
Mit einem abgeklärten 3:0 über den VfL Wanfried hat der TSV Hertingshausen das Fußballjahr beendet und seine aufsteigende Form eindrucksvoll bestätigt. Auf dem Kunstrasen am Parkstadion bestimmten die Baunataler über weite Strecken das Geschehen und ließen kaum Zweifel daran aufkommen, dass sie die Hinspielniederlage wettmachen wollten. Der Lohn war nicht nur ein überzeugender Sieg, sondern auch der Sprung auf Tabellenplatz acht.
Die Begegnung begann zerfahren und kam nur schleppend in Gang. Wanfried orientierte sich tief, stellte die Räume eng und suchte sein Heil in schnellen, hohen Zuspielen. Viel Spielfluss entstand daraus nicht, zumal die Partie früh von robusten Zweikämpfen geprägt war. Hertingshausen hielt dagegen, fand aber erst nach und nach Wege, den dichten Block des Vorletzten auseinanderzuziehen. Kurz vor der Pause gelang der entscheidende Durchbruch. Nach einer Standardsituation setzte sich Martin Pierog im Strafraum energisch durch und brachte den TSV in Führung. Der Treffer löste die Verkrampfung sichtbar und schuf die Basis für einen deutlich dominanteren zweiten Durchgang.
Direkt nach der Pause folgte die beste Phase der Gastgeber. Hertingshausen kombinierte nun variabler, nutzte die Breite des Feldes und erhöhte zielstrebig das Tempo. Bereits wenige Minuten nach Wiederbeginn fiel das 2:0, als ein sauber vorgetragener Angriff über die linke Seite im Abschluss von Pascal Theis mündete. In dieser Phase hätte der TSV das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können, scheiterte aber mehrfach an der eigenen Präzision und an den Torhütern der Gäste, die mehrfach stark reagierten. Wanfried blieb im Offensivspiel weitgehend harmlos, zumal der ohnehin schmale Kader im Verlauf der zweiten Halbzeit gleich mehrere verletzungsbedingte Wechsel verkraften musste. Spätestens dieser Einschnitt ließ die Kräfte der Gäste spürbar schwinden, während Hertingshausen das Spiel kontrolliert herunterspielte.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Christian Krug, der in der letzten Minute nach einem Eckball per Kopf vollendete und damit den verdienten Endstand herstellte. Der TSV verabschiedet sich damit mit drei Siegen in Serie in die Winterpause und hat sich in kurzer Zeit aus dem unruhigen Tabellenumfeld befreit. Der VfL hingegen tritt mit einer ernüchternden Bilanz den Weg in die spielfreie Zeit an und steht vor einer herausfordernden Restserie im Kampf um den Klassenerhalt.