2026-04-09T03:39:01.720Z

Allgemeines

Zimmern und Empfingen im Fernduell, Pfullingen ist Favorit

Landesliga, Staffel 3: Die Übersicht aller Partien des 26. Spieltags

von Timo Babic · Heute, 12:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Der 26. Spieltag der Landesliga, Staffel 3, führt die Teams tief hinein in die entscheidende Phase der Saison. Ob Spitzengruppe, gesichertes Mittelfeld oder Tabellenkeller: Für viele Klubs geht es nun um weit mehr als nur drei Punkte. Die jüngsten Ergebnisse haben Fronten geschärft, Hoffnungen genährt und Sorgen vergrößert. Entsprechend geladen ist die Ausgangslage vor diesem Spieltag, an dem fast jede Partie eine neue Richtung vorgeben kann.

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Diese Begegnung trägt die Wucht eines Topspiels in sich. Der SV Zimmern reist als Tabellendritter mit 47 Punkten an und hat mit dem furiosen 7:0 gegen die Spvgg Freudenstadt ein mächtiges Ausrufezeichen gesetzt. Der Abstand zur SG Empfingen auf Rang zwei ist gering, nach vorne lebt also weiter die große Hoffnung, den Druck auf die Spitzengruppe hochzuhalten. Zimmern geht mit breiter Brust in dieses Duell.

Doch auch der SC 04 Tuttlingen hat zuletzt Selbstvertrauen gesammelt. Das 2:0 bei TuS Ergenzingen war für den Tabellenachten ein wichtiger Sieg, um sich im gesicherten Mittelfeld weiter zu stabilisieren. Mit 34 Punkten hat Tuttlingen eine ordentliche Ausgangsposition, könnte mit einem Heimerfolg aber noch enger an die obere Tabellenhälfte heranrücken. Gerade zu Hause dürfte die Mannschaft darauf brennen, dem Favoriten einen empfindlichen Dämpfer zu verpassen.

Das Hinspiel war mit 4:1 eine klare Angelegenheit für den SV Zimmern. Genau darin liegt nun der Reiz dieser Partie: Zimmern will seine Ambitionen untermauern, Tuttlingen sucht vor eigenem Publikum die Revanche. Es ist ein Spiel, in dem die Rollen verteilt scheinen – und gerade deshalb enorme Spannung entsteht.

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Im Tabellenkeller ist dies eine Partie mit schneidender Bedeutung. Der TSV Harthausen/Scher steht mit 16 Punkten auf Rang 16 und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Der SSC Tübingen ist mit 25 Punkten Dreizehnter und hat sich noch längst nicht in Sicherheit gebracht. Für beide Mannschaften ist dieses Spiel deshalb weit mehr als ein gewöhnlicher Ligatermin.

Die Ausgangslage nach dem letzten Spieltag könnte gegensätzlicher kaum sein. Harthausen/Scher unterlag beim VfL Nagold deutlich mit 0:5 und musste einen herben Rückschlag hinnehmen. SSC Tübingen verlor zwar ebenfalls, zeigte beim 2:4 gegen den VfB Bösingen aber zumindest offensive Lebenszeichen. Dennoch bleibt der Druck auf die Tübinger enorm, denn jeder verschenkte Punkt kann im Abstiegskampf schwer wiegen.

Das Hinspiel gewann der SSC Tübingen mit 3:0, zudem musste Harthausen/Scher damals eine Gelb-Rote Karte hinnehmen. Diese Erinnerung wird den Gastgeber zusätzlich antreiben. Für Harthausen/Scher ist es womöglich eine der letzten Chancen, noch einmal ernsthaft Boden gutzumachen. Für Tübingen wäre ein Auswärtssieg dagegen ein Befreiungsschlag, der Luft im Tabellenkeller verschaffen könnte.

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Auf dem Papier scheinen die Rollen klar verteilt. Der FC 07 Albstadt steht mit 18 Punkten auf Rang 14 und steckt tief im Abstiegskampf. Der VfL Nagold ist Vierter, hat 43 Punkte und mit dem jüngsten 5:0 gegen Harthausen/Scher eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Nagold tritt mit Rückenwind an, Albstadt mit wachsendem Druck.

Besonders schmerzhaft war für Albstadt das 0:2 bei der TSG Balingen II. Die Niederlage passte ins Bild einer schwierigen Saison, in der die Mannschaft mit 21:50 Toren zu viele Rückschläge einstecken musste. Jeder Punkt ist nun kostbar. Vor eigenem Publikum muss Albstadt Wege finden, sich gegen einen Gegner zu stemmen, der zuletzt in starker Verfassung wirkte.

Das Hinspiel war beim 4:0 für Nagold eine klare Sache, zudem sah Albstadt damals eine Rote Karte. Genau deshalb liegt in dieser Partie eine besondere Brisanz. Nagold will seine Position in der Spitzengruppe festigen und vielleicht sogar noch weiter nach vorne schielen. Albstadt dagegen kämpft mit aller Macht gegen das Abrutschen. Es ist das klassische Duell zwischen Ambition und nacktem Überlebenswillen.

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Für die Spvgg Freudenstadt wird die Lage immer bedrohlicher. Der Aufsteiger ist mit 16 Punkten Tabellenletzter, die Hypothek von 80 Gegentoren ist gewaltig. Das 0:7 in Zimmern war ein schwerer Schlag und hat die ohnehin prekäre Situation weiter verschärft. Nun kommt mit dem VfL Pfullingen ein Gegner, der sich seinerseits nach oben orientieren will.

Pfullingen ist Siebter mit 37 Punkten und reist nach dem überzeugenden 3:0 gegen Croatia Reutlingen mit klarem Selbstvertrauen an. Der Abstand zu den Topplätzen ist zwar vorhanden, doch die Mannschaft kann mit einem guten Lauf weiter klettern. Gerade gegen Teams aus dem Tabellenkeller ist die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Pfullingen weiß, dass solche Spiele gewonnen werden müssen, wenn die Saison in der oberen Tabellenhälfte enden soll.

Das Hinspiel gewann der VfL Pfullingen mit 4:2. Auch diesmal spricht vieles für die Gäste, doch Freudenstadt ist der Druck mittlerweile so groß, dass jede Partie Endspielcharakter annimmt. Für den Tabellenletzten geht es darum, sich gegen die drohende Aussichtslosigkeit zu stemmen. Für Pfullingen geht es darum, Stabilität und Anspruch zu verbinden.

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Hier treffen zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander. Der BSV 07 Schwenningen ist mit 33 Punkten Neunter, der SV Seedorf mit 26 Punkten Zwölfter. Zwischen beiden Teams liegen sieben Zähler – genug, um von unterschiedlichen Ausgangslagen zu sprechen, aber nicht genug, um die Partie ihrer Spannung zu berauben. Im Gegenteil: Dieses Spiel ist von großer Bedeutung für die Einordnung beider Saisons.

Schwenningen musste zuletzt beim 0:3 in Mühlheim einen Rückschlag hinnehmen und wird vor heimischem Publikum auf eine Reaktion drängen. Seedorf dagegen schöpfte beim 1:0 gegen den SV Nehren neues Selbstvertrauen und sammelte im Abstiegskampf drei enorm wichtige Punkte. Gerade solche Siege können in dieser Saisonphase Kräfte freisetzen.

Das Hinspiel entschied Schwenningen mit 1:0 für sich. Genau dieses knappe Ergebnis zeigt, was nun erneut zu erwarten ist: ein enges, umkämpftes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden könnten. Schwenningen will den Abstand nach unten vergrößern, Seedorf will den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Viel spricht für ein nervenaufreibendes Duell.

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Auch diese Partie trägt viel Sprengkraft in sich. Der VfB Bösingen ist mit 41 Punkten Fünfter und hat sich durch das 4:2 beim SSC Tübingen in eine gute Position gebracht. Der VfL Mühlheim steht mit 33 Punkten auf Rang zehn, kommt aber ebenfalls mit einem starken Ergebnis: dem 3:0 gegen Schwenningen. Zwei Mannschaften also, die zuletzt Selbstvertrauen tanken konnten.

Für Bösingen ist das Heimspiel die Chance, die starke Platzierung zu verteidigen und den Blick weiter nach oben zu richten. Mit 52 erzielten Toren gehört die Mannschaft zu den offensivstärkeren Teams der Liga, wenngleich die 46 Gegentore zeigen, dass es immer wieder wilde Spiele gibt. Mühlheim hat mit 43:46 Toren ebenfalls eine Bilanz, die auf offene Partien hinweist. Es ist also einiges angerichtet für ein intensives Duell.

Das Hinspiel gewann Bösingen mit 4:1 in Mühlheim. Auch diesmal geht der Tabellenfünfte leicht im Vorteil in die Begegnung. Doch Mühlheim hat sich mit dem jüngsten Heimsieg stabilisiert und kann ohne lähmenden Druck auftreten. Genau das könnte das Spiel gefährlich machen für einen Gastgeber, der die Punkte fest einkalkulieren dürfte.

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Für die SG Empfingen ist diese Partie ein zentrales Spiel im Kampf um die Spitzenplätze. Mit 48 Punkten steht Empfingen auf Rang zwei und hält damit den Relegationsplatz in den Händen. Der Rückstand auf Spitzenreiter TSG Balingen II beträgt sieben Punkte, dahinter lauert Zimmern. Die Lage ist also klar: Empfingen darf sich kaum Ausrutscher erlauben.

Croatia Reutlingen steht mit 30 Punkten auf Rang elf und bewegt sich damit in einer Zone, die noch keinen echten Frieden garantiert. Das 0:3 in Pfullingen war ein Dämpfer. Gerade deshalb wird die Mannschaft zu Hause umso entschlossener auftreten wollen. Gegen einen Spitzenteam Punkte zu holen, hätte große Wirkung – sportlich und emotional.

Das Hinspiel gewann die SG Empfingen knapp mit 2:1. Ein Selbstläufer ist diese Aufgabe also keineswegs. Empfingen geht als Favorit in die Partie, muss aber auf der Hut sein vor einem Gegner, der dringend Zähler gebrauchen kann. Es ist ein Spiel, in dem für beide Seiten viel auf dem Spiel steht: für die Gäste die Aufstiegshoffnung, für die Gastgeber ein wichtiger Schritt zur Absicherung.

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Diese Begegnung ist vor allem für die Gastgeber von großer Bedeutung. Der SV Nehren ist Sechster mit 40 Punkten und hat trotz der knappen 0:1-Niederlage in Seedorf weiterhin die Chance, die Saison in der erweiterten Spitzengruppe zu beenden. Gegen den Tabellenfünfzehnten aus Ergenzingen bietet sich nun die Gelegenheit, den letzten Rückschlag sofort zu korrigieren.

Ergenzingen kommt allerdings ebenfalls mit hoher Motivation. Zwar verlor die Mannschaft zuletzt 0:2 gegen Tuttlingen, doch im Tabellenkeller zählt inzwischen jeder Auftritt. Mit 17 Punkten steckt der Aufsteiger tief im Abstiegskampf. Jeder Punktgewinn könnte die Hoffnung nähren, sich noch einmal aufzubäumen.

Das Hinspiel gewann Ergenzingen überraschend deutlich mit 4:1. Allein dieses Resultat verleiht der Partie eine besondere Würze. Nehren hat also nicht nur die jüngste Niederlage im Gepäck, sondern auch die Erinnerung an eine klare Hinspielniederlage. Daraus ergibt sich eine spannende Mischung: Revanchewillen auf der einen Seite, Überlebensdrang auf der anderen. Genau solche Spiele prägen den Charakter einer Liga in ihrer entscheidenden Phase.

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