
Nachdem das Verbandssportgericht am vergangenen Montag die Urteile des Bezirkssportgerichts im Fall Vedin Kulovic und MSV Düsseldorf bestätigt hat und die Spiele demnach neu angesetzt werden sollen, mehren sich allmählich die Anzeichen, dass es dazu nun auch wirklich kommen soll. Denn inzwischen hat Staffelleiterin Michaela Stiels beide neu auszutragenden Partien offiziell terminiert. Bis zum Donnerstag müsste ein eventueller Einspruch eingegangen sein, den entweder die beteiligten Vereine, aber auch die Passstelle des WDFV einlegen könnten, die vor dem Verbandsgerichts-Entscheid eigens zur Partei in dieser Causa erklärt worden war.
Bisher war jedoch von einem solchen Vorhaben nicht zu vernehmen, und es wäre wohl auch im Sinne des Sports zu wünschen, dass es nun dabei bleiben möge. Denn: Sollte ein erneuter Einspruch erfolgen, so müsste dieser vor dem Sportgericht des WDFV verhandelt werden, und aufgrund der "vorgerückten Stunde" in dieser Saison müsste dann wohl davon ausgegangen werden, dass es nicht mehr zu einer regulären Entscheidung der Aufstiegsfrage in dieser Saison kommen würde, das ganze Theater also in die Sommerpause getragen würde. Und das nächste Problem: Wenn nicht klar ist, wer die Saison als Zweiter beendet, kann auch die Aufstiegs-Relegation nicht beginnen.
Demnach ist der MSV Düsseldorf nun für die Moment auf den zweiten Tabellenplatz zurückgefallen, weil ihm die sechs Punkte aus den beiden Partien gegen den VdS Nievenheim und den 1. FC Grevenbroich-Süd abgezogen wurden. In zwei Englischen Wochen bis zum Saisonende hat der MSV nun die Möglichkeit, die Tabellenspitze zurückzuerobern. Am Dienstag, 26. Mai (19.30 Uhr) wird dabei zunächst das Spiel gegen die Nievenheimer in Düsseldorf nachgeholt, eine Woche später, am 2. Juni (20 Uhr), folgt dann die Partie beim 1. FC Grevenbroich-Süd. An den beiden regulär noch offenen Spieltagen hat es der MSV in direkten Duell auswärts mit der TSV Eller (31. Mai) sowie zum Abschluss daheim mit Ratingen 04/19 II (7. Juni) zu tun.