
Ein emotionales Schlusswort und gute Nachrichten gab es bei der Spielgruppentagung in Raisting. Allerdings haben die Gerichtsverfahren zugenommen.
Raisting – Ganz am Ende wurde Kreisspielleiter Heinz Eckl grundsätzlich – und ordnete das bei der Tagung der Spielgruppe Mitte Besprochene ein. Dabei scheute er sich nicht, eine private Begebenheit einzubeziehen: „Wenn man, wie ich im letzten Jahr, auf der Intensivstation liegt und mit seiner Frau die eigene Beerdigung bespricht, wird vieles andere unwichtig, ob es nun ein Elfer war oder nicht“, rief Eckl die Vereinsvertreter zu mehr Gelassenheit auf. „Es geht schließlich nur um Fußball“, so lautete sein Fazit.
Gleichwohl ist Eckl auch jemand, für den Fußball einen hohen Stellenwert hat. Wie eben auch für alle Mitglieder der Vereine, deren Vertreter nach Raisting gekommen waren. Für die hatte der Kreisspielleiter durchaus positive Meldungen parat „Die Nichtantritte von Mannschaften sind weniger geworden und wir hatten weniger Rückzüge von Teams“, berichtete Eckl den rund 80 Anwesenden. „Das ist unter anderem dem Norweger-Modell mit neun gegen neun Spielern in der C-Klasse geschuldet, da wurden viele Spiele gerettet“, ergänzte Eckl, der sich auch mit der Entwicklung der Mannschaftszahlen im Kreis Zugspitze zufrieden zeigte. „Die sind endlich mal nicht gesunken“, sagte Eckl, nachdem in der kommenden Saison im Kreis 353 Teams und damit eines mehr als im Vorjahr an den Start gehen wird. In den Jahren davor war seit dem Höhepunkt in der Spielzeit 10/11 mit 401 Mannschaften ein stetiger Rückgang zu verzeichnen. Die Trendwende kommt durch insgesamt zehn neu gemeldete zweite und dritte Garnituren, die im Kreis in den Spielbetrieb einstiegen.
Etwas zwiegespalten war Eckl beim Thema „Liveticker“, den er seit Jahren propagiert. „Danke an die, die es immer verlässlich machen“, lobte der Kreisspielleiter. Es gibt aber auch schwarze Schafe, die er gerne mit Sanktionen auf Kurs gebracht hätte. „In der Kreisliga hatte ich ja angekündigt, dass es kostenpflichtig wird, wenn es nicht gemacht wird. Da musste ich jetzt aber klein beigeben“, räumte Eckl ein, dass die Kostenpflicht jetzt erst einmal nicht kommen wird. „Das Ganze ist aber nicht eingeschlafen“, gab der Kreisspielleiter den Vereinsvertretern mit auf den Weg.
Mit der Relegation müssen sich in der kommenden Saison nicht mehr ganz so viele Vereine beschäftigen wie zuletzt. In den Kreisligen und Kreisklassen gibt es je nur zwei Releganten – und zwei Absteiger. Ausnahmen sind die Kreisklassen 2 und 3: Die umfassen 15 Teams statt wie der Rest 14, deswegen gibt es auch drei Direktabsteiger. „In der Saison 2026/2027 sollten wir dann in den Kreisligen und -klassen unsere Zielvorstellung von 14 Teams erreicht haben, und darunter sind es dann zwölf“, erklärte Eckl.
Thomas Schumann, der Vorsitzende des Kreis-Sportgerichts, vermeldete bei seinem Bericht eine Zunahme an Verfahren von 513 auf 589. Auffällig waren dabei vor allem die deutlich gestiegene Anzahl von unzulässigen Spielereinsätzen, Unsportlichkeiten und Trainervergehen.
Von Schiedsrichterseite, vertreten durch Kreis-Obmann Thomas Sonnleitner, war zu hören, dass sich die im Vorjahr eingeführte Kapitäns-Regel, das „Stopp-Konzept“ und das Pfeifen im Gespann (also mit Assistenten an der Linie) im Saisonendspurt durchaus bewährt haben. Letzteres wird es auch in der kommenden Spielzeit geben, da sich die Anwesenden mehrheitlich dafür aussprachen. So soll in den letzten sechs Saisonpartien der Kreisligen und bei besonderen Kreisklassenspielen jeweils ein Dreier-Gespann zum Einsatz kommen. Nach der Vorstellung der Strafenstatistik zeichnete Sonnleitner das fairste Kreisliga-Team aus. Der dafür ausgelobte Spielball ging diesmal an den Absteiger FC Weil.
Es folgte noch ein Bericht des Ehrenamtsbeauftragten Wolfgang Wadlinger und ein Terminhinweis auf den nächsten Kreistag Zugspitze für alle Vereine der Region: Der findet am 20. November in der Tiefstollenhalle in Peißenberg statt.