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Relegation

Zeimls Trainer-Ausstand bei Fortuna: »Positiv gebranntes Kind«

Relegation zur Bayernliga, 2. Runde, Rückspiel: Regensburger wollen in Garching einen Haken hinter den Klassenerhalt setzen

von Florian Würthele · 31.05.2024, 14:00 Uhr · 0 Leser
Steht vor seinem letzten Gang als Trainer der Fortuna Regensburg: Helmut Zeiml.
Steht vor seinem letzten Gang als Trainer der Fortuna Regensburg: Helmut Zeiml. – Foto: Redaktion Regensburg

Auf die Frage hin, ob die letztjährige Meisterschaft in der Landesliga oder der kurz bevorstehende Klassenerhalt in der Bayernliga höher zu bewerten sei, muss Helmut Zeiml nicht lange überlegen. „Der Bayernliga-Erhalt wäre ein noch größerer Erfolg. Man muss es so betrachten, dass wir diese Saison vor dem 11. Spieltag erst drei Punkte gehabt haben und anschließend 45 Punkte in 27 Spielen geholt haben. Diese Leistung ist schon extrem hoch zu bewerten“, arbeitet Zeiml heraus. Der 56-Jährige gibt am morgigen Samstag seinen Trainer-Ausstand beim SV Fortuna Regensburg. Nach zwölf lange Jahren übergibt er den Staffelstab an seinen Schwiegersohn Arber Morina, um selbst als Sportdirektor an der Seite von Hans Meichel in den Hintergrund zu treten.

Zeit für Sentimentalitäten bliebt in diesen Tagen aber nicht. Noch nicht. Es steht das Relegationsrückspiel gegen den VfR Garching an. Darauf liegt der volle Fokus. Auch bei Helmut Zeiml. Ob dennoch ein bisschen Wehmut mitschwingt? „Nein“, antwortet der scheidende Trainer entschieden: „An das denkst du jetzt gar nicht. Der Rest steht alles darüber. Das wird einem erst bewusst, wenn es vorbei ist und du in der neuen Saison nicht mehr der bist, der auf dem Trainingsplatz steht.“

Mit einer nahezu perfekten Ausgangsbasis reisen die Oberpfälzer am Samstag nach Garching. Das Hinspiel haben sie am Mittwoch mit 4:1 für sich entschieden und gehen folglich mit einem Vorsprung von drei Toren ins Re-Match. Anstoß im Stadion am See ist um 16 Uhr. „Das Spiel sah verschiedene Phasen. In der ersten Viertelstunde waren wir gar nicht gut im Spiel, ehe wir besser geworden sind. Ab Wiederbeginn war wiederum Garching besser im Spiel. Nach Tom Liebherrs Tor zum 2:1 haben wir es richtig gut im Griff gehabt“, blickt Zeiml aufs Hinspiel zurück. Hinten sei man sehr gut gestanden. Natürlich bedürfe es auch etwas Glück, noch zwei späte Tore zu machen. „Aber daran siehst du unsere physische Stärke, wir können lange das Tempo hochhalten“, merkt Zeiml an. Garchings Coach Nico Basta stellte nur einen Unterschied fest: „Beide Mannschaften haben kein gutes Spiel gemacht, aber der Gegner hat seine Chancen einfach gut genützt.“



Fürs vierte und alles entscheidende Relegationsspiel gibt Helmut Zeiml das Geschehene jedenfalls ein positives Gefühl. Dass die Entscheidung allerdings noch nicht gefällt ist, das ist dem erfahrenen Trainer der Regensburger gleichermaßen bewusst. Schließlich hat die Fortuna im Erstrunden-Rückspiel gegen Wasserburg selbst unter Beweis gestellt, dass solch ein Vorsprung in der Relegation schnell verspielt sein kann. „Durch die Spiele gegen Wasserburg sind wir ein positiv gebranntes Kind“, sagt Zeiml, „Im Fußball kann viel passieren. Dennoch fahren wir guter Dinge nach Garching, die Ausgangsposition ist gut.“ Seine Forderung für Samstag: „Es gilt das daraus zu machen, was wir vorbereitet haben, und über 90 Minuten hochkonzentriert an die Geschichte ranzugehen. Dass wir auch in Garching sehr diszipliniert spielen müssen, ist uns allen bewusst.“


Feiert Fortuna am Samstagabend den Bayernliga-Verbleib?
Feiert Fortuna am Samstagabend den Bayernliga-Verbleib? – Foto: Florian Würthele


Gleichzeitig pocht er darauf, dass die Größe des Garchinger Platzes seiner konterstarken Mannschaft in die Karten spielen könne: „Die Garchinger werden offen spielen müssen, da gilt es gute Möglichkeiten im Konterspiel umzusetzen. Wir rechnen uns schon aus, mindestens ein Tor zu schießen. Dann brauchen sie schon vier für die Verlängerung, zeichnet Zeiml.

In personeller Hinsicht verbreitet bei Regensburg die Rückkehr des zuletzt erkrankten Torjägers Fabian Ziegler in den Spieltagskader Optimismus. Dafür kränkelt Abwehrchef Tom Liebherr. Ohnehin sind mehrere Fortuna-Spieler grippal angeschlagen, sollten aber nach jetzigem Stand alle mit an Bord sein. Gleiches gilt für Lucas Schmitt, der zuletzt über Kreislaufprobleme geklagt hatte. Auch diesmal setzt der SV Fortuna einen Großbus ein; Abfahrt um kurz nach 12 Uhr am Sportheim.