
Pyro-Vorfall bei FC Hansa Rostock: Bei einer genehmigten Pyrotechnik-Show verletzten sich vier Menschen. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf.
Rostock – Ein tragischer Vorfall überschattet das Heimspiel des FC Hansa Rostock gegen den TSV 1860 München. Ein neunjähriger Junge wurde bei einer genehmigten Pyrotechnik-Show schwer verletzt, die nach dem Spiel im Rostocker Ostseestadion stattfand. Die Choreografie diente als Abschied der alten Flutlichtmasten.
„Der Junge liegt mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in der Klinik“, erklärte Polizeisprecherin Anne Schwartz gegenüber dem Nordkurier. Gerüchte, dass das Kind in eine Spezialklinik nach Lübeck geflogen werden musste, wurden nicht bestätigt.
Neben dem neunjährigen Jungen wurden laut NDR auch ein zehnjähriger Junge, ein 57-jähriger Mann und eine 42-jährige Frau leicht verletzt. Alle vier Verletzten sollen aus dem Bereich Demmin stammen. Die genauen Umstände des Vorfalls sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein brennendes Stück Pyrotechnik ein Loch im Stadiondach verursacht haben. Durch dieses Loch könnte das Material in den Zuschauerbereich gefallen sein, was zu den Verletzungen geführt hat.
Der FC Hansa Rostock äußerte sich bestürzt über den Vorfall und übermittelte den Verletzten Genesungswünsche. „Wir bedauern diesen tragischen Vorfall zutiefst. Für uns hat die vollständige Aufklärung höchste Priorität, und wir hoffen, dass die Polizei die Ursachen schnell und umfassend ermitteln kann“, sagte Ronald Maul, Vorstandsvorsitzender des FC Hansa. Der Verein steht in engem Kontakt mit der Familie des Jungen und sicherte umfassende Unterstützung zu. Der Drittligist betonte, dass die Sicherheit der Zuschauer oberste Priorität habe und man die Ermittlungen der Polizei in vollem Umfang unterstütze. (mg)