
In einer von FuPa vor Saisonbeginn durchgeführten Umfrage mit allen Trainern der Oberliga, erhielt Aufsteiger SV Biemenhorst noch die geteilt meisten Stimmen für die 'unbeliebteste Auswärtsfahrt'. Auch wenn dies in erster Linie auf die oftmals hohe Entfernung zurückzuführen war, hat sich der SVB in der Zwischenzeit einfach einen tollen Ruf verschafft und dürfte wohl kaum erneut in diese Kategorie fallen.
"Biemenhorst gefällt mir als Verein sehr. Viele Zuschauer und auch die Spieler sind cool drauf. Eine echte Bereicherung für die Oberliga, finde ich", sagt Sonsbecks Stürmer Klaus Keisers über den SVB. In die gleiche Kerbe schlägt auch VfB Hildens Urgestein Pascal Weber: "An dieser Stelle ein Kompliment an Biemenhorst. Ich glaube, ich habe da das erste Mal gespielt und wir wurden dort sehr herzlich empfangen. Auch wenn’s eine weite Fahrt ist – da komme ich nächste Saison sehr gerne wieder hin."
Denn die Biemenhorster konnten nicht nur mit einer sportlich ordentlichen Premiere in der fünfthöchsten Spielklasse überzeugen, sie stellten auch gleichzeitig die meisten Zuschauer der gesamten Liga mit durchschnittlich 590 verkauften Tickets. Zum Saisonausklang kratzte der SVB mit 984 Besuchern gegen den 1. FC Kleve sogar ganz knapp an der vierstelligen Marke.
Dahinter folgt gleich strahlkräftige Konkurrenz. Die SSVg Velbert (durchschnittlich 564 Zuschauer) wird der IMS-Arena in der kommenden Saison sogar Regionalliga-Fußball bieten. Auch auf den Folgeplätzen ist die sportliche Crème de la Crème zu finden: SpVg Schonnebeck (548), ETB SW Essen (451) und VfB Homberg (404) konnten mit aufregendem Offensivfußball auch reichlich Eintrittskarten verkaufen.
Dass wiederum mit mangelndem sportlichem Erfolg auch oftmals schwindende Zuschauerzahlen einhergehen, zeigt wiederum die untere Hälfte der Zuschauertabelle. Mit TVD Velbert (122) und dem Mülheimer FC (141) verabschieden sich gleich zwei der am schlechtesten besuchten Teams in Richtung Landesliga. Trotz explodierender Leistungskurve konnte der SC St. Tönis (233) im Rannking keinen wesentlichen Sprung machen. Der 1. FC Kleve (301) konnte trotz einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen auf einen verlässlichen Ticketverkauf bauen.
Auch wenn dies in der Vergangenheit oft mit vielen Nebengeräuschen verbunden war, dürften Spiele mit Beteiligung des KFC Uerdingen (2900) einmal mehr zum großen Kassenschlager werden. Von unten kommt die Oberliga-erprobte DJK Adler Union Frintrop (370) zusammen mit dem SV BW Dingden (180) aus der Landesliga 2. Ebenfalls für neuen Wind sorgen der VfL Jüchen-Garzweiler (158) und das am besuchte Team der Landesliga 1, die Holzheimer SG (323).