Großer Widerstand: Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt - diese Rolle sollte der Zernitzer SV einnehmen. Doch die Schwarz-Gelben forderten den Favoriten mehr als ihm genehm war.   ©MZV
Großer Widerstand: Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt - diese Rolle sollte der Zernitzer SV einnehmen. Doch die Schwarz-Gelben forderten den Favoriten mehr als ihm genehm war. ©MZV

Wittenberge verabschiedet sich mit dem Triple

Nach der Hallenmeisterschaft und dem Saisonsieg holen die ESV-Frauen gegen Zernitz auch den Pokal

Die Frauen des ESV Wittenberge haben das Triple perfekt gemacht. Nach den Meisterschaften (in Halle und auf dem Feld) gewannen sie auch den Pokal. Zernitz wurde mit 4:0 bezwungen. Es war das letzte Pflichtspiel unter Hoheit des Fußballkreises.

Im Finale, das im Rahmen der Ehrungsveranstaltung in Hoppenrade ausgetragen wurde, setzte sich der Vorjahresfinalist mit 4:0 (1:0) gegen den Zernitzer SV durch. Fast eine Stunde lang durfte sich der Favorit seiner Sache nicht sicher sein. Während der ESV bei hochsommerlichen Temperaturen sich etwas schwer tat, verteidigte Zernitz geschickt und hatte bei zwei Kontern sogar die Möglichkeit zur Führung. "Wir wollten so lange es geht unsere Defensive unterstützen. Das ist uns in der ersten Halbzeit auch gelungen", sagte Trainer Enrico Adler. Nur einmal nicht: Einen sensationellen Pass mit dem linken Fuß in die Spitze von Maria Komarowsky (ehemals MSV Neuruppin) erlief Nicole Spitzer und verwandelte an der sonst gut haltenden Britta Pluskotta vorbei (25.). Auf der Gegenseite bewahrte die Wittenberger Torhüterin Kristin Littau ihr Team vor dem Ausgleich. Littau, die beruflich in Hamburg tätig ist und sich jetzt einem dortigen Verein anschließt, bestritt wie Bianca Göttling und Jana Schütte (beide beenden ihre Karriere) ihr letztes Spiel für den ESV.

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst wenig. Nach einem Duell im Zernitzer Strafraum zwischen Pluskotta und Angreiferin Anna Steinke kam der Ball zu Marlene Knoll. Die Mittelfeldspielerin, die nach einer Bandscheibenoperation ihr Comeback feierte, fackelte nicht lange und erzielte von der Strafraumgrenze aus das 2:0 (53.). Die Gegenwehr der tapfer kämpfenden Zernitzerinnen war gebrochen. In der Schlussphase sorgte Maria Komarowsky (67., 69.) mit zwei Treffern für den Endstand. Dann blies Schiri Robert Graeske (Union Neuruppin) in die Pfeife und beendete die Serie. Weiter geht es mit den ersten Pflichtspielen im August.

"Das ist ja dann doch noch deutlich geworden", sagte ESV-Trainer Michael Jahns mit einem fast entschuldigenden Blick. Verdient war es wegen der größeren Spielanteile und der Mehrzahl der Chancen auf jeden Fall."

Aufrufe: 027.6.2016, 23:49 Uhr
MOZ.de / Oliver KnollAutor

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