
Worms. Die große Überraschung erhielt für die U19-Fußballer des VfR Wormatia Worms sehr früh einen Dämpfer. Denn bereits nach knapp neun Spielminuten lag der Regionalligist gegen den hohen Bundesliga-Favoriten aus der DFB-Nachwuchsliga, FC Carl-Zeiss Jena, mit 0:2 Toren zurück. Dies sollte auch das Endergebnis in der ersten Runde des DFB-Pokals der A-Junioren sein.
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Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da wurde die Mannschaft um die Trainer David Damm und Stefan Heinrich von den körperlich klar überlegenen Gästen des prominenten Traditionsvereins aus Thüringen kalt erwischt. Den ersten Schuss von Ledjon Fikaj konnte VfR-Schlussmann und Kapitän Ian Wiedemann zwar parieren, aber gegen seinen Nachschuss war er machtlos. Der Favorit drückte weiter und belohnte sich schnell ein zweites Mal: Über Außen setzte sich Nevio Konradi durch und seine Flanke platzierte Emilio Munser volley ins lange Toreck – 0:2 (9.). Nur zwei Minuten später verhinderte der VfR-Schlussmann die wohl endgültige Entscheidung bei einer Direktabnahme von Fikaj mit einer starken Parade.
Wer nun glaubte, der Bundesligist schraubte das Ergebnis hoch zu einem Kantersieg, sah sich getäuscht. Denn die Rheinhessen lösten sich zunehmend aus ihrer Umklammerung und setzten die Gäste in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit sogar teilweise selbst unter Druck. Zweikampfstark drangen sie wiederholt in den Sechzehner – aber das Bollwerk der Gäste stand sicher.
Es spricht für den Underdog, dass er sich nach Wiederbeginn weiter voll reinhängte und, unterstützt auch von ihren Aktiventeams, die Hoffnung zumindest auf eine etwaige Verlängerung nicht aufgab. Offensivspieler Fikaj, ein Faktor im Ensemble der Angereisten, verfehlte aber bei weiteren Versuchen das Ziel. In der Schlussphase hatten die VfR-Akteure, der eingewechselte Muhammed Altinisik, der verzog, und Patrick Correa, der in die Arme von FC-Keeper Laurin Zimmer schoss, den Anschlusstreffer auf dem Fuß.
„Die Jungs hatten wohl zu viel Respekt“, vermutete der Wormser Coach Damm, rückblickend auf den verpatzten Beginn. "Aber das unsere 17- und 18-Jährigen nach dem Rückstand so stabil weiterspielten, macht mich schon stolz." Am Ende habe dann aber gegen die reifere Spielanlage der Jenaer auch die Kraft gefehlt. "Aber es gibt keinen Grund, traurig zu sein", betonte der 25-Jährige.