
Norbert Kirschner ist überzeugt von der Klasse seiner Mannschaft. "In den letzten drei Spielen waren wir nah immer dran etwas mitzunehmen", sagt der Trainer der DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal. Für den Landesliga-Meister gilt es derzeit eine Ergebniskrise zu überstehen und bestenfalls am Sonntag die Trendwende einzuläuten. Dann empfängt der Vorletzte auf dem heimischen Köpfel das Schlusslicht der SpVgg Neckarelz (Anpfiff, 14.30 Uhr).
Eine derartige Konstellation spricht für viel Kampf, schließlich steht einiges auf dem Spiel. Kirschner weiß aber, "dass zum jetzigen Zeitpunkt nur die Punkte zählen und nicht die Tabelle." Dabei werden die Neckarelzer sich ebenfalls einiges ausrechnen.
"Ziegele" ist seinerseits einfach mal wieder dran, etwas Zählbares einzusammeln. Drei Niederlagen in Folge mit jeweils einem Tor Unterschied sind bitter. Insgesamt haben die Ost-Heidelberger fünf Mal hintereinander verloren. "Wir wissen diese Partien separat zu analysieren, arbeiten hart im Training und nun gilt es sich zu belohnen", hebt der Spielertrainer die Chancen hervor, ohne zu viel Erfolgsdruck auf seine Schützlinge auszuüben.
Ersetzen muss er dann Daniel Heinen. Der Abwehrmann hat vergangenen Samstag in Eppingen nach gerade einmal 18 Minuten die gelb-rote Karte gesehen und ist nun gesperrt. "Trotz über 70 Minuten in Unterzahl hätten wir beinahe noch einen Punkt geholt", sagt Kirschner zum kämpferisch einwandfreien Auftritt in der Fachwerkstadt.
Darüber hinaus fallen Sven Schwarz und Luigi Crisafulli für lange Zeit aus. "Wir halten Augen und Ohren offen", sind laut Kirschner Transfers nach der Vorrunde nicht ausgeschlossen, wobei er weiß, "dass dies in der Winterpause nie eine einfache Aufgabe ist."
Für die SG Heidelberg-Kirchheim geht es derzeit eher darum sich in die Winterpause zu retten. Die letzten Wochen brachten wenig Punkte und auch am Samstag ist nicht viel zu erwarten. Die Moser-Elf muss nach Pforzheim zum GU-Türk. SV, der zur Spitzengruppe gehört und auf seinem schwierig zu bespielenden Rasenplatz in dieser Jahreszeit einen nicht zu unterschätzenden Vorteil besitzt.
Auf der Hut muss der 1.FC Mühlhausen sein. Am Samstag beim SV Waldhof Mannheim II ist der Tabellenzweite favorisiert, aber am Alsenweg gibt es nichts geschenkt. Der zwölfte Spieltag bietet Chance zur Rückeroberung der Tabellenführung durch den FCM, da zeitgleich der Spitzenreiter FV Fortuna Heddesheim beim 1.FC Bruchsal zum Spitzenspiel gastiert.
"Wir müssen so unbeschadet es geht in die Winterpause kommen", sagt Andreas Kocher. Walldorfs U23-Trainer hat derzeit eine Reihe von verletzten Stammkräften zu beklagen, zuletzt beim 2:2 in Neckarelz saßen bis auf einen Akteur ausschließlich U19-Kicker auf der Bank.
Das Duell mit dem FC Zuzenhausen haben die Astorstädter nach Anfrage auf Samstag vorverlegt – in Zuze ist Kerwe. "Wenn es geht, versuchen wir solchen Bitten immer entgegenzukommen", erläutert Kocher, der in Zuzenhausen eine Mannschaft sieht, "die fraglos besser ist, als es ihr derzeitiger Tabellenplatz vermuten lässt."