
Diesen Sonntagmittag hatte sich der VfL Witzhelden II anders vorgestellt. Im Gastspiel beim Fünften VfB Langenfeld II kassierte der Spitzenreiter der Kreisliga C Solingen eine kernige 0:4-Niederlage, die den Trainer Stephan Grallert zwar ärgert, die er andererseits aber auch einzuschätzen weiß.
"Die Niederlage war verdient, aber auch unglücklich. Wir haben einfach kein Bein auf den Boden bekommen, und zurecht gegen einen starken Gegner verloren", erklärte Grallert mit etwas Abstand. Wieder einmal waren mit Max Jememy Potou, Marc Zimmermann, Atdhedon Krasniqi, Bastian Diefenbach, Jannik Morsch, Cedric Piotraschke und kurzfristig auch noch Jetmir Bujupi eine Reihe von Spielern zu ersetzen. Oft hat das Team dennoch die Leistung abgerufen, diesmal reichte es so nicht. "Personell konnten wir das auffangen, aber leider nicht so wie gewünscht. Aber jetzt draufzuhauen ist absolut nicht nötig. Meine Jungs wissen, denke ich, selbst, dass das nichts war, und wir uns so eine Leistung und Einstellung besser nicht nochmal erlauben sollten."
Nach einem 0:2-Rückstand schon zur Pause durch Leonardo Tuttolomondo und Jan-Philipp Klaßen war ein früher Platzverweis gegen den VfL in der zweiten Hälfte dann der endgültige Knackpunkt. Letztlich schnürten die beiden Langenfelder Torschützen so noch einen Doppelpack. "Diese frühe Rote Karte in Halbzeit zwei, der Ausfall von Kevin Schmitz schon nach zehn Minuten, zwei Tore mit Ende der ersten Halbzeit, die wir uns quasi selbst reinmachen, da kam dann doch viel zusammen", erklärt Grallert, der dann aber gleich wieder positiv wird: "Naja, was soll es. Wir sind aktuell Erster mit neun Punkten Vorsprung auf Platz zwei und zwölf auf Platz drei, es ist also nichts passiert. Kappe richten, Sinne wieder schärfen, hoffen, dass der eine oder andere für das nächste Spiel zurückkehrt und weiter geht's." Am kommenden Wochenende hat der VfL erst einmal spielfrei, am 6. April geht es am 26. Spieltag dann zum Achten BSC Union Solingen II.
