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Zlatan-Style: Mit Hacken-Volley ins ZDF Sportstudio

Luke Schmitz darf nach seinem Hacken-Volley bei der Hallenstadtmeisterschaft an die Torwand im ZDF.

von Luca Bartsch · 29.01.2026, 14:36 Uhr · 0 Leser
Luke Schmitz nach seinem Traumtor.
Luke Schmitz nach seinem Traumtor. – Foto: Daniel Frenken

Ein Moment der Intuition: Mit einem spektakulären Hacken-Volley bei der Heinsberger Hallenstadtmeisterschaft erzielte Luke Schmitz das wohl schönste Tor des Turniers, vielleicht sogar der Hallensaison. Der Treffer wurde an fussball.de gesendet – und bringt den 20-Jährigen nun ins ZDF Sportstudio, wo er am 31. Januar an der legendären Torwand antreten darf.

Manche Tore entstehen aus einstudierten Abläufen, andere aus purer Intuition – und ganz wenige bleiben für immer im Gedächtnis. Luke Schmitz ist mit gerade einmal 20 Jahren genau so ein Treffer gelungen. Bei der Heinsberger Hallenstadtmeisterschaft verarbeitete der Spieler von Union Schafhausen einen langen Ball seines Torhüters im Rückwärtslaufen per Hacken-Volley und setzte ihn unhaltbar in den Winkel. Ein Traumtor, das den Rechtsfuß nun ins ZDF Sportstudio führt.

Das Traumtor im Video (letzter Slide)

Schmitz: "Passiert wahrscheinlich nur einmal im Leben"

Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihm in dieser Szene nicht. „Ich habe mir gar nicht viel gedacht. Ich habe nur einen langen Weg gemacht, um den Raum hinten zu öffnen“, erinnert sich Schmitz. Als der Flugball dann perfekt kam, folgte kein Zögern mehr: „Ich stand mit dem Rücken zum Tor, dann war es einfach Intuition. Dass der Ball dann so perfekt reinfliegt, passiert wahrscheinlich nur einmal im Leben.“ Ob der Ball wirklich so gut saß, realisierte er erst Sekunden später. „Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, ob ich es direkt gemerkt habe. Erst als der Ball im Netz eingeschlagen ist, habe ich wirklich verstanden, was da gerade passiert ist.“

Besonderer Treffer gegen den Bruder

In seiner persönlichen Bestenliste steht der Treffer ganz oben. „Ich bin normalerweise nicht so der Torjäger“, sagt Schmitz mit einem Lächeln. „Von daher ist es auch nicht ganz so schwer“, fügt er scherzhaft hinzu. „Von der Schönheit her ist es mit Abstand Platz eins. Und dass das Tor auch noch gegen meinen Bruder gefallen ist, macht es für mich nochmal besonderer.“

Die Halle reagierte sofort, doch der Moment verflog fast so schnell, wie er entstanden war. „Es ging ein Raunen durch die Halle und alle Schafhausener haben natürlich gejubelt, aber das Spiel ging direkt weiter“, beschreibt Schmitz die Szene. „Ich konnte das gar nicht richtig greifen. Erst im Nachgang, auf den Aufnahmen, habe ich gehört und gesehen, wie laut das wirklich war.“

Seitdem ist der Treffer allgegenwärtig. „Direkt in der Halle wurde ich oft beglückwünscht und auch danach – über Instagram oder beim Training – wird das Tor immer wieder angesprochen“, erzählt er. Der wohl emotionalste Moment folgte jedoch einige Zeit später beim Training. „Wir wurden zusammengerufen und dann hat unser Kapitän David Jenissen seine größte Stärke genutzt: Er hat ein selbstgeschriebenes Gedicht vorgetragen“, berichtet Schmitz. Während der Zeilen wurde klar, worum es ging: die Einladung ins aktuelle Sportstudio. „Es war ein sehr besonderer Moment. Sowas erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben – und dass meine Mannschaft mir das so mitgeteilt hat, war umso schöner.“

Am Samstag, den 31. Januar 2026, darf Luke Schmitz nun im ZDF an der legendären Torwand antreten. Gegen wen, erfährt er erst in der Sendung. Dennoch kribbelt es auch heute schon: „Die Vorfreude überwiegt. Ich mache mir nicht so viel Druck, auch wenn ein bisschen Aufregung dazugehört. Ich freue mich einfach, dabei zu sein.“ Die Neugier auf den Gegner ist trotzdem da. „Ich bin sehr gespannt – hoffe aber natürlich, dass ich gewinnen werde, egal gegen wen.“

Ein paar Übungsschüsse als Vorbereitung müssen reichen

Einen ausgefeilten Plan hat er sich nicht zurechtgelegt. „Ich gehe ganz entspannt in den Abend. Ich werde vorher ein paar Mal an der Torwand üben können und hoffe, dass es dann auch unter Druck klappt. Einen wirklichen Plan habe ich mir aber nicht gemacht“, sagt er lachend.

Begleitet wird Schmitz von Menschen, die ihn auf seinem Weg geprägt haben. „Meinen Vater nehme ich mit, weil er seit meiner Kindheit quasi bei jedem Spiel dabei war“, erklärt er. Dazu kommen der Vorlagengeber des Traumtores, Torwart Niklas Giesen, „als Dank für die perfekte Vorlage“, sowie Kapitän David Jenissen „für die ganze Organisation und das wundervolle Gedicht“.

Dass Familie und Freunde hinter ihm stehen, bedeutet ihm viel. „Die werden alle vor dem Fernseher sitzen und sich die Sendung anschauen. Es ist einfach schön zu wissen, dass so viele Leute hinter einem stehen und einen unterstützen.“