
Der Start der vierten Baller League-Saison verschiebt sich abermals. Somit müssen auch Jan Fauseweh und Marco de Stefano vom Oberligisten SV Sonsbeck weiter warten, bis sie bei dem von zwei Weltmeistern gegründeten Hallenfußball-Format ins große Rampenlicht treten dürfen. Der Umzug von Berlin nach Köln habe nicht so reibungslos funktioniert wie geplant, sodass der Ball im Januar noch nicht rollen kann, weiß Fauseweh.
Künftig sollen die Spiele in der XPost – eine umgebaute Eventlocation in einem ehemaligen Postzentrum – stattfinden. Wann es nun endlich losgehen soll, steht noch nicht genau fest, so Fausweh weiter. Voraussichtlich soll der Startschuss im Februar fallen. „Die Halle ist so weit fertig. Ein Start hätte ohne Fans wohl schon stattfinden können. Aber ohne sie möchte es auch keiner“, ließ Fauseweh durchblicken, der wieder für den FC Nitro auflaufen wird.
Für den Sonsbecker Keeper ist es dann die vierte Saison. „Für mich stellte sich die Frage nicht, ob ich weitermache. Als die Verantwortlichen vom FC Nitro mich fragten, ob ich wieder dabei sein möchte, ging alles ganz schnell, und ich habe meinen Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert“, so Fauseweh, der mit seiner Mannschaft das Final Four erreichen möchte.
Ganz so hoch sind die Ziele von Marco De Stefano nicht. Für ihn ist es die erste Spielzeit in Deutschlands größter Hallenfußball-Liga. Für ihn war der Weg etwas komplizierter als bei Fauseweh. De Stefano hatte sich online beworben und wurde dann zu einer Sichtung nach Frankfurt am DFB-Campus eingeladen. „Im ersten Schritt suchten dort die Verantwortlichen von Hollywood United noch Spieler aus. Im zweiten Schritt durfte ich in einem offenen Training vorspielen, wo ich schließlich von 318 United ausgewählt wurde“, erzählte de Stefano.
Das Team von 318 United wird von Trainer Änis Ben-Hatira geführt. Der ehemalige Profi, der unter anderem für den Hamburger SV, Hertha BSC Berlin, MSV Duisburg und Eintracht Frankfurt spielte, ist mit seiner Mannschaft zum ersten Mal bei der Baller League dabei. Neben de Stefano wurden weitere Akteure aus der Oberliga Niederrhein ausgewählt. Sven Kreyer, Bo Lasse Henrichs (beide Ratingen 04/19), Berkem Kurt (SF Baumberg), Mohamed Yassin Benslaiman Benktib und Ole Päffgen (beide KFC Uerdingen) sind ebenfalls dabei.
„Das ist schon ein cooles Team und sicherlich von Vorteil, dass ich auch einige Mitspieler kenne. Mit Mohamed Yassin habe ich schon Kontakt aufgenommen. Mit ihm habe ich zusammen in Velbert gespielt“, sagte de Stefano, der sich mit seiner neuen Mannschaft etablieren und für die ein oder andere Überraschung sorgen möchte. Für ihn stehe der Spaßfaktor ganz klar im Vordergrund. „Ich spiele aus Leidenschaft Fußball, und so ein Format wie die Baller League ist etwas ganz Besonderes.“
Bedanken wollte sich De Stefano noch beim SV Sonsbeck. Die Verantwortlichen haben ihm keine Steine in den Weg gelegt, obwohl der Verein das volle Risiko bei eventuellen Verletzungen trägt. Eine extra Absicherung gibt’s nicht. „Als ich angenommen wurde, habe ich direkt das Gespräch gesucht.“ Trainer Heinrich Losing sowie Fußball-Abteilungsleiter Heiner Gesthüsen „gaben mir ihre Zustimmung und hatten Verständnis dafür, dass sowas eben in dieser Zeit dazu gehört“. Dennoch sei klar, so De Stefano, dass der Verein an erster Stelle stehe und „mein voller Fokus auf dem SV Sonsbeck liegt“.
Wenn die Baller League 2026 dann mal läuft, werden die beiden Sonsbecker montags für ihre Klubs auflaufen. Eine Überschneidung mit den Einheiten in Sonsbeck wird‘s nicht geben. Da im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt wird, wird‘s auch ein direktes Aufeinandertreffen von Fauseweh und De Stefano geben.
Neben einigen Ex-Profis auf dem Feld gibt‘s in der kommenden Saison auch wieder einige Prominenz auf der Trainerposition wie Patrick Helmes (Gönrgy Allstars), Kevin Großkreutz (Legacy Ballers) oder Julian Schieber (Streets United). Als Teammanager fungieren Gründer Lukas Podolski (Streets United), Max Kruse (Hollywood United) und neuerdings auch Marco Reus (Legacy Ballers).
Für Fauseweh sind vor allem die Bekanntschaften und Gespräche außerhalb des Platzes besondere Highlights. So konnte er schon den ein oder anderen Small-Talk mit Podolski, Kruse und auch Kevin-Prince Boateng führen.
