2026-04-01T12:50:56.008Z

Spielbericht

"Zu wenig im Abstiegskampf": Bruckmühl verliert gegen TuS Holzkirchen

Mike Probst ärgert sich

von Alexander Nikel · Gestern, 23:48 Uhr · 0 Leser
Michele Cosentino und der SV Bruckmühl unterlagen dem TuS Holzkirchen.
Michele Cosentino und der SV Bruckmühl unterlagen dem TuS Holzkirchen. – Foto: mb.presse / Butzhammer

Der SV Bruckmühl hat das Nachholspiel des 20. Spieltags der Bezirksliga Ost am Mittwochabend gegen den TuS Holzkirchen mit 0:2 verloren.

Bruckmühl – „Das ist am Ende zu wenig im Abstiegskampf. Da brauchen wir gar nicht drumherum reden“, fand Trainer Mike Probst nach der 0:2-Niederlage des SV Bruckmühl im Nachholspiel gegen den TuS Holzkirchen klare Worte für die Leistung seiner Mannschaft. „Ob das wirklich diese 110 bis 120 Prozent waren, die wir im Abstiegskampf benötigen, darüber muss jeder Einzelne für sich zu Hause nachdenken“, zeigte sich Probst sichtlich nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams.

Die Mannschaft rund um Kapitän Patrick Kunze konnte am Mittwochabend nicht an weite Teile der Partie gegen Tabellenführer VfB Forstinning am vergangenen Freitag und an die furiose zweite Halbzeit im Kellerduell gegen den TSV Ebersberg in der Woche zuvor anknüpfen. „Wir müssen uns hinterfragen, warum eine solche erste Halbzeit gegen Forstinning möglich ist und warum wir dann jetzt einen solchen Auftritt gezeigt haben“, ließ Probst seinem Ärger freien Lauf.

Andreas Bauer bringt TuS Holzkirchen sehenswert auf die Siegerstraße

Der SVB startete zunächst besser in die Partie und hatte im ersten Durchgang sowohl mehr Ballbesitz als auch die erste Chance. Michele Cosentino setzte sich über die rechte Seite durch und bediente im Zentrum Kunze, der den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen konnte. „Das war ein kleines Strohfeuer, das dann aber sehr, sehr schnell auch schon wieder erlöschen ist“, ärgerte sich Probst.

Auf der Gegenseite gab es dann eine Situation, die auch etwas sinnbildlich für die Saison der Bruckmühler ist: Die Gäste aus Holzkirchen trafen nach zehn Spielminuten mit ihrem ersten Abschluss. Andreas Bauer hob den Ball aus der Drehung in den Winkel. „Das Gegentor war unglücklich und dann arbeitet es natürlich auch in den Köpfen, was es aber eigentlich nicht darf“, erklärte Probst.

Stefan Hofinger legt für TuS Holzkirchen vom Punkt nach

In der Folge bekamen die Zuschauer im Mangfallstadion eine Bezirksliga-Partie auf sehr überschaubarem Niveau zu sehen. Holzkirchen konzentrierte sich weitestgehend auf das Verteidigen, Bruckmühl war bemüht, ohne jedoch gefährlich zu werden.

Kurz nach dem Seitenwechsel war die Partie dann bereits so gut wie entschieden. Nach einem Zweikampf im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Stefan Hofinger traf zum 2:0 für den TuS. Bereits wenige Augenblicke zuvor hätten die Gäste ihren zweiten Treffer an diesem Abend erzielen können.

SV Bruckmühl lädt TuS Holzkirchen ein

Am meisten ärgerte Probst jedoch nicht das zweite Gegentor an sich, sondern die Entstehung der Elfmeterszene: „Wir spielen 18 Meter vor dem eigenen Tor einen Fehlpass auf drei Meter. Das bricht und natürlich das Genick.“

Bruckmühl warf mit Fortgang der Partie alles nach vorne, wurde jedoch nur selten gefährlich. Ein Versuch von Cosentino ging am langen Eck vorbei. Die beste Chance hatte Luca Piga. Der Mittelfeldspieler zog von der rechten Seite nach innen, ließ mehrere Gegenspieler aussteigen, setzte seinen Abschluss aus zentraler Position jedoch zu zentral.

SV Bruckmühl agiert offensiv mal wieder zu harmlos

In der altbekannten Schwäche sah auch Probst das größte Problem: „Wir sind einfach nicht zu Torchancen gekommen. Wir haben den Ball erst gar nicht in die Box bekommen. Wenn man nicht vor das Tor kommt und nicht auf das Tor schießt, kann man auch kein Tor machen. Das war leider absolut der Fall. Wir müssen zielstrebiger und klarer vor der Kiste werden. Wenn wir schon so viel Aufwand betreiben, muss der Ball auch in den Strafraum hinein. Da wo es dem Gegner weh tut, war der Ball zu selten. Viele Aktionen sind vor und um den Sechzehner herum verpufft. Eine der wenigen Möglichkeiten muss drin sein, dann geht auch noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Ohne eine solche Initialzündung wird es dann natürlich schwierig“, erklärte Probst „den Schlüssel für die Niederlage“: „Holzkirchen war in den entscheidenden Situationen einfach wacher, spritziger und vor allen Dingen schneller im Kopf.“

Dem TuS boten sich immer wieder Kontergelegenheiten. Die frühe und vorläufige endgültige Entscheidung fiel dabei allerdings nicht. Allerspätestens mit der zehn-minütigen Zeitstrafe gegen Cosentino in der Schlussphase war die Partie dann dennoch final entschieden.

Mike Probst: „Eine sehr vermeidbare Niederlage“

Mit der Defensivleistung zeigte sich Probst trotz der Niederlage dennoch weitestgehend einverstanden: „Holzkirchen hat ein paar Situationen nicht sauber genug ausgespielt, aber unsere Restverteidigung war gut. Das Verhalten unserer Defensive war grundsätzlich in Ordnung.“

Insgesamt wäre der Tabellendritte trotz des Endergebnisses durchaus schlagbar gewesen, wie auch Probst feststellte: „Es war eine sehr vermeidbare Niederlage“. Der Fokus liegt für den Trainer nun jedoch bereits klar auf dem Kellerduell gegen den TSV Zorneding am Samstag. Zuvor steht noch für die zweite Mannschaft am Donnerstag ab 20 Uhr in der Kreisklasse das Heimspiel gegen den SV Riedering an. (Alexander Nikel)