
Die Brandenburgliga hält die Luft an. Am Samstag, 16. Mai 2026, steht der 26. Spieltag auf dem Programm – und die Lage in der Tabelle könnte dramatischer kaum sein. MSV 1919 Neuruppin führt mit einem einzigen Punkt vor dem 1. FC Frankfurt, vier Spieltage vor Saisonende. Unten kämpfen gleich mehrere Klubs um jeden Punkt, um den bitteren Gang in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Ein Spieltag, der Geschichten schreibt.
Der erste Knall des Tages kommt bereits um 13 Uhr: Tabellenführer MSV 1919 Neuruppin empfängt die BSG Stahl Brandenburg. Neuruppin steht mit 52 Punkten an der Spitze, hat aber nur einen einzigen Zähler Vorsprung auf den Verfolger 1. FC Frankfurt (Oder) mit 51 Punkten. Jeder Ausrutscher kann die Tabellenführung kosten – und vier Spieltage vor dem Ende ist das ein Gedanke, der in den Köpfen der Neuruppiner schwer wiegen dürfte. Die Erinnerung ans Hinspiel gibt Mut: Damals gewann Neuruppin auswärts mit 2:1 gegen Stahl Brandenburg. BSG Stahl hingegen belegt mit 37 Punkten Rang fünf und hat noch eigene Ambitionen auf eine stärkere Abschlussplatzierung. Für Neuruppin gilt: Siegen oder zittern.
Wenn Miersdorf auf BSC Süd trifft, prallen zwei Welten aufeinander. Der Brandenburger SC Süd 05 ist mit 43 Punkten und Rang drei die dritte Kraft der Liga – klar im oberen Tabellendrittel beheimatet. Miersdorf dagegen steckt tief im Abstiegsstrudel: Platz 13, lediglich 27 Punkte, ein Torverhältnis von -21. Das Hinspiel war eine eindeutige Angelegenheit: BSC Süd siegte 2:0. Für Miersdorf ist es in dieser späten Saisonphase ein Endspiel nach dem anderen. Punkte gegen einen Gegner dieser Klasse zu holen, grenzt unter diesen Umständen fast an das Wunderbare – doch genau das brauchen sie.
Ahrensfelde, Vierter mit 38 Punkten, will den Anschluss an die obere Tabellenregion festigen. Zu Hause gegen Altlüdersdorf sollte das möglich sein: Die Gäste vom SV Altlüdersdorf stehen mit 28 Punkten auf Rang elf und kämpfen noch um einen gesicherten Mittelfeldplatz. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1, doch die Kräfteverhältnisse haben sich seitdem zugunsten Ahrensfeldes verschoben. Für Altlüdersdorf wäre ein Punktgewinn wertvoll, aber ein Sieg in Ahrensfelde erfordert eine Topleistung.
Dieses Duell zweier Abstiegskandidaten hat eine besondere Note. Ludwigsfelde steht auf Rang 12 mit 27 Punkten, BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow auf Rang 15 mit nur 24 Punkten – beide tief im Keller. Das Hinspiel hat sich tief ins Gedächtnis gebrannt: Preußen Blankenfelde fertigte Ludwigsfelde mit 6:1 ab – eine der deutlichsten Niederlagen der Saison für die Gastgeber. Nun, im Rückspiel, dürfte die Motivation bei Ludwigsfelde besonders hoch sein. Doch wer auch immer hier verliert, steht mit dem Rücken zur Wand. Ein Kellerduell von höchster Dramatik.
Der 1. FC Frankfurt (Oder) jagt Neuruppin. Mit 51 Punkten, 17 Siegen und einem beeindruckenden Torverhältnis von +40 ist Frankfurt die torreichste und gefährlichste Mannschaft der Liga. Auf dem Weg zum Titel muss Frankfurt liefern – und der heutige Gegner, Werderaner FC Viktoria 1920, ist trotz seines schwachen Tabellenplatzes (Rang 14, 25 Punkte) keine leichte Beute. Das Hinspiel gewann Frankfurt allerdings souverän mit 5:2. Wenn Frankfurt heute erneut triumphiert und gleichzeitig Neuruppin patzt, dreht sich die Tabellenspitze. Spannung garantiert.
TuS 1896 Sachsenhausen steht auf Rang zehn mit 31 Punkten, FSV Union Fürstenwalde auf Rang sechs mit 36 Punkten. Die Fürstenwalder haben noch Ambitionen auf einen einstelligen Tabellenplatz, Sachsenhausen dagegen möchte den Anschluss nach oben halten. Das Hinspiel war spektakulär: 4:4 lautete das furiose Unentschieden. Beide Mannschaften stehen offensiv in der Verantwortung – ein weiteres Torfestival ist nicht ausgeschlossen.
Petershagen trägt die rote Laterne der Liga – Rang 16, nur 21 Punkte. Gegen den Oranienburger FC Eintracht 1901, der mit 32 Punkten auf Rang acht deutlich komfortabler dasteht, braucht Petershagen dringend einen Sieg. Das Hinspiel läuft der Gastgeber noch immer nach: Oranienburg siegte 3:0. Petershagen steckt in einer tiefen Krise, doch Heimspiele können Kräfte freisetzen, die in der Tabelle unsichtbar sind. Für den Klassenerhalt ist heute ein Dreier schlicht und ergreifend ein Muss.
Den Abschluss des Spieltags bildet die Partie zwischen TSG Einheit Bernau und SV Germania 90 Schöneiche – zwei Mannschaften, die im Mittelfeld der Tabelle eng beieinander liegen. Schöneiche steht mit 35 Punkten auf Rang sieben, Bernau mit 32 Punkten auf Rang neun. Das Hinspiel gewann Bernau 1:0 – ein knappes, hartes Ergebnis. Wer heute gewinnt, verbessert die eigene Ausgangsposition für die verbleibenden Spieltage erheblich. Ein Duell auf Augenhöhe, das bis zur letzten Minute offen bleiben dürfte.
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