
Der SV Ohlstadt führte beim VfL Denklingen bereits mit 2:0. Doch Konzentrationsmängel kosteten die Ohlstädter den wichtigen Auftaktsieg.
Der perfekte Start in das Frühjahr 2025 war fast nur noch Formsache. Der SV Ohlstadt führte eingangs der Schlussphase beim VfL Denklingen mit 2:0. Zudem boten sämtliche Konkurrenten im Tabellenkeller der Bezirksliga Süd erfrischende Steilvorlagen an. Der SVO war auf der Pirsch nach den Nichtabstiegsplätzen. Doch dann passierte genau das, was nicht hätte passieren dürfen: Konzentrationsmängel, fehlendes taktisches Verständnis für die Situation, Geschenke an den VfL. So tappen die Ohlstädter Fußballer nach dem 2:2 wieder einmal auf der Stelle.
Zu dieser Jahreszeit ist das mit den Rasenplätzen immer so eine Sache. Sie werden dem langweiligen Kunstrasen gerne vorgezogen, sobald sie einen bespielbaren Eindruck vermitteln. Zur Qualität der Begegnung trug diese Entscheidung gleichwohl nicht bei. „Spielerisch ziemlich maues Niveau“, bilanzierte Rudi Schedler. Ohlstadts Co-Trainer sah zwei Teams, die „nicht wirklich versucht haben, Fußball zu spielen“. Der Aufsteiger versuchte es wenigstens für 20 Minuten mit Rasenschach. Danach aber passte sich der SVO dem VfL an.
Konnte er sich da noch erlauben, weil er schon führte. Eckball auf Maximilian Schwinghammer, Kopfball, Tor (15.). Bei der einzigen Möglichkeit der Gastgeber rettete Jonas Thümmler noch auf der Linie. Auf der anderen Seite hätten sich die Ohlstädter einen Strafstoßpfiff gewünscht. Jonas Marggraf bekam beim Schussversuch den Stempel von oben. „Hat gescheppert ohne Ende“, merkte Schedler an.
Im zweiten Abschnitt mehrten sich die Schwierigkeiten der Boschet-Kicker. „Wir hatten auf dem großen Platz massive Probleme mit den Abständen und zweiten Bällen.“ Und doch nahte das Happy End aufgrund individueller Klasse. Das suggerierte Schwinghammers in den Torwinkel gezirkelter Freistoß den Augenzeugen.
Danach aber vergaßen die Ohlstädter Gäste offensichtlich das Credo von Trainer Anton Geiger, der gefordert hatte, „nicht mehr viel liegen zu lassen“. Beim Anschlusstreffer überreichte Kevin Lahmeyer Simon Ried einen Freifahrtschein, indem er das Abseits fahrig aufhob. Und in der Nachspielzeit standen die Ohlstädter bei einem Einwurf des Gegners Mann gegen Mann. Weg war der so wichtige Auftaktsieg.