
Die SG Estetal hat am 14. Spieltag der Kreisliga Harburg ihre Macht demonstriert und Schlusslicht Brackel demontiert. Trotzdem bleiben die Verfolger vom TV Welle und der FC Este 2012 dem enteilten Ligaprimus noch auf den Fersen.
Der VfL Maschen untermauerte seine Führung kurz nach Wiederanpfiff mit einem Dreifachschlag von Noah Penz (46.) und Lukas Erhorn (52., 57.). Trotz eines ingesamt ordentlichen Auftritts gab Ramelsloh in diesen Minuten die Aussicht auf Zählbares gänzlich aus der Hand. Der Doppelpack von Marvin Gnadt (59., 72.) brachte den MTV nicht mehr zurück ins Spiel.
Mit einer Serie von vier Siegen am Stück kam der FC Rosengarten nach Scharmbeck und rief eine ansprechende Leistung ab. Insgesamt egalisierten sich beide Ansätze weitestgehend, sodass letztlich die Effektivität entschied. Für die Hausherren erzielte Leo Padin-Castineiras den einzigen Treffer des Tages schon in der Anfangsphase (14.).
Die Moisburger begannen mit viel Spielkontrolle und legten folgerichtig durch Marcel Albert (18.) und Iskender Capli vor (44.). Die Buchholzer kamen dafür stark verbessert aus der Kabine zurück und erzielten durch einen Fernschuss von Timon Schrader den Anschluss (47.). Obwohl Manuel Maintz im Gegenzug den alten Vorsprung wiederherstellte, war der BFC nun am Drücker. Schließlich zog Felix Vomhof den Hausherren mit dem vierten Tor den Zahn.
FCE-Teammanager Sven Timmermann: "Das war insgesamt ein verdienter Sieg, der vielleicht um ein Tor zu hoch ausfällt. Wir haben das Spiel kontrolliert und nichts zugelassen. Die zweite Halbzeit begann dann aber spektakulär und wir sind zu passiv geworden. Der Gegner hat gedrückt und wir haben viel zu viele Standards zugelassen. Als Buchholz noch mehr riskiert hat, haben wir das entscheidende 4:1 erzielt - damit war das Spiel durch."
Im zwölften Spiel ohne eigenen Punkt befindet sich der MTV Brackel auf dem Tiefpunkt einer schweren Saison. Die SG Estetal hat keine Gnade für das Tabellenschlusslicht und verpasst dem MTV eine 0:12-Packung. Für den Kreisliga-Dominator trafen Maximilian Köster und Tom Künzer jeweils dreifach.
SGE-Co-Trainer Sascha Mummenhoff: „Brackel ist seit Jahren einer der Vereine, zu denen man immer wieder gern fährt – gastfreundlich und fair. Daher schmeckt dieser Sieg nicht ganz so süß wie gegen andere Gegner. Vielleicht auch, weil wir Brackel von Herzen den Klassenerhalt wünschen. Leider zeigt sich jedoch auch, dass das Team heute nicht konkurrenzfähig war. Bereits nach 20 Minuten führten wir verdient mit vier Toren. Dabei hatten wir die Partie genutzt, um auf mehreren Positionen zu rotieren und vor den letzten drei Spielen den Konkurrenzkampf im Team nochmals anzukurbeln. Dieses Ziel haben wir erreicht, auch wenn wir nicht durchgängig unser geplantes Spiel umsetzen konnten. Mit einem Ergebnis von zwölf Toren und drei Aluminiumtreffern war der Sieg schließlich sehr deutlich – und zudem ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich.“
Bitterer Nachmittag für den FC Roddau! Zunächst scheiterte Matthias Dierks mit einem Strafstoß an TSV-Schlussmann Marlon Koops, dann setzte Maik Schröder den Nachschuss auch noch an den Pfosten (38.). Auf der anderen Seite macht Torjäger Niklas dem Aufsteiger vor wie es geht, der die Luhestädter mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße beförderte (41., 45.). Im zweiten Abschnitt brachte Tim Aschmann mit dem Kopf nach einer Ecke die Hoffnung der Gastgeber zurück (68.), doch in die Druckphase Roddaus hinein machten Turan Besler (75., 84.) und Ally Ndikumana (79.) den Deckel drauf.
Der TV Welle gab von Beginn an die Richtung vor und erspielte sich durch Till Voss (4.) und Pascal Giese (15.) schnell einen komfortablen Vorsprung. In der Folge überließen die Hausherren Holvede das Spielgerät, ließen allerdings nur wenig zu. Schließlich führte einer der erhofften Nadelstiche über Bjarne Heins zur Entscheidung (83.).
Der TSV Auetal bastelte lange daran, einen wichtigen Dreier einzufahren. Bjarne Raßmann führte die Geißkatzen zu einer 1:0-Pausenführung, an der sich Nenndorf lange arbeitete (35.). Schließlich gelang es den Hausherren aber doch, das Geschehen zu drehen. Steffen Albers (72.) und Luka Arbeiter (74.) bogen den Rückstand innerhalb von zwei Minuten in einen Heimsieg um.