2026-03-25T14:09:28.761Z

Ligabericht

»Zu ideenlos«: Schalding geht trotz 65-minütiger Überzahl leer aus

26. Spieltag in der Bayernliga-Süd: Köck-Elf in Gundelfingen zwar mit Chancen, jedoch vorm Tor ohne Fortune +++ Endstand aus SVS-Sicht: 0:1

von Stephan Hörhammer · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
Das Hinspiel am Reuthinger Weg zwischen dem SVS und dem FC Gundelfingen endete 1:1 unentschieden. Im heutigen Rückspiel hatten die Schwaben am Ende die Nase knapp vorne.
Das Hinspiel am Reuthinger Weg zwischen dem SVS und dem FC Gundelfingen endete 1:1 unentschieden. Im heutigen Rückspiel hatten die Schwaben am Ende die Nase knapp vorne. – Foto: Walter Brugger

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Vor dem Gastspiel beim FC Gundelfingen war die Marschroute für den SV Schalding-Heining klar: Nach der unnötigen Heimpleite gegen Heimstetten sollte beim Tabellenachten in Schwaben die Wende her. Schaldings Trainer Stefan Köck warnte jedoch bereits vor dem Anpfiff eindringlich vor dem Aufsteiger, der mit zwei Siegen im Rücken vor Selbstvertrauen strotzte: „Das wird eine sehr schwierige Aufgabe für uns.“

Dass Köck mit seiner Einschätzung recht behalten sollte, zeigte sich bereits in der Anfangsphase im Schwabenstadion. Zwar setzte Schaldings Drofa bereits in der ersten Spielminute ein dickes Ausrufezeichen, als er den Ball volley an die Lattenoberkante hämmerte, doch der erste Jubel gehörte den Gastgebern. In der 8. Minute brachte Achatz den Ball gefährlich vors Tor, wo David Spizert nach einem geblockten Versuch am schnellsten schaltete und das Leder aus der Drehung zum 1:0 im kurzen Eck versenkte.

Die Partie hätte eine Wendung nehmen können, als Gundelfingens Yannick Maurer in der 25. Minute unter undurchsichtigen Umständen die glatte Rote Karte sah. Doch trotz der frühen Überzahl taten sich die Niederbayern gegen die zweikampfstarken Schwaben schwer, spielerische Lösungen zu finden. Kurz vor dem Pausenpfiff vergab Fabian Schnabel aus spitzem Winkel die letzte nennenswerte Chance zum Ausgleich, sodass es mit der knappen Führung für den FCG in die Kabinen ging.

Auch im zweiten Durchgang rannte der SVS unermüdlich an, doch Abschlüsse von Abaz Mazrekaj aus der Distanz und Torjäger Markus Gallmaier strichen jeweils knapp über die Querlatte. Gundelfingen blieb durch Standards gefährlich, wie ein Freistoß von Jeremias Seibold bewies, bei dem sich SVS-Keeper Herzig mächtig strecken musste. In einer hitzigen Nachspielzeit eskalierte die Stimmung schließlich noch: Rudelbildung war angesagt, die Gundelfingens Niklas Fink eine weitere Rote Karte einbrachte.

Am Ende rettete der FCG den knappen 1:0-Vorsprung in Unterzahl über die Zeit, während Schalding-Heining den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld vorerst verpasst.

Das Spiel aus Sicht von Schaldings Teammanager Jürgen Fuchs: "Nach einer Unachtsamkeit sind wir gleich zu Beginn in Rückstand geraten. Und nach der roten Karte für den Gegner fanden wir auch keine Lösungen, um in die gefährliche Zone zu gelangen. Gundelfingen schaffte es hingegen mit vielen Kleinigkeiten immer wieder viel Zeit von der Uhr zu nehmen. In mehr als 60 Minuten in Überzahl konnten wir dabei nur ein oder maximal zwei Chancen erspielen. Gegen einen dann sehr tief stehenden Gegner waren wir am Ende zu ideenlos."

Das Spiel aus Sicht von Schaldings Trainer Stefan Köck: "Wir hätten durch eine sehr gute Chance in Führung gehen können, haben's aber leider versäumt sie zu verwandeln - und kassieren danach einen Gegentreffer aufgrund einer Unachtsamkeit bei einem langen Ball. Nach der roten Karte waren wir lange Zeit in Überzahl, hatten Chancen, aber eigentlich zu wenige. Somit haben wir's nicht mehr geschafft, den Ausgleich zu erzielen - und fahren wieder mit leeren Händen heim."