
Der SV Nord München-Lerchenau dreht in der zweiten Hälfte auf. Anders sieht es beim FC Gerolfing aus – dort konnte die Mannschaft von Lovric die eigenen Stärken nicht ausspielen. Kassenknaller zwischen Walpertskirchen und Altenerding hält, was er verspricht. Derweil zeigt sich Freising-Trainer Schmidbauer von seinen Spielern beeindruckt. Ernüchterung beim SVA Palzing nach einem fehlerbehafteten Remis gegen Langengeisling. Der TSV Rohrbach hadert unterdessen mit einer verschlafenen ersten Halbzeit gegen den ASV Dachau.
Daniel Hofmann, Co-Trainer des TSV Gaimersheim: "Hirschbeck hält uns zweimal das 0:0 fest. Danach gehen wir 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit stehen wir tief und der SVN gibt uns viermal die Chance auf 2:0 zu stellen. Danach ist es genau umgekehrt – wir laden unsere Gäste zum Toreschießen ein. Nach dem 1:2 waren wir einfach nicht auf der Höhe. Wir müssen uns einfach wieder auf die Grundlagen konzentrieren. Leider laufen zurzeit manche Spieler einfach zu wenig – dann reicht es einfach nicht!"
Peter Zeussel, Trainer des SV Nord München-Lerchenau: "Wir sind gut ins Spiel gestartet und hätten durch zwei Großchancen früh in Führung gehen müssen. Das Gegentor fiel nach einem unnötigen Ballverlust im Zentrum aus einer Situation, in der wir eigentlich etwas hätten kreieren können. Nach der Halbzeit hält uns zu Beginn unser Keeper mit zwei Paraden im Spiel. Dann hatten wir das Spiel komplett in der Hand und haben den Gegner überrollt – alle sechs Tore waren super herausgespielt. Großes Kompliment an meine Mannschaft – nach einem 0:1 Rückstand bei solchen Temperaturen so zurückzukommen ist echt stark."
Den Lovric, Spielertrainer des FC Gerolfing: "Das war heute kein gutes Spiel von uns. Wir konnten unsere Stärken nicht ausspielen und hatten keinen Zugriff im Mittelfeld. Trotzdem gab es genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Auf der anderen Seite hätten wir aber auch verlieren können – ich denke, der Punkt geht daher in Ordnung. Wenn man nicht gewinnen kann, darf man nicht verlieren. Wir nehmen den Auswärtspunkt gerne mit."
Josef Heilmeier, Trainer des SV Walpertskirchen: "Walpertskirchen gegen Altenerding war ein rassiges Derby vor 500 Zuschauern. Die erste Halbzeit waren wir die überlegene Mannschaft und haben uns deshalb auch die 2-1-Halbzeitführung verdient – durch zwei toll herausgespielte Tore. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen den Faden verloren und Altenerding zu viel Platz gelassen. Das darf gegen eine so starke Offensive nicht passieren. Der 2:2-Ausgleich war dementsprechend folgerichtig. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft nicht aufgegeben und weiter gekämpft. Wir sehen den Sieg mit einem lachenden und weinenden Auge. Natürlich ist der Derbysieg toll, aber wir haben heute beide Kapitäne verloren – einmal Muskelfaserriss und einmal Schlüsselbeinbruch. Dass die Jungs nach dem Schlüsselbeinbruch noch so zurückkommen, macht einen ein Stück weit stolz – Sie haben einfach für ihre Kapitäne gespielt. Insgesamt ist es in der Entstehung am Ende des Tages ein glücklicher Sieg, aber sicherlich nicht unverdient."
Pedro Locke, Trainer der SpVgg Altenerding: "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und einfach schlecht gespielt, daher geht der 1:2 RĂĽckstand in Ordnung.
In der zweiten Halbzeit war es dann besser – nach ein paar Chancen ist uns dann der verdiente Ausgleich geglückt. Aus dem Nichts fällt am Ende das 3:2 für Walpertskirchen.
Das Spiel war durch viele Unterbrechungen, Geschreie und Zeitspiel geprägt.
Gratulation an Walpertskirchen fĂĽr den Sieg und alles Gute dem verletzten Spieler Florian Rauch!"
Alexander Schmidbauer, Trainer des SE Freising: "Das war ein erwachsener Auftritt von meinen Jungs – Chapeau. Nach dem schlechten Start war viel Druck auf dem Kessel. Diesem Druck haben die Jungs standgehalten. In der Summe ist es ein absolut verdienter Auswärtssieg bei einem Top-Team der Liga. Allerdings haben wir erneut anfangs viele Dinger liegen gelassen und Moosinning kam kurz vor der Pause zu zwei guten Chancen – Das hätte sich beinahe wieder gerächt für uns. Aber mit dem Doppelschlag durch Steindorf Anfang und Mitte der zweiten Halbzeit haben wir Moosinning den Zahn gezogen. Wir haben anschließend so gut wie nichts zugelassen. Unser Matchplan ging auf - die Jungs haben sich sehr gut an diesen Plan gehalten. Jetzt gilt es für uns, diese Leistung für nächste Woche zu konservieren und anschließend zu bestätigen."
Enes Mehmedovic, Trainer des SVA Palzing: "Das 2:2-Unentschieden gegen Geisling geht aus meiner Sicht für beide Mannschaften in Ordnung. Wir hatten unsere starken Phasen, aber auch Geisling kam zu guten Möglichkeiten. Das zweite Gegentor war jedoch ein klarer, vermeidbarer Fehler unsererseits – ein Fehler, der in der Bezirksliga sofort bestraft wird."
Douglas Wilson, Co-Trainer des FC Langengeisling: "Normalerweise ist man zufrieden, wenn man 60 Minuten lang in Unterzahl spielt und am Ende einen Punkt mitnimmt. Heute haben wir nach zweimaligem Rückstand nicht nur Moral bewiesen und beide Male stark zurückgefunden, sondern uns selbst zu Zehnt noch die besseren Torchancen erarbeitet. Gerade in der Schlussphase hatten wir die besseren Möglichkeiten und die Chance, die Partie für uns zu entscheiden. Es war ein kompakter, geschlossener Mannschaftsauftritt mit der richtigen Einstellung – schade, dass wir uns für diese Leistung nicht mit drei Punkten belohnt haben".
Michael Schrätzenstaller, Co-Trainer des TSV Rohrbach: "Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen und konnten die Leistung der vergangenen zwei Spiele nicht abrufen. Dachau war in Durchgang eins die klar bessere Mannschaft und ging richtigerweise mit 2:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit war es ein ganz anderes Spiel. Die zweite Halbzeit ging komplett an uns und wir haben relativ schnell den Anschlusstreffer gemacht. Für einen Punkt hat es dennoch leider nicht gereicht, da wir 45 Minuten überhaupt nicht im Spiel waren."