
Der SC Spelle-Venhaus gastiert am Sonntag beim SV Wilhelmshaven im Jadestadion. Während der Tabellenfünfte mit personellen Ausfällen anreist, hat sich der Gastgeber nach mehreren Trainerwechseln wieder in der oberen Tabellenhälfte stabilisiert.
Der SV Wilhelmshaven zählt trotz wechselhafter Saison weiterhin zu den sportlich ambitionierten Teams der Liga. Nach einem starken Start und anschließender Krise übernahm mit Luc Diamesso bereits der dritte Trainer der Spielzeit das Kommando. Der 51-Jährige führte den Klub zuletzt zurück in ruhigere Tabellenregionen.
Spelles Trainer Henry Hupe ordnet den Gegner entsprechend ein: „Wir fahren zu einer der Top-Mannschaften der Oberliga.“ Auch wenn der SVW zwischenzeitlich in der Tabelle abrutschte, sieht Hupe eine Mannschaft, die sich wieder gefangen hat und nun stabil im oberen Mittelfeld steht.
Beim SCSV verschärft sich die personelle Situation vor dem Auswärtsspiel deutlich. Neben dem Langzeitverletzten Elias Strotmann fallen Jan-Luca Ahillen (Knöchelprobleme), Luca Tersteeg sowie Torhüter Mattis Niemann aus.
Auch Jan-Hubert Elpermann fehlt nach einer Zahnoperation, während Niklas Oswald trotz Trainingsrückkehr noch keine Option ist. Steffen Schepers steht ebenfalls weiterhin nicht zur Verfügung.
Trotz dieser Ausfälle bleibt Hupe gelassen. „Wir haben einen sehr guten und breiten Kader“, betont der Trainer. Zudem habe er sich „noch nicht beschwert, dass wir zu wenig Qualität zur Verfügung haben“.
Das erste Duell der Saison endete 2:2 und bot bereits im Herbst einen intensiven Spielverlauf. Wilhelmshaven ging kurz vor der Pause in Führung, ehe Spelle nach Gelb-Rot für den Gegner und wachsender Spielkontrolle zurückkam.
Janik Jesgarzewski glich aus, ehe der SVW erneut in Führung ging. Erst Tom Winnemöller rettete den SCSV in der Nachspielzeit einen Punkt. Hupe erinnerte im Rückblick daran, dass seine Mannschaft „den Sieg eher verdient gehabt“ habe, da insbesondere nach dem Ausgleich mehrere Chancen ungenutzt blieben.
Für das Rückspiel erwartet Hupe erneut eine ausgeglichene Partie. „Ich freue mich auf ein Duell von zwei guten Mannschaften mit offenem Ausgang“, sagt er. Gleichzeitig formuliert er eine klare Zielsetzung: Der SCSV wolle das Spiel „auf unsere Seite ziehen“.
Trotz der angespannten Personallage reist Spelle als Tabellensechster mit 42 Punkten an den Jadebusen, während Wilhelmshaven sich nach turbulenten Wochen wieder im oberen Tabellendrittel etabliert hat. Die Ausgangslage verspricht damit ein Duell zweier Teams, die sportlich wieder auf Kurs sind – wenn auch mit unterschiedlichen Voraussetzungen.