
Auf die Frage hin, ob die letztjährige Meisterschaft in der Landesliga oder der kurz bevorstehende Klassenerhalt in der Bayernliga höher zu bewerten sei, muss Helmut Zeiml nicht lange überlegen. „Der Bayernliga-Erhalt wäre ein noch größerer Erfolg. Man muss es so betrachten, dass wir diese Saison vor dem 11. Spieltag erst drei Punkte gehabt haben und anschließend 45 Punkte in 27 Spielen geholt haben. Diese Leistung ist schon extrem hoch zu bewerten“, arbeitet Zeiml heraus. Der 56-Jährige gibt am morgigen Samstag seinen Trainer-Ausstand beim SV Fortuna Regensburg. Nach zwölf lange Jahren übergibt er den Staffelstab an seinen Schwiegersohn Arber Morina, um selbst als Sportdirektor an der Seite von Hans Meichel in den Hintergrund zu treten.
Zeit für Sentimentalitäten bliebt in diesen Tagen aber nicht. Noch nicht. Es steht das Relegationsrückspiel gegen den VfR Garching an. Darauf liegt der volle Fokus. Auch bei Helmut Zeiml. Ob dennoch ein bisschen Wehmut mitschwingt? „Nein“, antwortet der scheidende Trainer entschieden: „An das denkst du jetzt gar nicht. Der Rest steht alles darüber. Das wird einem erst bewusst, wenn es vorbei ist und du in der neuen Saison nicht mehr der bist, der auf dem Trainingsplatz steht.“
Mit einer nahezu perfekten Ausgangsbasis reisen die Oberpfälzer am Samstag nach Garching. Das Hinspiel haben sie am Mittwoch mit 4:1 für sich entschieden und gehen folglich mit einem Vorsprung von drei Toren ins Re-Match. Anstoß im Stadion am See ist um 16 Uhr. „Das Spiel sah verschiedene Phasen. In der ersten Viertelstunde waren wir gar nicht gut im Spiel, ehe wir besser geworden sind. Ab Wiederbeginn war wiederum Garching besser im Spiel. Nach Tom Liebherrs Tor zum 2:1 haben wir es richtig gut im Griff gehabt“, blickt Zeiml aufs Hinspiel zurück. Hinten sei man sehr gut gestanden. Natürlich bedürfe es auch etwas Glück, noch zwei späte Tore zu machen. „Aber daran siehst du unsere physische Stärke, wir können lange das Tempo hochhalten“, merkt Zeiml an. Garchings Coach Nico Basta stellte nur einen Unterschied fest: „Beide Mannschaften haben kein gutes Spiel gemacht, aber der Gegner hat seine Chancen einfach gut genützt.“
