Wer wird neuer Liga-Boss?

Profiklubs der Swiss Football League wählen neuen Präsidenten

Am Freitag, 19. November, wählen die 20 Super-League- und Challenge-League-Vereine den neuen Präsidenten der Swiss Football League (SFL). Drei Kandidaten buhlen um die Nachfolge des abtretenden Heinrich Schifferle. Doch nur einem werden reelle Chancen eingeräumt.

Nach zehn Jahren an der Spitze der Liga wird Heinrich Schifferle (68) an der Ordentlichen Generalversammlung der SFL am Freitag seinen Rücktritt geben. Für seine Nachfolge stellen sich den 20 Vertretern der Profiklubs drei Kandidaten zur Wahl: Werner Baumgartner (vorgeschlagen durch den SC Kriens), Thomas Grimm (vorgeschlagen durch den FC Schaffhausen) und Philipp Studhalter (vorgeschlagen durch den FC Luzern, unterstützt durch weitere Klubs).

Studhalter in der Favoritenrolle

Als Favorit auf den Posten des Liga-Chefs wird der 44-jährige Studhalter gehandelt, der bis Anfang Jahr Präsident des FC Luzern war. Der Jurist soll insgesamt zwölf Klubs hinter sich haben, wie die "Zuger Zeitung" schreibt. Für die Wahl ist im ersten Wahlgang das absolute Mehr der gültig abgegebenen Stimmen erforderlich, in einem allfälligen zweiten Gang das relative Stimmenmehr.

Baumgartner als Aussenseiter

Der 59-jährige Baumgartner ist seit acht Jahren Präsident des Challenge-League-Schlusslichts SC Kriens und seit zwei Jahren Mitglied des neunköpfigen SFL-Komitees. Der selbständige Unternehmer im Bereich Immobilienentwicklung befürwortet eine Aufstockung der Super League und der Challenge League. "Die Zeit für diese Aufstockung ist reif", wird er in der "Zuger Zeitung" zitiert.

Grimm will SFL auf 30 Klubs aufstocken

Ein ähnliches Programm fährt der 62-jährige Grimm. Der Jurist war bereits von 2009 bis 2011 Präsident der Swiss Football League, davor amtete er als Präsident der Young Boys. Von 2018 bis 2020 war er zudem Präsident der Ukrainischen Premier League. Er bringt viel Erfahrung mit und ist national wie international gut vernetzt.

Auch Grimm spricht sich deutlich für eine Aufstockung der SFL aus. "Die Super League sollte auf 14 bis 16 Mannschaften aufgestockt werden und die einzige 'richtige' Profiliga sein", fordert er etwa in einem Schreiben an die Vereine, das FuPa Zürich vorliegt. Und weiter: "Die '2. Liga' mit 14 bis 16 Mannschaften (je nach Grösse der SL) wird zu einer Ausbildungsliga, in welcher auch die 2. Mannschaften der Super League Klubs, analog anderer Länder, mitspielen können."

Aufsichtsfunktion statt Tagesgeschäft

Wie einer Mitteilung der SFL zu entnehmen ist, wird die Rolle des SFL-Präsidenten in Zukunft eine andere sein, als sie Schifferle zuletzt inne hatte. Der neue Liga-Boss wird auf Grund einer neuen Organisationsstruktur weniger ins Tagesgeschäft involviert sein, sondern mehr eine Aufsichts- und Kontrollfunktion im Sinne eines Verwaltungsratspräsidenten haben

Aufrufe: 017.11.2021, 23:01 Uhr
Sandra TrupoAutor

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