2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die Zornheimer jubeln nach dem Treffer zum 4:2 durch Niklas Kasper.	Foto: Axel Schmitz/pakalski-press
Die Zornheimer jubeln nach dem Treffer zum 4:2 durch Niklas Kasper. Foto: Axel Schmitz/pakalski-press

Zornheim zurück in der Bezirksliga

TSV sichert sich den direkten Wiederaufstieg

Mauchenheim. Bengalos werden gezündet, laute Jubelgesänge schallen über den Fußballplatz bei der SG Mauchenheim/Freimersheim. Aber es sind nicht die Gastgeber, die ausgelassen vor rund 600 Fans über den Rasen tanzen. Vielmehr sind es die Gäste des TSV Zornheim, die den Aufstieg in die Bezirksliga Rheinhessen bejubeln. Möglich gemacht haben dies zwei Siege: Ein 1:0-Erfolg im ersten Relegationsspiel in Zornheim und nun ein 4:3 (3:0) im zweiten Match. Im Kräftemessen zweier A-Klassen-Clubs hat sich der Vizemeister aus dem Fußballkreis Mainz-Bingen gegen den Vertreter aus der Region Alzey-Worms durchgesetzt.

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Es war eine intensive und zweikampfbetonte Partie, die beide Mannschaften in Unterzahl beendeten. In der ersten Halbzeit (38.) erwischte es den Zornheimer Henrik Seeland, der nach einem Geschubse im Strafraum der Gastgeber die Rote Karte sah. Seeland hatte zu Beginn des Spiels die Gastgeber mit einem Freistoß-Tor zum 1:0 bereits in der 2. Minute kalt erwischt. Nur wenig später (9.) schockte Fabian Benedikt Meurer die Gäste ein zweites Mal. Und nach feiner Vorarbeit von Adrian Mansouri erhöhte Kapitän Nils Horn auf 3:0 (30.).

Beide Teams beenden die Partie mit zehn Spielern

Nach Wiederbeginn wurde die Partie zunehmend kampfbetonter. Viele Nickeligkeiten störten den Spielverlauf. Die Gastgeber versuchten, die Überzahlsituation auszunutzen. Aber ihr Keeper Niclas Klemmer musste zunächst einen tückischen Schlenzer von Dennis König entschärfen, indem er den Ball reflexartig über die Latte lenkte (48.). Es dauerte bis zur 78. Minute, als Grimm der Anschlusstreffer mit zentralem Schuss aus 14 Metern gelang – 1:3. Dann geriet auch die Heimelf in Unterzahl: Nachdem Grimm nach einem Foul seinen Gegenspieler aggressiv angegangen war und die Rote Karte sah (82.).

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorne und verkürzten auf 2:3 (84.). Kapitän Christian Sauder hatte in Gerd-Müller-Manier aus der Drehung getroffen. In der Nachspielzeit (90.+3) fiel dann allerdings die endgültige Entscheidung: Zornheims Niklas Kasper traf zum 4:2. Die Gelbe Karte für das Ausziehen des Trikots nahm er gerne in Kauf. Die Gastgeber ließen sich indes nicht hängen und betrieben durch Robin Wotschke noch Ergebniskosmetik (90.+5).

„Leider sind wir in kürzester Zeit 0:2 in Rückstand geraten. Dann haben wir praktisch die ganz erste Halbzeit gebraucht, um uns wieder zu sammeln“, bedauerte SG-Trainer Heiko Völker. „Wir wollten die zweite Halbzeit besser gestalten, was uns auch gelungen ist. Aus unserer Überzahl hätten wir mehr machen können. Immerhin haben wir uns nicht hängen lassen und noch drei Tore geschossen. Unter dem Strich war es aber eine tolle Saison.“

Auch Gäste-Trainer Niklas Grimm hatte den Aufstieg mit seiner sehr jungen Mannschaft nicht als Saisonziel ausgegeben. „Wir waren über weite Strecken spielbestimmend“, sprach er von einem verdienten Sieg. Die Rote Karte hätte man nicht geben müssen, befand er. „Bei einem Mann weniger rutschen schon mal lange Bälle durch.“ Sprach’s, und mischte sich unter die Feiernden.

Feiern darf auch der TSV Wackernheim, der durch Zornheims Aufstieg in der A-Klasse bleibt.



Aufrufe: 03.6.2024, 10:50 Uhr
Martin GebhardAutor