
75 Minuten war das Duell in der Fußball-Landesliga zwischen dem SV Kurdistan Düren und Germania Teveren eher ereignisarm. Wenig deutete darauf hin, dass in der Schlussviertelstunde noch vier Treffer fallen würden. Am Ende stand ein 3:2-Sieg für die Heimelf zu Buche.
„Wir waren in der ersten Hälfte zu passiv und haben dem Gegner zu viele Räume gegeben. In der zweiten Halbzeit konnten wir das Spiel drehen. Das Momentum war auf unserer Seite. Ein 2:2 wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen“, hätte Germania Trainer Sebastian Wirtz gerne einen Punkt gehabt.
In der ersten Hälfte gab seine Elf im Spielaufbau viel zu schnell den Ball her. Das lief beim SVK deutlich besser. Die ersten beiden Abschlüsse der Hausherren durch Bryant Baidoo und Salifu Krubally nach einer Ecke waren aber noch nicht zwingend genug.
In der 31. Spielminute fiel dann das 1:0 – und dies äußert sehenswert. Baidoo konnte aus 20 Metern mit dem Rücken zum Tor aufdrehen und traf sehr platziert. „Wir arbeiten sehr hart, alle sind im Training, belohnen uns aber zu wenig im Spiel. Wir haben den Gegner wieder zurück ins Spiel geholt. Aber die Joker haben getroffen“, war SVK-Coach Siyar Tan erleichtert.
In Abschnitt zwei gelang seinem Team zunächst kein zweiter Treffer. Die Partie blieb offen, nach einem Freistoß von Patrick Rubaszewski entstand ein gehöriges Durcheinander in der SVK-Abwehr. Das Spiel bekam in der 76. Minute eine neue Wendung und wurde durch das 1:1 deutlich interessanter. Aus zentraler Position hob Rubaszwewski einen Freistoß über die Mauer ins Tor.
Nur zwei Minuten später fiel schon der nächste Treffer. Ayoub Ougandou setzte sich auf der linken Seite durch, in der Mitte traf der eingewechselte Yannik Voussen zum Führungstreffer für Teveren (78.). Kurdistan Düren konnte durch die Einwechslungen von Coach Tan aber doch noch das Spiel drehen.
Ohne gegnerischen Druck konnte Kafan Othman einen Ball lang nach vorne schlagen, der eingewechselte Winterneuzugang Nurullah Yasar traf mit links zum 2:2 (81.). Mit noch regulären sieben Minuten auf der Uhr kam Adrian Muliqi in die Partie. 16 Sekunden vor Ablauf dieser Spielzeit zirkelte er einen Ball aus 25 Metern oben links ins Tor (90.).
Das 3:2 war der Endstand, hätte es beileibe aber nicht sein müssen. Die vierminütige Nachspielzeit wurde spannend. Teveren bekam rechts am Strafraum noch einen Freistoß zugesprochen. Dieser schien zuerst zu lang zu sein, verursachte aber im Anschluss großes Chaos. Den Befreiungsschlag des SVK konnte Germanen-Keeper Enis Ucuzoglu in der gegnerischen Hälfte zum Einwurf klären. Schnell ausgeführt, ging der Weitschuss von SVK-Kapitän Inan Naki nur ans Außennetz.
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