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Zurück aus dem Trainer-Sabbatical: Baumgärtner steht vor seinem Debüt als SEF-Coach

Fußball-Bezirksliga

von Matthias Spanrad · 13.09.2025, 06:00 Uhr · 0 Leser
Weiter so, SEF! Die Gelb-Schwarzen um Louis Goldbrunner (l.) haben zuletzt gegen Garching Selbstvertrauen getankt.
Weiter so, SEF! Die Gelb-Schwarzen um Louis Goldbrunner (l.) haben zuletzt gegen Garching Selbstvertrauen getankt. – Foto: Lehmann

Trainer Heiko Baumgärtner sitzt am Sonntag erstmals auf der Trainerbank des SE Freising. Dann werden einige Fragen beantwortet.

Freising – Man kennt das vom Profifußball, Pep Guardiola ist vielleicht das beste Beispiel dafür, dass sich Trainer zwischendurch mal in ein Sabbatical verabschieden. Auch Heiko Baumgärtner (43) würde sich aktuell Fußballspiele bestenfalls von der heimischen Couch aus anschauen. Noch mindestens ein Dreivierteljahr hätte die Pause andauern sollen, so war es mit der Familie ausgemacht. Doch dann kam der SE Freising.

Vor gut zwei Wochen klingelte bei Heiko Baumgärtner das Telefon. Am Apparat war Andreas Schlechta, der Sportdirektor des SEF. Die Lerchenfelder hatten gerade Coach Alexander Schmidbauer entlassen, Baumgärtner sollte der Nachfolger werden.

Eigentlich wollte er erst im kommenden Sommer wieder einsteigen – „aber ich wollte die Herausforderung annehmen“. Bereits bei der Bezirksliga-Partie in Gerolfing (1:3) mischte sich der 43-Jährige unters Publikum, auch den Erfolg im Toto-Pokal in Attaching sah Baumgärtner.

Die Mischung macht‘s

Am vergangenen Montag trat der neue Trainer dann offiziell seinen Job an. „Ich sehe mich nicht als Feuerwehrmann“, sagt Baumgärtner. Die Aufgabe bei der Eintracht reizte ihn aber: „Junge und erfahrene Spieler“, umschreibt er seine Mannschaft, „das ist eine gute Mischung.“ Mehr will sich der Übungsleiter nicht in die Karten schauen lassen und schon gar nicht die Arbeit seines Vorgängers beurteilen.

Vielmehr gehe es zunächst darum, die Spieler kennenzulernen, „in ihre Köpfe reinzukommen“, wie es der 43-Jährige formuliert. Dreimal trainierten die Freisinger in dieser Woche, Wunderdinge sind noch nicht zu erwarten. Eine Idee, wie er seine neue Elf spielen lassen will, hat er natürlich.

Heiko Baumgärtner sieht sich nicht als Feuerwehrmann.
Heiko Baumgärtner sieht sich nicht als Feuerwehrmann. – Foto: SEF

„Wichtig war, dass es gegen Garching einen Sieg gab“, sagt Baumgärtner im Hinblick auf den jüngsten Auftritt. Wichtig fürs Tableau, so weit ist die Spitze nicht weg, und auch für die Moral und das Selbstvertrauen. Aber was wird sich unter Baumgärtner ändern? Ob es etwa die bei Schmidbauer kritisierte Dreierkette weiterhin geben wird? „Es wird Richtung Viererkette gehen“, deutet Baumgärtner bereits an. Er will sich aber noch mit Co-Trainer Christoph Glas austauschen, der sei immerhin schon länger da und kenne Team und Umfeld.

Gastspiel in Ingolstadt

Und welche Elf wird am Sonntag (17 Uhr) im Spiel beim FC Fatih Ingolstadt auflaufen? Eine Stammplatzgarantie bekomme niemand, betont Heiko Baumgärtner, „ich mache mir erst mal ein eigenes Bild“. Und dann liegt es auch an der gelb-schwarzen Truppe, ihrem neuen Trainer zu zeigen, dass es sich rentiert hat, das Sabbat-Jahr vorzeitig zu beenden.