
Wenn auf dem Platz die Netze zappeln, haben sie oft ihre Füße im Spiel: Sebastian Willkens vom LFC Braunschweig und Colin Koopmann vom SSV Didderse sind nicht nur zwei der gefährlichsten Torjäger der 1. Kreisklasse – sie sind auch Kollegen im selben Unternehmen.
Zwei Top-Torjäger, zwei verschiedene Teams, zwei verschiedene Ausbildungswege – und doch verbindet sie eine besondere Geschichte.
In der Saison 2024/25 erzielten die beiden gemeinsam unglaubliche 120 Tore. Koopmann, 21 Jahre jung, netzte für den SSV Didderse 64 Mal ein und wurde damit Torschützenkönig der 1. Kreisklasse Gifhorn. Auch Willkens dominierte mit 56 Treffern für den LFC Braunschweig die Torjägerliste in der 1. Kreisklasse Braunschweig. Ihre Teams landeten auf den Plätzen zwei (Didderse) und drei (LFCBS), doch die individuelle Leistung der beiden ist ligaweit unübertroffen.
Kennengelernt haben sich die beiden Torjäger allerdings nicht auf dem Spielfeld, sondern – wie so oft im Amateurfußball – im Alltag: bei einem internen Firmenturnier. Seitdem verbindet sie nicht nur der Ehrgeiz auf dem Platz.
Koopmann, der mit seiner mannschaftsdienlichen Art und einem feinen Torriecher besticht, erklärt sein Erfolgsrezept schlicht: „Die Mannschaft hat mich stark gemacht, weil es Bock macht, mit Freunden zu kicken und Erfolge mit Kollegen zu feiern.“
Für Willkens, der beim LFC Braunschweig eine beeindruckende Entwicklung hingelegt hat, spielen viele Faktoren eine Rolle: „Die Entwicklung, die ich beim LFC gemacht habe, meine Freunde, mein Team, meine Trainer, der Verein. Der Fokus, den ich auf mich selbst legen konnte, auf und neben dem Platz", erklärte er und fügte dankend hinzu: "Auch die Leute, die mich außerhalb vom Platz Woche für Woche gepusht haben sowie mein Vertrauen in mich selbst, selbstbewusst in jedes Spiel zugehen.“
Beide sind sich einig: Ohne ihr Team wären solche Leistungen nicht möglich. Und gerade in der Kreisklasse, wo Teamgeist, Freundschaft und Leidenschaft oft mehr zählen als Taktiktafel und Trainingseinheiten, ist dieser Spirit Gold wert – oder eben 120 Tore schwer.
Die Fußballszene in Braunschweig und Gifhorn darf gespannt sein, ob die beiden Tormaschinen auch in der kommenden Saison wieder aufdrehen. Eins ist sicher: Wenn bei ihrer Firma das nächste Firmenturnier ansteht, dürfte die Torgefahr in einem Team wohl ziemlich einseitig sein.