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Ligavorschau

»Zu Hause den nächsten Dreier holen« – Ebersdorf fordert Eisingen

Verfolgerduell in Ebersdorf +++ Sylvia empfängt nach souveränem Auswärtssieg den TSV Eisingen +++ Gäste wollen Dämpfer wiedergutmachen

von Marco Baumgartner · 10.09.2026, 17:30 Uhr · 0 Leser
Der Aufsteiger aus Ebersdorf hat gegen Schwebenried wieder in die Spur gefunden und will daheim gegen den TSV Eisingen nachlegen.
Der Aufsteiger aus Ebersdorf hat gegen Schwebenried wieder in die Spur gefunden und will daheim gegen den TSV Eisingen nachlegen. – Foto: Julien Christ / sportfotografi

Am 11. Spieltag der Landesliga Nordwest kommt es zum hochinteressanten Verfolgerduell zwischen dem SC Sylvia Ebersdorf und dem TSV Eisingen. Während der überraschende Aufsteiger aus Ebersdorf nach einer kleinen Schwächephase dank zweier Siege in Serie wieder mit breiter Brust aufspielt, wollen die Gäste aus Eisingen nach dem bitteren Dämpfer in Frammersbach umgehend in die Erfolgsspur zurückkehren.

In der Tabelle trennen die beiden Kontrahenten derzeit lediglich zwei Punkte: Der SC Sylvia Ebersdorf belegt mit starken 19 Zählern den 4. Tabellenplatz, knapp dahinter rangiert der TSV Eisingen mit 17 Punkten auf dem 6. Rang.

Ebersdorf findet nach Schwächephase zur Effektivität zurück

Der Aufsteiger SC Sylvia Ebersdorf feierte am vergangenen Spieltag einen ungefährdeten 3:0-Auswärtserfolg bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach. Sertan Sener per Doppelpack und Boris Nana Tonzi stellten bereits im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg.

Ebersdorfs Trainer Jakob Engelmann blickt auf die vorangegangene Durstrecke und die Reaktion seiner Elf zurück: „Ich meine, dass wir mal drei Spiele verlieren, war fast zu befürchten als Aufsteiger. Allerdings war es ein wenig die Art und Weise und auch die Höhe letztendlich schon ein bisschen, ja, erschreckend ist vielleicht zu viel, aber es hat uns schon ein bisschen überrascht, vor allem das Auftreten, das wir da an dem Tag einfach hingelegt haben.“

Verlassen konnte sich der Coach dabei auf das gewachsene Gefüge innerhalb des Kaders. „Das spricht, glaube ich, auch für das Team, weil es eben eine gewachsene Mannschaft ist. Wir haben uns in den letzten zwei, drei Jahren eigentlich immer nur mit drei, vier, fünf Leuten verstärkt. Und ja, die Mannschaft ist eigentlich größtenteils echt zusammengewachsen. Und ich glaube, das macht uns auch ein Stück weit aus“, hebt Engelmann hervor.

Mit dem Auftritt beim jüngsten Auswärtsdreier zeigte er sich sachlich zufrieden: „Wir waren sehr, sehr effektiv, haben zwei Standards genutzt, hatten zwei, drei sehr gute Umschaltmomente, woraus letztendlich auch ein Tor fällt.“ Vor dem Duell mit Eisingen hat der 36-Jährige den kommenden Gegner jedoch auch beobachtet: „Gegen Coburg haben sie sehr, sehr gut gespielt, wie wir finden. Standen hinten, relativ safe. Sie haben bisher auch echt nicht viel Gegentore bekommen und haben, finde ich, nach vorne einen sehr, sehr sauberen Ball gespielt.“ Die Marschroute für das Heimspiel steht dennoch fest: „Aber ist auch klar, dass wir zu Hause mit den zwei Siegen jetzt im Rücken auch versuchen, den nächsten Dreier daheim zu holen.“

Eisingen muss Dämpfer abshaken und auf eigene Stärken setzen

Der TSV Eisingen musste am vergangenen Spieltag einen Rückschlag hinnehmen und unterlag beim TuS Frammersbach deutlich mit 0:3. Trainer Markus Köhler redet nicht um den heißen Brei herum: „Frammersbach hat verdient 3:0 gewonnen. In jedem Spiel hat man die Möglichkeit, irgendwo zu punkten. Aber in dem Spiel war es schon so, dass die Leistung es nicht verdient gehabt hätte, dort zu etwas mitzunehmen.“

Trotz der Niederlage zeigt sich Köhler mit dem bisherigen Saisonverlauf absolut einverstanden: „Mit dem Saisonverlauf können wir im Moment klar zufrieden sein. Ich glaube es waren aus den ersten fünf Spielen zehn Punkte, die zweiten fünf Spiele sieben Punkte. Es ist ordentlich, nur lang nicht so, dass wir uns irgendwo darauf ausruhen können.“ Die Ausgeglichenheit der Spielklasse fordert jedoch volle Konzentration. „Die Landesliga ist sehr, sehr ausgeglichen. Das merkt man immer wieder. Und es bestätigt einmal mehr, dass man auf sich selber schauen muss und selber auf seine Leistungen und seine Punkte, die man dann irgendwo einfahren muss“, betont der Eisinger Übungsleiter.

Vor dem Kontrahenten zeigt er großen Respekt: „Mit 19 Punkten, sehr, sehr ordentlich als Aufsteiger. Die machen seit dem ersten Spieltag, sehr gute Arbeit. Die 19 Punkte muss man erstmal holen.“ Die eigene Ausrichtung bleibt dennoch unverändert: „Wichtig ist, auf die eigene Leistung zu schauen, dass wir da wieder hinkommen, den Gegner im Endeffekt vor Probleme zu stellen. Und gleichzeitig einfach die Stärke des Gegners zu minimieren. Es wäre natürlich sehr wünschenswert, wenn wir da am Samstag im Endeffekt mit Punkten nach Eisingen zurückkehren können.“

Man darf gespannt sein, ob Ebersdorf seinen Heimnimbus verteidigt oder ob Eisingen die Punkte aus Oberfranken entführt.

Die weiteren Spiele des 11. Spieltags: