2026-01-09T09:36:09.492Z

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Einsatz trotz Rot-Sperre: Der aus Ampfing gewechselte Dimitrios Vourtsis (schwarz) spielte, nachdem Garching auf Anfrage beim Bayerischen Fußball-Verband grünes Licht bekommen hatte.
Einsatz trotz Rot-Sperre: Der aus Ampfing gewechselte Dimitrios Vourtsis (schwarz) spielte, nachdem Garching auf Anfrage beim Bayerischen Fußball-Verband grünes Licht bekommen hatte. – Foto: Gerald Förtsch

Zwei Wiederholungsspiele: Garching muss wegen Fehlers des BFV nachsitzen

In den letzten Wochen lief nicht wirklich viel beim VfR Garching zusammen und jetzt kommt es knüppeldick für den abstiegsgefährdeten Fußball-Landesligisten. Vom Sportgericht des Bayerischen Fußballverbandes wurden die beiden Siege gegen Forstinning und in Rosenheim annulliert. Da jedoch der Verband einen Fehler gemacht hat, werden die beiden Partien neu angesetzt.

In der Winterpause wechselte Dimitrios Vourtsis vom TSV Ampfing nach Garching und nahm von dort eine Rote Karte mit. Vor der Winterpause hatte er drei der sechs Spiele Sperre bereits abgesessen und der Fußballverband machte den Fehler, dass er im offiziellen System keine Sperre vermerkte. Zudem erkundigten sich die Funktionäre des VfR beim Sportgericht und bekamen keine Aussage, dass sie den Spieler nicht einsetzen dürften.

Es steht so in der Spielordnung, aber das ist Wahnsinn so kurz vor dem Saisonende.

Nico Basta (Sportleiter VfR Garching),

Das erste Spiel nach der Winterpause war die Niederlage beim FC Schwaig, die so bestehen bleibt. Normalerweise müssten die Siege gegen Forstinning und Rosenheim gegen Garching gewertet werden, weil ein Spieler nicht einsatzberechtigt war. Mit den Neuansetzungen gesteht der Verband seinen Fehler ein. „Es steht so in der Spielordnung“, sagt Garchings Sportlicher Leiter Nico Basta, „aber das ist Wahnsinn so kurz vor dem Saisonende.“ Bereits an diesem Donnerstag, 1. Mai, soll die Partie gegen Forstinning (Anstoßzeit noch offen) gespielt werden. Der VfR muss nun quasi die beiden Spielwiederholungen zwingend noch einmal gewinnen, um weiterhin alle Chancen für das Erreichen der Abstiegsrelegation zu haben.

Nico Basta sieht durch das Urteil des Gerichtes mehrere Nachteile. So haben die Garchinger Langzeitverletzte, die bei den beiden Siegen auf dem Platz standen. Ein Beispiel ist Kodjovi Koussou, der einst Profi beim TSV 1860 war. Man hat nun nicht mehr den Kader der etatmäßigen Spiele.

Sollte der VfR Garching mit dem Kraftakt nach zwei Englischen Wochen die Relegation erreichen, wäre das dann ein massiver Nachteil gegenüber den anderen Mannschaften. Der VfR müsste in der Saisonverlängerung dann noch einmal vier Spiele binnen zwei Wochen bestreiten. Dazu befürchtet Nico Basta, dass die Garchinger bei einer Ansetzung unter der Woche in Rosenheim auf Spieler verzichten müssen, die in ihren Arbeitsstellen nicht kurzfristig freibekommen. (nb)

Aufrufe: 028.4.2025, 16:57 Uhr
Nico BauerAutor