
Während die Gastgeber den besseren Start erwischten und in der Schlussphase eiskalt zuschlugen, bestimmten die Gäste über weite Strecken das Geschehen und erspielten sich die klareren Torchancen.
Kaum hatte Schiedsrichter Marvin Lautensack das Spiel freigegeben, da brannte es bereits im Suhler Strafraum. Nach 38 Sekunden prüfte Yannik Kuhles erstmals Gäste-Keeper Tobias Börner. Nur wenig später war der Ball dann tatsächlich im Netz: Louis Kreußel vollendete nach feiner Vorarbeit von Christoph Peters zur frühen Führung (2.). Und fast hätte Maximilian Schneider kurz darauf nachgelegt – doch sein Abschluss klatschte an den Pfosten. Hildburghausen legte los wie die Feuerwehr und hatte in den Anfangsminuten alles im Griff.
Erst nach gut acht Minuten meldeten sich die Suhler im Spiel an. Firas Alshuweesheen tauchte nach einem schnellen Umschaltmoment vor Julius Geyling auf, der mit einer starken Parade den Ausgleich verhinderte. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen intensiven Zweikämpfen und hohem Tempo auf beiden Seiten.
Die Partie blieb abwechslungsreich: Nach einer Ecke von Tristan Rüffer köpfte William Simon knapp vorbei, Peters scheiterte erneut an Börner. Auf der Gegenseite verpassten zunächst Chris Fritz und kurz darauf erneut Alshuweesheen nur denkbar knapp das 1:1 – sein Kopfball strich hauchdünn am Pfosten vorbei. Pechvogel des ersten Durchgangs war aber Maximilian Schneider: kurz vor der Pause traf er zum zweiten Mal nur die Latte (37.). Mit etwas mehr Glück hätte die Eintracht hier deutlich führen können.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Suhl das Kommando. Trainerduo wechselte doppelt, Kapitän Paul Eckstein musste angeschlagen raus, Tim Fabig übernahm die Binde. Nur wenige Minuten später nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit in der Hildburghäuser Abwehr eiskalt zum Ausgleich. Und sie blieben am Drücker: Nach einem Foul im Strafraum entschied der Unparteiische folgerichtig auf Elfmeter – Ibrahim El Hajj blieb cool und drehte die Partie (2:1 Suhl).
Nun war die Eintracht gefordert. Kuhles’ Kopfball sorgte für ein erstes Lebenszeichen, doch Suhl hatte mehrfach die Chance, den Sack zuzumachen: Fritz (89.) und Gia Kiet Vu (90.) scheiterten jeweils an Keeper Geyling, der mit starken Reflexen seine Mannschaft im Spiel hielt.
In der Nachspielzeit warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne. Erst köpfte der eingewechselte Modou Dampha nach einer Treubig-Ecke knapp drüber. Doch Hildburghausen bekam eine letzte Gelegenheit: Freistoß aus dem Halbfeld – wieder brachte Jonas Treubig den Ball gefährlich vors Tor, wo William Simon im richtigen Moment zur Stelle war und den Ball wuchtig ins Netz beförderte. Der späte Ausgleich ließ den Käfig beben.
Fazit: Nach einem wilden und unterhaltsamen Spiel mit Chancen auf beiden Seiten ist das 2:2 ein gerechtes Ergebnis. Hildburghausen traf zweimal das Aluminium, Suhl vergab gute Möglichkeiten und verpasste die Vorentscheidung. Am Ende zeigte die Eintracht Moral – und sicherte sich durch großen Kampfgeist einen verdienten Punkt.