
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II hat in der Bezirksliga 2 Hannover eine 0:2-Niederlage bei SG Blaues Wunder Hannover hinnehmen müssen. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie entschieden laut Trainer Marcel Pawlow vor allem individuelle Fehler und die mangelhafte Chancenverwertung.
„Das Spiel ist relativ einfach erklärt: zwei Fehler, zwei Gegentore“, sagte Pawlow nach der Partie. Beim ersten Treffer habe seine Mannschaft „einen Zweikampf nicht richtig zu Ende gespielt“, beim zweiten Tor „patzt leider Jannes Meyer“.
Dabei sah der Trainer durchaus Möglichkeiten für ein anderes Spiel. „Vor dem 2:0 müssen wir das 1:1 machen durch Ricardo. Dann bin ich überzeugt, dass wir das Spiel für uns drehen.“ Auch ein später Elfmeter brachte keine Wende: „Beim Stand von 2:0 verschießen wir einen Elfmeter durch Timon Kian Assassi. So ist es leider im Fußball.“
Personell ging der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II angeschlagen in die Begegnung. „Mich erreichen vorm Spiel zwei Absagen krankheitsbedingt mit Florian Pawlow und Philipp Finkendey. Dazu saß Fynn Bartholomäus krank auf der Bank und Jonas Thimm sowie Timon Kian Assassi sind erkältet ins Spiel gegangen“, erklärte Pawlow, betonte aber: „Das soll keine Ausrede sein.“
Trotz spielerischer Vorteile nach dem Seitenwechsel blieb der Ertrag aus. „Zweite Halbzeit haben nur wir gespielt“, so Pawlow, „aber wenn du deine Chancen nicht nutzt, kannst du keine Punkte holen.“
Auf der Gegenseite zeigte sich Leon Erler, Trainer von SG Blaues Wunder Hannover, zufrieden mit der pragmatischen Herangehensweise seines Teams. „Wir mussten heute intelligent spielen, immer wieder durchatmen, weil uns die Kraft gefehlt hat“, erklärte er angesichts eines stark dezimierten Kaders.
Dennoch habe seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit klare Chancen gehabt. „Wir hatten drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten und führen anhand der Chancen verdient mit 1:0.“ Das 2:0 sei dann „glücklich“ gewesen, „aber brutal wichtig für die Moral“.
In der zweiten Hälfte habe sich das Spiel klar verschoben. „Krähenwinkel hatte viel Ballbesitz, aber wir haben das konsequent verteidigt. Unsere Boxverteidigung war sehr, sehr stark“, sagte Erler. Auch den umstrittenen Elfmeter kommentierte er kritisch: „Für mich war das ein absoluter Witz, aber unser Torwart hält ihn.“
Am Ende steht ein wichtiger Sieg für SG Blaues Wunder Hannover, während der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II trotz spielerischer Überlegenheit ohne Punkte bleibt. Pawlow blickt dennoch nach vorne: „Auch das wird uns nicht das Genick brechen. Nächste Woche geht es weiter.“
SG Blaues Wunder Hannover – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II 2:0
SG Blaues Wunder Hannover: Tobias Voigt, Vincent Grannas (86. Thorben Behrens), Jonathan Gille (70. Arsalan Alaghbri), Johnny Stenske, Benett-Luca Bohm, Julius Jakob (51. Timo Schmidt), Lasse Marten Jannsen, Julian Max Christian Schulz, Marlon Bernhardt (67. Paul Johann Witt), Daniel Romero-Maguina, Christian Rolf - Trainer: Leon Erler
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II: Jannes Meyer, Nick Seegers, Pedram Mirsanei (46. Ricardo Dombrowsky), Jannik Luca Eilhardt (62. Helge Heider), Luca Sander (62. Francesco Valerio Giordano), Louis Chinonso Jiwuaka, Julian Bödeker, Mustafa Aggümüs (70. Erik Anders), Jonas Thimm, Timon Kian Assassi, Finn Seyer (46. Fynn Bartholomäus) - Trainer: Marcel Pawlow
Schiedsrichter: Benno Bernhardt
Tore: 1:0 Benett-Luca Bohm (31.), 2:0 Jonathan Gille (56.)