
In Sachen Abstiegskampf treiben es die Mannheimer Kreisligisten diese Saison auf die Spitze. Elf der 16 Teams können sich kurz vor dem Rückrundenstart alles andere als sicher sein, keines von ihnen liegt mehr als sechs Zähler vom Relegationsrang gegen den Abstieg entfernt. Mittendrin findet sich die TSG Lützelsachsen als Zehnter wieder.
Deren Trainer hat in sieben Wochen Vorbereitung die Grundlagen für eine aus TSG-Sicht hoffentlich stressbefreite Rückrunde gelegt. "Wir hatten sehr intensive Einheiten, die Ergebnisse unserer Tests haben aber gezeigt, dass wir in der Breite noch nicht da sind, wo wir hinwollen", sagt Frank Schüssler.
Während viele Trainerkollegen über sämtliche Amateurligen hinweg der Winterpause eine "heilende" Wirkung bezüglich der Rückkehr von Langzeitverletzten nachsagen, kann der Lützelsachsener Coach das nicht bestätigen. Er sagt: "Wir haben drei Sprunggelenksverletzte aus der Vorbereitung zu beklagen, von denen immerhin Florian Rech zügig zurückkehren könnte", verrät Schneider.
Eine überaus positive Nachricht betrifft einen Wintertransfer. Philipp Haas kam vom Landesligisten TSV Amicitia Viernheim und wurde in Lützelsachsen mit offenen Armen empfangen. "Philipp ist sportlich und auch menschlich sehr wertvoll", hält sein neuer Trainer jedenfalls direkt große Stücke auf ihn.
Form und Stimmung sind vor dem Auftakt in Ordnung, mehr aber auch nicht. Ob das am Sonntag gegen die SpVgg Ilvesheim (Anpfiff, 15 Uhr) genügt, um etwas mitzunehmen, ist die große Frage. "Im Hinspiel haben wir aufgrund eines Eigentores und eines individuellen Fehlers 1:2 verloren, deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir Ilvesheim auf Augenhöhe begegnen können", sieht Schüssler seine Mannschaft trotz 15 Zählern Rückstand zum Tabellenzweiten nicht als Außenseiter.
Wie die Lützelsachsener hat sich auch der FV Leutershausen in der ersten Saisonhälfte unter Wert geschlagen. 2025 soll es steil bergauf gehen und dabei wäre ein Zwischenhalt mit drei Punkten bei der SG Oftersheim ein großer Schritt. Dabei lässt nicht die Nähe der beiden in der Tabelle, sondern auch das 2:2 aus dem Hinspiel auf einen offenen Schlagabtausch schließen.
Mit einer gänzlich anderen Stimmungslage hat sich der FV 03 Ladenburg in die Winterpause verabschiedet. Die Elf von Markus Bonset und Burak Bas, der in den vergangenen Jahren der Ruf eine Fahrstuhlmannschaft nachhing, hat sich eindrucksvoll im Vorderfeld festgesetzt. Als Vierter gehören die Römerstädter zu den fünf Klubs, die sich vom Abstiegskampf fernhalten. Am Sonntag empfangen sie den punktgleichen Tabellennachbarn SC Pfingstberg-Hochstätt.