2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Auf Kunstrasen mühte sich die U23 der SpVgg SV Weiden (in blau) zum Heimdreier gegen Furth im Wald.
Auf Kunstrasen mühte sich die U23 der SpVgg SV Weiden (in blau) zum Heimdreier gegen Furth im Wald. – Foto: Dagmar Nachtigall

Zehn-Tore-Show in Wernberg – FC Amberg rupft Tännesberg

Bezirksliga Nord, Sonntag: Arbeitssieg der SpVgg SV Weiden II gegen Furth +++ Pfreimd geht daheim gegen Hahnbach baden +++ Naus führt Raindorf zum Dreier in Upo

Ähnlich wie in der Süd-Staffel fielen auch in der Bezirksliga Nord reichlich Tore an diesem verregneten Sonntag. Gipfel des Ganzen: Das torreiche 7:3 des FC Wernberg gegen die SpVgg Vohenstrauß, die in der zweiten Halbzeit wegen einer Ampelkarte in Unterzahl agierte. Fortan schwammen der Schuster-Formation die Felle davon.

Tabellenführer FC Amberg feierte unterdessen einen 3:0-Erfolg in Tännesberg – und freut sich nun aufs Freundschaftsspiel gegen 1860 München am kommenden Dienstag. Seinen Vorsprung konnte der FCA allerdings nicht ausbauen, da auch sämtliche Verfolger voll punkteten. Die SpVgg SV Weiden II landete auf heimischem Kunstrasen einen 3:2-Arbeitssieg gegen den FC Furth im Wald, der SV Hahnbach triumphierte mit 4:1 in Pfreimd und der FC Raindorf war mit 3:1 in Ursulapoppenricht erfolgreich. Wichtige Punkte gegen den Abstieg sackte die DJK Arnschwang ein. Die Hartl-Elf ließ Tabellen-Nachzügler Schirmitz mit 5:0 abblitzen.


Karl-Heinz Pittoni (Trainer FC Raindorf): „In der ersten Hälfte waren wir absolut spielbestimmend und haben verdient geführt. In der zweiten Hälfte haben wir es versäumt, die Führung auszubauen. Der gute Gegner drückte vehement auf den Anschlusstreffer. Insgesamt gesehen ein verdienter Sieg.“



Michael Hartlich (Trainer SpVgg Pfreimd): „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und in dieser Phase auch in Führung gegangen. Durch einen Standard haben wir relativ schnell das 1:1 bekommen und mussten dann auch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Nach der Halbzeit stand Hahnbach etwas tiefer und hat uns den Ball gegeben. Dadurch wurde es ein anderes Spiel. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht die Mittel gefunden, um hier gefährlich vors Tor zukommen. Respekt an meine Mannschaft, die nach dem Freitagsspiel heute nochmal den Kampf und diese Energie auf den Platz gebracht hat. Gegen diese Top-Mannschaft hat es leider nicht gereicht. Glückwunsch an den SVH.“



André Klahn (Spielertrainer TSV Tännesberg): „Eine sehr, sehr bittere Niederlage. Wir hatten Amberg in den ersten 20 Minuten, bis das Tor fiel, unter Kontrolle und mussten wirklich mit 3:0 in Führung gehen. Wir hatten einen richtig guten Matchplan, den alle überragend umgesetzt haben. Mit dem ersten Torschuss schoss Amberg das 1:0. Am Punkt Chancenauswertung hapert es aktuell einfach ein wenig. Dennoch mache ich meinen Jungs absolut keinen Vorwurf. Es war ein sehr gutes Spiel; von den Chancen im Gesamten müssen wir heute als Sieger vom Platz gehen und das wäre nicht einmal unverdient. Das ist sehr schade und tut mir für die Mannschaft leid. Es heißt abhaken und schauen, dass wir nächste Woche gegen Inter Bergsteig wieder drei Punkte holen.“

Mario Zitzmann (Spielertrainer FC Amberg): „Wir haben – vor allem in den ersten 60 Minuten – ein sehr ordentliches Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar sehr gute Tiefenläufe, waren sehr präsent und haben wenige Fehler gemacht. Tännesberg hatte vor unserem Führungstor eine Großchance. Ansonsten haben wir nicht viel zugelassen. Der Sieg geht absolut in Ordnung, wenngleich er vielleicht um ein Tor zu hoch ausfällt. Wir waren heute sehr effizient mit unseren Torchancen.“



Martin Schuster (Trainer SpVgg Vohenstrauß): „Der Knackpunkt für uns war die gelbrote Karte kurz vor der Halbzeit. In der ersten Hälfte sind wir zwar durch einen Stellungsfehler in Rückstand geraten, aber es ist es uns gelungen, das Spiel zu drehen. Hier hatten wir eigentlich alles in den eigenen Händen. Dennoch hat es die Unterzahl für uns schwer gemacht. Wernberg hat offensive Stärken, zudem war es das dritte Spiel binnen einer Woche, dann sind die Körner natürlich irgendwann weg. Leider haben wir aus meiner Sicht zu viele Gegentore kassiert, aber das ist halt so auf dem Niveau. Die Niederlage muss man anerkennen, obwohl ich davon überzeugt bin: Wenn wir zu elft gespielt hätten, hätten wir das Spiel nicht verloren. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft in der Englischen Woche gegen schwere Gegner sechs von neun Punkten geholt. Damit kann man auf jeden Fall sehr zufrieden sein.“



Alois Stoiber (Trainer FC Furth im Wald): „Glückwunsch an das junge Weidener Team zu den drei Punkten. Für uns eine extrem bittere Niederlage, da sich die Mannschaft mit Kampf und Leidenschaft bis zum Schluss einen Punkt verdient hätte. Nachdem wir den frühen Rückstand gedreht hatten, haben wir uns erneut selbst eine bessere Ausgangsposition verdorben. Gefühlt war heute mehr drin, das spüren auch die Spieler. Wenn es uns gelingen würde, uns nicht selbst im Weg zu stehen, könnten wir eine deutlich bessere Rolle in der Liga spielen. Aber wir nehmen die Situation an, wie sie ist und lassen weiterhin alles auf dem Platz – irgendwann zwingen wir das Spielglück wieder auf unsere Seite.“



Helmut Jurek (Spielertrainer SV Inter Bergsteig Amberg): „Eine relativ ärgerliche Niederlage für uns. Vom Spiel her waren wir ziemlich ebenbürtig, hatten zum Teil sogar ein bisschen mehr Ballbesitz. Doch im letzten Drittel haben uns einfach die Ideen gefehlt und das war heute der große Unterschied. Die Schlichter waren über ihre Offensivkräfte deutlich gefährlicher als wir. Wir haben es hingegen viel zu komplex gespielt und so hat es Schlicht relativ reif und effektiv geschafft, gegen uns Tore zu erzielen. Wir haben alles versucht, aber mit dem 4:1 war die Messe gelesen. Alles in allem ein verdienter Sieg für Schlicht, auch wenn für uns deutlich mehr drin gewesen wäre. Zum Fußball gehört eine gewisse Cleverness und Effektivität dazu, und da war Schlicht stärker als wir.“



Erich Hartl (Trainer DJK Arnschwang): „Am Anfang sind wir ein wenig schwer ins Spiel gekommen. Ich glaube, dass wir nach dem Freitagsspiel im Kopf noch nicht ganz klar waren, aber wir haben uns nach unserem Tor gefangen. Fortan hatten wir das Spiel eigentlich im Griff mit einer Menge an Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Grundsätzlich war es ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg gegen Schirmitz. Nach dem Sechs-Punkte-Wochenende fühlen wir uns natürlich sehr gut und müssen jetzt weitermachen.“


Aufrufe: 05.10.2025, 18:16 Uhr
Maxi Janner / Florian WürtheleAutor