:4 Florhs (86.), 1:5 Czech (90.).
Schiedsrichter: Marco Blösch (SV Pforzen). Gelbe Karten: Appiah, Mumcu – Ecker. Zuschauer: 50.