
Schon in den vergangenen Spielzeiten zeigte der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind, dass dieser Verein zur Spitzengruppe der Landesliga gehört. Auch in der Hinserie der aktuellen Saison bestätigte es die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Zinken. Der Übungsleiter sprach über den ersten Saisonabschnitt seines Teams.
In den vergangenen drei Spielzeiten landete der SC unter dem alten Trainer David Gsella jeweils auf dem dritten Tabellenplatz. Zur neuen Saison übernahm Zinken das Team und beendete die Hinserie ebenfalls auf dem dritten Rang. "Als Trainer ist man grundsätzlich nie ganz zufrieden. Wenn man jedoch die Ausgangslage und die bisherige Entwicklung betrachtet, kann man festhalten, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Die Mannschaft hat wichtige Schritte gemacht, auch wenn wir unser volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben", sagte der 38-Jährige über den ersten Saisonabschnitt seiner Mannschaft.
Der Chefcoach wechselte vor der Spielzeit vom Ligakonkurrenten TuS Marialinden zur Borussia und machte dort weiter, wo sein Vorgänger aufhörte. Als Gründe für den Erfolg nannte er: "Ein wesentlicher Faktor war unsere körperliche Verfassung. Wir waren in der Lage, über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo zu gehen. Diese Basis haben sich die Spieler im Training hart erarbeitet. Zudem hat die Mannschaft Rückschläge gut verarbeitet und immer wieder Charakter gezeigt."
Nach einer 1:6-Auswärtsklatsche beim Konkurrenten SV Grün-Weiss Brauweiler fing sich sein Team schnell und reagierte am darauffolgenden Spieltag mit einem 1:0-Erfolg gegen den SC Fortuna Bonn. Hinzu kommt neben den Liga-Siegen auch der Einzug in das Mittelrheinpokal-Viertelfinale in dem Hohenlind auf den Bonner SC trifft.
Doch auch diese starke Hinrunde hatte kleine Baustellen, die der Übungsleiter gerne verbessern will. Nur 21 erzielte Tore bedeuten für den SC einen klaren Rückstand im Vergleich zur Offensive der Konkurrenz. Während der Tabellenführer FSV SW Neunkirchen-Seelscheid bereits 42 Mal erfolgreich vor dem gegnerischen Kasten war, kommt die Offensivabteilung des SV Grün-Weiss Brauweiler auf ganze 38 Treffer. "Wir erspielen uns regelmäßig gute Torchancen, nutzen diese aber noch nicht effizient genug. Oft entscheiden Kleinigkeiten im letzten Moment. Daran arbeiten wir intensiv, um in Zukunft mehr Ertrag aus unseren Möglichkeiten zu ziehen", erklärte Zinken.
Durch die vergebenen Möglichkeiten verpasste es die Borussia an der Spitze dran zu bleiben - neun Punkte trennen Hohenlind aktuell vom Spitzenreiter aus Neunkirchen. Über das Verbesserungspotenzial in der Rückrunde äußerte der Übungsleiter daher: "Der Schlüssel liegt in der Konstanz. Wir müssen unser Leistungsniveau über einen längeren Zeitraum stabil halten. Darüber hinaus gilt es, unsere Chancen konsequenter zu nutzen, um enge Spiele häufiger auf unsere Seite zu ziehen."
Auch in der Transferplanung hat sich etwas getan beim SC. "Aktuell stehen drei Abgängen drei Zugänge gegenüber. Der Kader ist damit ausgewogen aufgestellt. Weitere Veränderungen sind derzeit nicht geplant, wir bleiben aber aufmerksam, falls sich noch eine sinnvolle Option ergibt", verriet Zinken.
Alexander Runkel, Karim Sharaf und Pascal Reitmeier verließen den Verein in der Winterpause. Mit den Transfers von Lasse Lund, Ricky Fritzen und Louis-Noel Nowack reagierte der Verein auf die Abgänge. Alle drei Zugänge sind jung, sammelten zeitgleich allerdings schon viel Erfahrung im Seniorenbereich. Allen voran Fritzen überzeugte mit starken Statistiken. In der Saison 2024/25 kam der 22-Jährige auf 24 Treffer und 19 Vorlagen in 27 Bezirksliga-Partien.
Mit neun Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze liegt der Traum vom Aufstieg zwar noch in weiter Ferne, die Chance besteht jedoch weiterhin. Dafür muss die Borussia allerdings offensiv erfolgreicher werden um die Spiele früher entscheiden zu können. Mit Blick auf die Rückserie sagte der Cheftrainer: "Wir wollen den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und unsere Leistungen weiter stabilisieren. Ziel ist es, in der Rückrunde noch etwas mehr Punkte zu sammeln als in der Hinrunde."
Mit der gezeigten Entwicklung, gezielten Verstärkungen und einer effizienteren Offensive bleibt der Blick nach oben für die Borussia weiterhin berechtigt.
